Challenge to Electricity Supply Referendum Dismissed for Lack of Jurisdiction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertChallenge to Electricity Supply Referendum Dismissed for Lack of Jurisdiction A complainant challenged the upcoming federal referendum on the Federal Act on a Secure Electricity Supply with Renewable Energies, alleging "concealment of important decision-making bases" and false or misleading statements in the federal council's message and the voting pamphlet, seeking annulment of the vote outcome. The Federal Supreme Court ruled that it lacked jurisdiction, as appeals in federal voting matters are permissible only against decisions of the Federal Chancellery or cantonal governments regarding complaints under Article 77 of the Federal Act on Political Rights. Consequently, the court dismissed the appeal and transferred the case to the Cantonal Government of Appenzell Ausserrhoden, noting that federal legislative acts and the Federal Council's voting explanations cannot be directly challenged and reminding the complainant of the strict three-day deadline for filing cantonal complaints.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 88 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 80 Abs. 1 BPR, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 189 Abs. 4 BV, Art. 77 BPR, Art. 77 Abs. 2 BPR; Challenge to Electricity Supply Referendum Dismissed for Lack of Jurisdiction: The Federal Supreme Court ruled that it lacked jurisdiction, as appeals in federal voting matters are permissible only against decisions of the Federal Chancellery or cantonal governments regarding complaints under Article 77 of the Federal Act on Political Rights. Consequently, the court dismissed the appeal and transferred the case to the Cantonal Government of Appenzell Ausserrhoden, noting that federal legislative acts and the Federal Council's voting explanations cannot be directly challenged and reminding the complainant of the strict three-day deadline for filing cantonal complaints.
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KI-generiertThe appeal was dismissed by summary procedure due to lack of jurisdiction.
Costs were not imposed on the appellant despite the negative outcome.
No party compensation was awarded.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_314/2024
Urteil vom 4. Juni 2024
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, Präsident,
Gerichtsschreiber Baur.
Verfahrensbeteiligte
Jürg Ruckstuhl,
Beschwerdeführer,
*gegen*
Bundeskanzlei,
Bundeshaus West, 3003 Bern.
Gegenstand
Volksabstimmung vom 9. Juni 2024; Bundesgesetz
über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien.
Erwägungen:
1. Jürg Ruckstuhl erhob am 19. Mai 2024 beim Bundesgericht Beschwerde betreffend die auf den 9. Juni 2024 angesetzte Volksabstimmung über das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien vom 29. September 2023. Er rügt die "Verschleierung wichtiger Entscheidungsgrundlagen im Abstimmungstext" und unwahre Aussagen in der "bundesrätlichen Botschaft" zum fraglichen Bundesgesetz bzw. eine irreführende Aussage auf Seite 44 des Abstimmungsbüchleins zur Volksabstimmung. Er beantragt die Aufhebung des Abstimmungsentscheids vom 9. Juni 2024. Am 3. Juni 2024 (Posteingang) reichte er auf Aufforderung vonseiten des Bundesgerichts die eigenhändig unterschriebene Beschwerde ein.
Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
2. Der Beschwerdeführer ist mit seiner Beschwerde betreffend die erwähnte Volksabstimmung direkt an das Bundesgericht gelangt. In eidgenössischen Stimmrechtssachen ist die Beschwerde an das Bundesgericht indes nur zulässig gegen Verfügungen der Bundeskanzlei und Entscheide der Kantonsregierungen über Beschwerden gemäss Art. 77 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte (BPR; SR 161.1;
Art. 88 Abs. 1 lit. b BGG
;
Art. 80 Abs. 1 BPR
). Das Bundesgericht ist demnach für die vorliegende Beschwerde offensichtlich nicht zuständig.
Damit ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach
Art. 108 Abs. 1 BGG
nicht einzutreten. Die Beschwerde ist zuständigkeitshalber der Kantonsregierung zu überweisen, wobei der Beschwerdeführer darauf aufmerksam gemacht wird, dass aufgrund von
Art. 189 Abs. 4 BV
im Bereich der politischen Rechte Akte der Bundesversammlung und des Bundesrats, insbesondere dessen Abstimmungserläuterungen, nicht direkt angefochten werden können (vgl.
BGE 147 I 194
E. 4.1 mit Hinweisen) und Beschwerden nach
Art. 77 BPR
an die Kantonsregierung innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens jedoch am dritten Tag nach der Veröffentlichung der Ergebnisse im kantonalen Amtsblatt einzureichen sind (
Art. 77 Abs. 2 BPR
).
3. Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführer an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann jedoch verzichtet werden (
Art. 66 Abs. 1 BGG
). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (
Art. 68 BGG
).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Die Beschwerde wird zuständigkeitshalber dem Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden überwiesen.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Bundeskanzlei und dem Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Juni 2024
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Kneubühler
Der Gerichtsschreiber: Baur