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1C_235/2012 KI-generiert

Municipal assembly school property sale; untimely and unsubstantiated administrative appeal rejected for failure to state grounds under Federal Supreme Court Act formal requirements.

Geschäftsnummer 1C_235/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the appellant's appeal and did not enter into the merits, upholding the prior ruling of the Cantonal Administrative Court of Bern, which had declined to extend the statutory appeal deadline and had refused to consider the appellant's administrative appeal for lack of a request and reasoning. The dispute arose from an administrative appeal against a decision of the Regierungsstatthalteramt concerning a municipal assembly resolution on the sale of a school building. The Supreme Court found the appeal inadmissible because the appellant failed to comply with the formal requirements under Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as he did not identify a valid ground for appeal or demonstrate how the lower court's ruling violated the law, particularly lacking the qualified argumentation required for alleged fundamental rights violations under Article 106(2) BGG. The court ordered no costs to be imposed.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Municipal assembly school property sale; untimely and unsubstantiated administrative appeal rejected for failure to state grounds under Federal Supreme Court Act formal requirements: The dispute arose from an administrative appeal against a decision of the Regierungsstatthalteramt concerning a municipal assembly resolution on the sale of a school building. The Supreme Court found the appeal inadmissible because the appellant failed to comply with the formal requirements under Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as he did not identify a valid ground for appeal or demonstrate how the lower court's ruling violated the law, particularly lacking the qualified argumentation required for alleged fundamental rights violations under Article 106(2) BGG. The court ordered no costs to be imposed.

Schlagwörter

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gesetzliche Frist verfassungsmässiger Grundsatz Beschwerdelegitimation Grundrechte verspätete Kündigung Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to decide the appeal in a simplified procedure due to an obvious lack of adequate reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Basis for waiving the imposition of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1C_235/2012

Urteil vom 10. Mai 2012

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnergemeinde Boltigen, vertreten durch den Gemeinderat, Reidenbach, 3766 Boltigen,

Regierungsstatthalteramt Obersimmental-Saanen, Schönriedstrasse 9, Postfach 98, 3792 Saanen.

Gegenstand

Beschluss der Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Boltigen vom 31. Mai 2011 betreffend Verkauf des Schulhauses Garstatt,

Beschwerde gegen das Urteil vom 7. März 2012

des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Einzelrichter.

Erwägungen:

1. X.________ erhob am 1. März 2012 Beschwerde gegen einen Entscheid des Regierungsstatthalteramts Obersimmental-Saanen vom 31. Januar 2012 und ersuchte gleichzeitig um Verlängerung der Rechtsmittelfrist. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies mit Urteil vom 7. März 2012 das Gesuch um Fristverlängerung ab und trat auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht zusammenfassend aus, dass gesetzliche Fristen nicht erstreckt werden könnten. Mangels Antrags und Begründung sei auf die am letzten Tag der Beschwerdefrist beim Verwaltungsgericht eingegangene Beschwerde nicht einzutreten.

2. X.________ führt mit Eingabe vom 9. Mai 2012 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen.

Der Beschwerdeführer, der keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, legt mit seinen Ausführungen nicht dar, inwiefern die Abweisung des Fristverlängerungsgesuchs bzw. das Nichteintreten auf seine Beschwerde in rechts- bzw. verfassungswidriger Weise erfolgt sein sollte. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4. Auf eine Kostenauflage an kann verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Einwohnergemeinde Boltigen, dem Regierungsstatthalteramt Obersimmental-Saanen und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Einzelrichter, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Mai 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli