Extradition Appeal Timing and Fax Submission Validity
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who contested their extradition to Germany for prosecution related to various criminal offenses. The Federal Office of Justice approved the extradition on February 1, 2010, and the individual subsequently appealed this decision, which was dismissed by the Federal Criminal Court on May 5, 2010. The individual then filed an appeal with the Federal Tribunal on May 26, 2010, but the submission was made via fax, which did not comply with the required legal procedures for timely filing. Consequently, the appeal was dismissed on procedural grounds.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 i.V.m, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Extradition Appeal Timing and Fax Submission Validity: The Federal Office of Justice approved the extradition on February 1, 2010, and the individual subsequently appealed this decision, which was dismissed by the Federal Criminal Court on May 5, 2010. The individual then filed an appeal with the Federal Tribunal on May 26, 2010, but the submission was made via fax, which did not comply with the required legal procedures for timely filing. Consequently, the appeal was dismissed on procedural grounds.
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KI-generiertThe appeal was not admitted based on this procedural rule combined with the non-observation of the deadline.
Used to waive the collection of court costs due to the circumstances.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (8)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1C_295/2010
Urteil vom 15. Juni 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Härri.
Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Pabst,
gegen
Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung, Bundesrain 20, 3003 Bern.
Gegenstand
Auslieferung an Deutschland - B 124766,
Beschwerde gegen den Entscheid vom 5. Mai 2010
des Bundesstrafgerichts, II. Beschwerdekammer.
Sachverhalt:
A. Am 1. Februar 2010 bewilligte das Bundesamt für Justiz die nachträgliche Auslieferung von X.________ an Deutschland zur Verfolgung verschiedener Straftaten.
Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht (II. Beschwerdekammer) am 5. Mai 2010 ab.
B. Mit Fax vom 26. Mai 2010 reichte Rechtsanwalt Alexander Pabst (Berlin) namens von X.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesstrafgerichts ein. Rechtsanwalt Pabst legte dar, er werde die schriftliche Vollmacht nachreichen; ebenso eine Begründung mit gesondertem Schriftsatz.
Erwägungen:
1.
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. b BGG ist die Beschwerde gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen innert 10 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen.
Die Beschwerdeschrift muss insbesondere die Begehren und deren Begründung enthalten ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ).
Eine Eingabe per Fax genügt zur Fristwahrung nicht (Urteil des Bundesgerichts 2C_754/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 2.1 mit Hinweisen).
1.2 Die Vorinstanz versandte den angefochtenen Entscheid am 6. Mai 2010. Der Beschwerdeführer hat diesen gemäss seinen eigenen Angaben am 17. Mai 2010 erhalten. Die Beschwerdefrist ist danach am 27. Mai 2010 abgelaufen.
Mit der Eingabe vom 26. Mai 2010 hat der Beschwerdeführer die Beschwerdefrist schon deshalb nicht gewahrt, weil sie per Fax erfolgte. Der Beschwerdeführer hat dem Bundesgericht innert Frist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift eingereicht.
Auf die Beschwerde wird daher - im Verfahren nach Art. 108 BGG - nicht eingetreten.
2. Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).
Demnach erkennt der Einzelrichter:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bundesamt für Justiz und dem Bundesstrafgericht, II. Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Juni 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Aemisegger Härri