Appeal Inadmissibility Due to Late Filing over Holiday Period
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA complainant filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal against a decision from the Kantonsgericht (Cantonal Court) of Freiburg that upheld an administrative measure involving the revocation of their driver's license due to a moderate traffic offense. The original decision was issued by the Commission for Administrative Measures in Road Traffic of the Canton of Freiburg. The appeal was submitted after the legal deadline for such submissions had passed, as it was lodged on June 3, 2020, whereas the deadline expired on June 2, 2020. As a result, the appeal was considered late and could not be entered into the legal process.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG; Appeal Inadmissibility Due to Late Filing over Holiday Period: The original decision was issued by the Commission for Administrative Measures in Road Traffic of the Canton of Freiburg. The appeal was submitted after the legal deadline for such submissions had passed, as it was lodged on June 3, 2020, whereas the deadline expired on June 2, 2020. As a result, the appeal was considered late and could not be entered into the legal process.
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KI-generiertCited in the reasoning to establish that the appeal was filed outside the term, which justified the decision not to enter upon the appeal (Art. 108 BGG).
The appeal was decided by simplified procedure due to an obvious procedural defect (late submission).
Cited in the reasoning to establish the starting date of the appeal deadline, justifying the final decision not to enter upon the appeal.
Cited in the reasoning to calculate the end date of the appeal deadline (including suspension due to a public holiday), justifying the final decision not to enter upon the appeal.
Cited in the reasoning regarding the non-extendable nature of the deadline, justifying the final decision not to enter upon the appeal.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_308/2020
Urteil vom 8. Juni 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg.
Gegenstand
Entzug des Führerausweises wegen mittelschwerer Widerhandlung,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, vom 27. April 2020 (603 2020 34).
Erwägungen:
1. A.________ führt mit Eingabe vom 30. Mai 2020 Beschwerde gegen das Urteil des Freiburger Kantonsgerichts vom 27. April 2020 betreffend Führerausweisentzug. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
2.
2.1. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (vgl. BGE 141 II 113 E. 1 S. 116 mit Hinweisen).
2.2. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ).
Das angefochtene Urteil ist A.________ am 1. Mai 2020 als Gerichtsurkunde zugestellt worden. Die Beschwerdefrist begann somit am 2. Mai 2020 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und lief am 31. Mai 2020 ab. Da es sich dabei um den Pfingstsonntag handelt und der Pfingstmontag ein anerkannter Feiertag ist, endete die Rechtsmittelfrist am Dienstag, dem 2. Juni 2020 ( Art. 45 Abs. 1 BGG ). Die gemäss Nachweis der Post am 3. Juni 2020 in Murten aufgegebene Beschwerde ist daher nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefrist eingereicht worden.
2.3. Auf die Beschwerde ist demnach wegen verspäteter Einreichung nicht einzutreten. Der genannte Mangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann.
3. Auf die Erhebung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg und dem Kantonsgericht des Kantons Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. Juni 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi