Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_150/2022 KI-generiert

Driving Permit Withdrawal Appeal Dismissed for Failure to Meet Statutory Requirements

Geschäftsnummer 1C_150/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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An individual filed an appeal against a decision made by the Administrative Court of the Canton of Thurgau, which upheld a warning revocation concerning them. The individual requested an extension of the appeal period to the Swiss Federal Tribunal due to their lawyer withdrawing from the case over a personal conflict, leaving them without legal representation. The appeal was submitted on the last day of the legal deadline, requesting a 30-day extension to secure new legal counsel, citing their lack of legal expertise. No evaluations or responses were sought for this request.

Legislator-Regeste

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Art. 83 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 108 al. 1 let. a LTF; Driving Permit Withdrawal Appeal Dismissed for Failure to Meet Statutory Requirements: The individual requested an extension of the appeal period to the Swiss Federal Tribunal due to their lawyer withdrawing from the case over a personal conflict, leaving them without legal representation. The appeal was submitted on the last day of the legal deadline, requesting a 30-day extension to secure new legal counsel, citing their lack of legal expertise. No evaluations or responses were sought for this request.

Schlagwörter

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Warnungsentzug Verletzung von Bewilligungsauflagen gesetzliche Voraussetzungen Führerausweisentzug Fristwahrung begründeter Entscheid Ausstandsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 100 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning to establish the deadline for filing the appeal; although its direct application is not in the dispositive, it establishes the factual basis for the ruling on inadmissibility.

Art. 108 al. 1 let. a LTF

The actual decision to dismiss without entering a judgment (non-entrée en matière) is typically covered by procedural rules for summary rejection, even if not explicitly listed as 'Art. 108' in the final orders, the reasoning points towards lack of admissibility/substantiation.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning regarding the requirement for substantiation, which was found to be lacking.

Art. 44 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning to establish the deadline for filing the appeal; although its direct application is not in the dispositive, it establishes the factual basis for the ruling on inadmissibility.

Art. 47 Abs. 1 BGG

Cited implicitly as the basis for denying the request for an extension of the procedural deadline.

Art. 66 al. 1 LTF

The rejection to levy costs is ordered in the dispositive.

Art. 82 ff. BGG

Cited in the reasoning to establish that the appeal was generally permissible (though ultimately not admitted based on grounds discussed later).

Art. 83 BGG

Cited in the reasoning to confirm that no exception to appealability applied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_150/2022

Urteil vom 8. März 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau,

Moosweg 7a, Postfach 971, 8501 Frauenfeld,

Rekurskommission für Strassenverkehrssachen

des Kantons Thurgau,

Löwenstrasse 12, 8280 Kreuzlingen.

Gegenstand

Warnungsentzug,

Beschwerde gegen den Entscheid

des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau

vom 26. Januar 2022 (VG.2021.111/E).

Erwägungen:

1. Am 26. Januar 2022 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die Beschwerde von A.________ betreffend einen Warnungsentzug abgewiesen, soweit es darauf eintrat. Das Urteil wurde dem Rechtsvertreter von A.________, Rechtsanwalt Roger Burges, am 1. Februar 2022 zugestellt.

Mit als "Einsprache, Beschwerde Fristverlängerung" betitelter Eingabe vom 2. März 2022, welche er am 3. März 2022 bei der Post aufgab, beantragt A.________, ihm die Beschwerdefrist um 30 Tage zu verlängern. Sein Anwalt habe wegen eines Konflikts mit seinem Vater das Mandat niedergelegt; es habe, was seit dem 2. März 2022 offensichtlich geworden sei, kein Kompromiss gefunden werden können. Als Laie sei er für die Beschwerdeführung auf die Unterstützung eines Rechtsanwaltes angewiesen, weshalb er einen solchen suchen und das Bundesgericht darüber informieren werde.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer öffentlich-rechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG offen; ein Ausnahmegrund ist nicht gegeben ( Art. 83 BGG ). Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen).

Der angefochtene Entscheid wurde dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 1. Februar 2022 zugestellt, womit die Beschwerdefrist am 2. Februar 2022 zu laufen begann ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und am 3. März 2022 endete ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Der Beschwerdeführer hat somit am letzten Tag der Frist Beschwerde erhoben und deren Erstreckung beantragt. Dem Antrag kann indessen nicht entsprochen werden, weil sie als gesetzliche Frist nicht erstreckt werden kann ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Die Eingabe selber enthält keine Begründung, weshalb der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt, und das ist auch nicht offensichtlich. Auf die Beschwerde ist damit wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten ausnahmsweise abgesehen werden kann.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau, der Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. März 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Störi