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1C_117/2025 KI-generiert

Municipality Withdraws Construction Law Appeal; Costs Assessed

Geschäftsnummer 1C_117/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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Municipality Withdraws Construction Law Appeal; Costs Assessed A municipality filed a public law appeal with the Federal Supreme Court against a Cantonal Court judgment concerning construction and planning law, but subsequently withdrew the appeal. The Federal Supreme Court dismissed the proceedings due to the withdrawal of the appeal and decided not to charge court costs, applying Article 66 para. 4 BGG (withdrawal without judgment or decision dismissal) and also noting that costs could be waived under Article 66 para. 2 BGG due to the termination of proceedings by withdrawal. As the withdrawing party, the municipality was considered the losing party and was obliged to pay party compensation to the opposing party according to Article 68 para. 1 and 2 BGG, though the court deemed the requested compensation amount of CHF 4,750 to be excessive and instead awarded a reduced amount of CHF 2,500 based on the case file.

Legislator-Regeste

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Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 4 BGG, Art. 66 Abs. 3 BGG, Art. 66 Abs. 2 BGG, Art. 68 BGG, Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; Municipality Withdraws Construction Law Appeal; Costs Assessed: The Federal Supreme Court dismissed the proceedings due to the withdrawal of the appeal and decided not to charge court costs, applying Article 66 para. 4 BGG (withdrawal without judgment or decision dismissal) and also noting that costs could be waived under Article 66 para. 2 BGG due to the termination of proceedings by withdrawal. As the withdrawing party, the municipality was considered the losing party and was obliged to pay party compensation to the opposing party according to Article 68 para. 1 and 2 BGG, though the court deemed the requested compensation amount of CHF 4,750 to be excessive and instead awarded a reduced amount of CHF 2,500 based on the case file.

Schlagwörter

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Bau- und Planungsrecht Baukosten Verfahrensabschreibung Rückzugsfiktion Parteientschädigung Baubusse Gemeindesteuern

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 32 Abs. 2 BGG

The procedure is to be discontinued due to the withdrawal of the appeal according to this article.

Art. 66 Abs. 2 BGG

Cited to confirm that court costs are waived due to the discontinuation of the proceedings by withdrawal.

Art. 66 Abs. 4 BGG

Cited to confirm that the appellant (who withdrew the appeal) does not have to bear court costs.

Art. 66 Abs. 3 BGG

Cited to confirm that there is no basis for imposing court costs otherwise.

Art. 68 BGG

Cited in the context of denying any further claims for party indemnities.

Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG

Used as the basis for ordering the appellant to pay the respondent an indemnity for necessary costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_117/2025

Verfügung vom 19. August 2025

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Haag, Präsident,

Gerichtsschreiber Baur.

Verfahrensbeteiligte

Gemeinde Inwil,

Gemeinderat, Hauptstrasse 38, 6034 Inwil,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Bättig,

*gegen*

1. A.________,

2. B.________,

3. C.________,

4. D.________,

5. E.________,

6. F.________,

Beschwerdegegnerschaft,

vertreten durch Urs Hofstetter-Arnet und Stefan Mundhaas, Rechtsanwälte,

1. G.________,

2. H.________,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Franz Hess.

Gegenstand

Bau- und Planungsrecht,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 4. Abteilung, vom 20. Januar 2025 (7H 23 119).

Erwägungen:

1. Die Gemeinde Inwil hat am 24. Februar 2025 beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 20. Januar 2025 betreffend Bau- und Planungsrecht. Mit Eingabe vom 23. Mai 2025 hat sie die Beschwerde zurückgezogen. Damit ist das vorliegende Beschwerdeverfahren als durch Beschwerderückzug erledigt im Verfahren nach

Art. 32 Abs. 2 BGG

abzuschreiben.

2. Die Beschwerdeführerin gilt aufgrund ihres Beschwerderückzugs als unterliegend. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdegegnerschaft in deren Eingaben vom 27. Mai und 14. Juli 2025 betreffend Kosten- und Entschädigungsregelung hat sie keine Gerichtskosten zu tragen, kommt doch - wie sie in ihrer Eingabe vom 24. Juni 2024 betreffend Kosten- und Entschädigungsregelung zutreffend festhält -

Art. 66 Abs. 4 BGG

zur Anwendung und besteht im Weiteren für eine Kostenauflage nach

Art. 66 Abs. 3 BGG

kein Anlass. Im Übrigen könnte wegen der Erledigung des Verfahrens durch Beschwerderückzug ohnehin auf eine Kostenerhebung verzichtet werden (vgl.

Art. 66 Abs. 2 BGG

).

Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerschaft eine Parteientschädigung für die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu bezahlen (

Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG

). Daran ändert entgegen ihrem Vorbringen in der Eingabe vom 24. Juni 2024 nichts, dass die Beschwerdegegnerschaft keine Kostennote eingereicht hat, legt das Bundesgericht doch die Parteienschädigung aufgrund der Akten fest und ist die Einreichung einer Kostennote im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht nicht erforderlich (vgl. Art. 12 des Reglements vom 31. März 2006 über die Parteientschädigung und die Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor Bundesgericht [SR 173.110.210.3]). Die von der Beschwerdegegnerschaft in der Eingabe vom 14. Juli 2025 beantragte, gegenüber der Eingabe vom 27. Mai 2025 noch um Fr. 250.-- erhöhte Parteientschädigung von Fr. 4'750.-- (Gesamtaufwand von rund 15 Stunden zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer) erscheint allerdings als überhöht. Gestützt auf die Akten sowie in Berücksichtigung des mit der Eingabe vom 14. Juli 2025 eingereichten Vernehmlassungsentwurfs der Beschwerdegegnerschaft erscheint vielmehr eine Parteienschädigung von Fr. 2'500.-- als angemessen. Die Beschwerdeführerin ist demnach zur Leistung einer Parteientschädigung in dieser Höhe an die Beschwerdegegnerschaft zu verpflichten; deren Antrag auf eine darüber hinausgehende Parteientschädigung ist abzuweisen. Ansonsten sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen (

Art. 68 BGG

).

Demnach verfügt der Präsident:

1. Das Verfahren 1C_117/2025 wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerschaft für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen. Deren Antrag auf eine darüber hinausgehende Parteientschädigung wird abgewiesen.

4. Diese Verfügung wird den Parteien, G.________ und H.________ sowie dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. August 2025

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Haag

Der Gerichtsschreiber: Baur