Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_295/2010 KI-generiert

Extradition Appeal Timing and Fax Submission Validity

Geschäftsnummer 1C_295/2010
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who contested their extradition to Germany for prosecution related to various criminal offenses. The Federal Office of Justice approved the extradition on February 1, 2010, and the individual subsequently appealed this decision, which was dismissed by the Federal Criminal Court on May 5, 2010. The individual then filed an appeal with the Federal Tribunal on May 26, 2010, but the submission was made via fax, which did not comply with the required legal procedures for timely filing. Consequently, the appeal was dismissed on procedural grounds.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 i.V.m, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Extradition Appeal Timing and Fax Submission Validity: The Federal Office of Justice approved the extradition on February 1, 2010, and the individual subsequently appealed this decision, which was dismissed by the Federal Criminal Court on May 5, 2010. The individual then filed an appeal with the Federal Tribunal on May 26, 2010, but the submission was made via fax, which did not comply with the required legal procedures for timely filing. Consequently, the appeal was dismissed on procedural grounds.

Schlagwörter

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Auslieferung an Deutschland - B 124766 Auslieferung Fristversäumnis Rechtshilfe Einreichungszeitpunkt E-Justice verspätetes Asylgesuch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 100 Abs. 1 i.V.m
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 1 i.V.m.
Art. 108 BGG
The appeal was not admitted based on this procedural rule combined with the non-observation of the deadline.
Art. 66 Abs. 1 Satz
Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).
Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG
Used to waive the collection of court costs due to the circumstances.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted based on this procedural rule combined with the non-observation of the deadline.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to waive the collection of court costs due to the circumstances.

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«…58/2009; 9C_361/2007; 2C_615/2007; 5D_118/2008); nur vier Fälle betrafen Anwälte im Ausland (9C_1008/2008; 2C_754/2008; 1C_295/2010) bzw. in der Schweiz (5A_274/2007). In weitaus den meisten Fällen ging es um Beschwerden von Patienten im fürsorgerisch…»
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«…hat - zudem nicht formgerecht und damit auch aus diesem Grunde nicht fristwahrend war (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 1C_295/2010 vom 15. Juni 2010 E. 1.1 und 1B_537/2011 vom 16. November 2011), wird in der Beschwerdeschrift nicht bestritten. Inwiew…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1C_295/2010

Urteil vom 15. Juni 2010

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Aemisegger, Einzelrichter,

Gerichtsschreiber Härri.

Verfahrensbeteiligte

X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Pabst,

gegen

Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung, Bundesrain 20, 3003 Bern.

Gegenstand

Auslieferung an Deutschland - B 124766,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 5. Mai 2010

des Bundesstrafgerichts, II. Beschwerdekammer.

Sachverhalt:

A. Am 1. Februar 2010 bewilligte das Bundesamt für Justiz die nachträgliche Auslieferung von X.________ an Deutschland zur Verfolgung verschiedener Straftaten.

Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht (II. Beschwerdekammer) am 5. Mai 2010 ab.

B. Mit Fax vom 26. Mai 2010 reichte Rechtsanwalt Alexander Pabst (Berlin) namens von X.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesstrafgerichts ein. Rechtsanwalt Pabst legte dar, er werde die schriftliche Vollmacht nachreichen; ebenso eine Begründung mit gesondertem Schriftsatz.

Erwägungen:

1.

1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. b BGG ist die Beschwerde gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen innert 10 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen.

Die Beschwerdeschrift muss insbesondere die Begehren und deren Begründung enthalten ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ).

Eine Eingabe per Fax genügt zur Fristwahrung nicht (Urteil des Bundesgerichts 2C_754/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 2.1 mit Hinweisen).

1.2 Die Vorinstanz versandte den angefochtenen Entscheid am 6. Mai 2010. Der Beschwerdeführer hat diesen gemäss seinen eigenen Angaben am 17. Mai 2010 erhalten. Die Beschwerdefrist ist danach am 27. Mai 2010 abgelaufen.

Mit der Eingabe vom 26. Mai 2010 hat der Beschwerdeführer die Beschwerdefrist schon deshalb nicht gewahrt, weil sie per Fax erfolgte. Der Beschwerdeführer hat dem Bundesgericht innert Frist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift eingereicht.

Auf die Beschwerde wird daher - im Verfahren nach Art. 108 BGG - nicht eingetreten.

2. Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bundesamt für Justiz und dem Bundesstrafgericht, II. Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Juni 2010

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Aemisegger Härri