Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_306/2019 KI-generiert

Swiss Federal Supreme Court Dismisses Appeal on International Asset Confiscation for Lack of Standing

Geschäftsnummer 1C_306/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves an international legal assistance request from Danish authorities to Swiss authorities regarding a fraud investigation against a person identified as C.________. Specifically, the Danish authorities sought the release of frozen assets amounting to EUR 7,988,000 and EUR 91,000 held in two Swiss bank accounts under D.________ Ltd. and E.________ Ltd. Following a conviction of C.________ for severe fraud, which included a court order for him and D.________ Ltd. to pay substantial amounts to a victimized holding company, the authorities requested the seizure of the assets in Switzerland for confiscation. The challenge was made by A.________, who alleged a case of mistaken identity with his twin brother, but the Swiss Federal Criminal Court determined that A.________ was not directly affected by the legal assistance measures, thus lacking legitimate grounds for appeal. Consequently, the Swiss Federal Tribunal opted not to entertain the appeal.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 80h lit. b IRSG, Art. 84 Abs. 1 BGG, Art. 80h IRSG, Art. 108 BGG, Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Swiss Federal Supreme Court Dismisses Appeal on International Asset Confiscation for Lack of Standing: Specifically, the Danish authorities sought the release of frozen assets amounting to EUR 7,988,000 and EUR 91,000 held in two Swiss bank accounts under D.________ Ltd. and E.________ Ltd. Following a conviction of C.________ for severe fraud, which included a court order for him and D.________ Ltd. to pay substantial amounts to a victimized holding company, the authorities requested the seizure of the assets in Switzerland for confiscation. The challenge was made by A.________, who alleged a case of mistaken identity with his twin brother, but the Swiss Federal Criminal Court determined that A.________ was not directly affected by the legal assistance measures, thus lacking legitimate grounds for appeal. Consequently, the Swiss Federal Tribunal opted not to entertain the appeal.

Schlagwörter

KI-generiert
Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Dänemark Herausgabe zur Einziehung beschlagnahmte Vermögenswerte Beschwerdelegitimation Auslieferung Betrug Fondsvermögen schwerer Mangel des Verfahrens im Ausland

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

Although not explicitly cited in the operative part 1, non-entry into the merits (non-admission) often implies procedural dismissal rules. However, based strictly on the dispositive, no procedural article justifies the non-admission explicitly in order 1.

Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG

Applied to reject the request for free legal aid due to the futility of the arguments.

Art. 66 al. 1 LTF

Used to impose court costs on the appellant.

Art. 84 Abs. 1 BGG

Mentioned as the general requirement for admissibility of appeals in international legal assistance cases, but the primary reason for the non-admission is in the first point of the operative part (non-admission itself).

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_306/2019

Urteil vom 6. Juni 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Bundesrichter Merkli, Fonjallaz,

Gerichtsschreiber Dold.

Verfahrensbeteiligte

A.B.________,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Esslinger,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz,

Archivgasse 1, Postfach 1201, 6431 Schwyz.

Gegenstand

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Dänemark;

Herausgabe zur Einziehung,

Beschwerde gegen den Entscheid

des Bundesstrafgerichts, Beschwerdekammer,

vom 15. Mai 2019 (RR.2019.93).

Erwägungen:

1. Die Staatsanwaltschaft Kopenhagen führte gegen C.________ (alias B.________) ein Strafverfahren wegen Betrug. Auf Rechtshilfeersuchen der dänischen Behörden wurden in der Schweiz zwei Konten gesperrt, das eine lautend auf die D.________ Ltd., das andere lautend auf die E.________ Ltd.

Mit Rechtshilfeersuchen vom 19. April 2017, ergänzt am 2. Februar 2018, ersuchten die dänischen Behörden die Schweiz um Herausgabe der beschlagnahmten Vermögenswerte (EUR 7'988'000.-- und EUR 91'000.--). Sie führten aus, C.________ sei mittlerweile wegen besonders schweren Betrugs verurteilt worden und er sowie die D.________ Ltd. seien zur Zahlung von je EUR 9'367'932.60 an die geschädigte Holding F.________ verpflichtet worden. Der Einwand C.________s, er sei der eineiige Zwillingsbruder der Person, gegen welche die Staatsanwaltschaft Klage erhoben habe, sei nicht gehört worden. Der Einziehungsentscheid sei mit dem Berufungsurteil des Landgerichts Ost vom 15. März 2017 bestätigt worden und in Rechtskraft erwachsen.

Mit Eintretens- und Schlussverfügung vom 2. April 2019 entsprach die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz dem Rechtshilfeersuchen. Auf eine von A. (unter dem Namen) B.________ dagegen gerichtete Beschwerde trat das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 15. Mai 2019 nicht ein. Es hielt fest, von der Rechtshilfemassnahme seien die Konteninhaber, mithin die D.________ Ltd. und die E.________ Ltd., direkt betroffen, nicht aber der Beschwerdeführer. Ihm fehle die Beschwerdelegitimation ( Art. 80h lit. b IRSG [SR 351.1]).

Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht vom 31. Mai 2019 beantragt A.________ im Wesentlichen die Aufhebung des Entscheids des Bundesstrafgerichts und die Herausgabe der beschlagnahmten Vermögenswerte an die D.________ Ltd. und die E.________ Ltd.

2. Gemäss Art. 84 Abs. 1 BGG ist gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen die Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt. Dies ist vorliegend nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer selbst führt aus, das Bundesstrafgericht habe richtigerweise festgestellt, dass er weder direkt noch indirekt an den Vermögenswerten bzw. den beiden genannten Gesellschaften berechtigt sei. Damit ist jedoch nicht erkennbar, inwiefern er persönlich und direkt von der Rechtshilfemassnahme betroffen sein sollte ( Art. 80h IRSG ).

3. Auf die Beschwerde ist aus diesem Grund nicht einzutreten.

Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann wegen Aussichtslosigkeit der Vorbringen nicht entsprochen werden (vgl. Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, dem Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, und dem Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Juni 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Dold