Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_97/2015 KI-generiert

Claimant's Request for Replacement of State-Funded Counsel Denied

Geschäftsnummer 1B_97/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a complaint filed by an individual against their former partner for allegations of rape and possible sexual coercion. Following this, a request for pro bono legal representation was submitted and approved for one lawyer. However, the complainant later sought to replace their legal counsel with another attorney, who also applied for pro bono representation. This subsequent request was denied by the public prosecutor’s office. The complainant appealed the decision, but the court dismissed the appeal. The complainant then filed a legal complaint against this dismissal, but it was found to be submitted late and lacking sufficient justification regarding the legal errors alleged in the original court's decision. As a result, the higher court chose not to pursue the complaint further.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Claimant's Request for Replacement of State-Funded Counsel Denied: Following this, a request for pro bono legal representation was submitted and approved for one lawyer. However, the complainant later sought to replace their legal counsel with another attorney, who also applied for pro bono representation. This subsequent request was denied by the public prosecutor’s office. The complainant appealed the decision, but the court dismissed the appeal. The complainant then filed a legal complaint against this dismissal, but it was found to be submitted late and lacking sufficient justification regarding the legal errors alleged in the original court's decision. As a result, the higher court chose not to pursue the complaint further.

Schlagwörter

KI-generiert
Wechsel unentgeltlicher Rechtsbeistand unentgeltliche Rechtsverbeiständung Strafanzeige ersuchender Staat Gesellschafterwechsel gesetzliche Voraussetzungen verspätetes Ausstandsbegehren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 BGG

Used to dismiss the appeal in simplified proceedings due to non-admissibility (untimeliness and insufficent reasoning).

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to rule on the waiver of costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_97/2015

Urteil vom 27. März 2015

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, Postfach 157, 4502 Solothurn.

Gegenstand

Wechsel unentgeltlicher Rechtsbeistand,

Beschwerde gegen das Urteil vom 9. Februar 2015 des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer.

Erwägungen:

1. A.________ erstattete am 22. Mai 2013 Strafanzeige gegen ihren früheren Lebenspartner wegen Vergewaltigung, evtl. sexueller Nötigung. In der Folge stellte Rechtsanwältin B.________ am 3. Juni 2013 das Gesuch, sie sei als unentgeltliche Rechtsbeiständin von A.________ einzusetzen. Mit Verfügung vom 26. Juni 2013 hiess die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn das Gesuch mit Wirkung ab 3. Juni 2013 gut.

Mit Eingabe vom 8. Dezember 2014 teilte Advokat C.________ der Staatsanwaltschaft mit, dass er von A.________ mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt worden sei. Am 18. Dezember 2014 ersuchte Advokat C.________ die Staatsanwaltschaft, ihn als unentgeltlichen Rechtsbeistand einzusetzen und gleichzeitig die Verbeiständung von A.________ durch Rechtsanwältin B.________ aufzuheben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn wies das Gesuch mit Verfügung vom 22. Dezember 2014 ab. Dagegen erhob A.________ mit Eingabe vom 5. Januar 2015 Beschwerde, welche die Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn mit Urteil vom 9. Februar 2015 abwies.

2. A.________ führt mit Eingaben vom 18. und 23. März 2015 Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Eine Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Das angefochtene Urteil ist bei Rechtsanwalt C.________, der A.________ vor dem Obergericht vertrat, am 12. Februar 2015 eingegangen. Die Beschwerdefrist endet somit am 16. März 2015 (vgl. Art. 44 Abs. 1 BGG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 BGG ), womit die Eingaben vom 18. und 23. März 2015 offensichtlich verspätet sind.

4. Ausserdem ist nach Art. 42 Abs. 2 BGG in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit der Begründung des Obergerichts, die zur Abweisung ihrer Beschwerde führte, nicht auseinander. Sie legt nicht dar, inwiefern die Begründung des Obergerichts bzw. dessen Urteil selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht.

5. Auf die vorliegende Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten;

Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin B.________, der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. März 2015

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli