Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_86/2007 KI-generiert

Defendant v. Federal Supreme Court: Appeal Dismissed for Lack of Specific Constitutional Argument

Geschäftsnummer 1B_86/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a defendant who was found guilty of violating a traffic regulation and fined. After appealing the decision, the defendant requested the disqualification of a specific judge, citing potential bias. The judge denied any conflict of interest, which led the defendant to contest the ruling regarding the judge's impartiality with a further appeal. The higher court ultimately dismissed this appeal, citing inadequate justification from the defendant regarding the alleged bias and the decision’s legality. Subsequently, the request for free legal assistance was also denied due to the lack of merit.

Legislator-Regeste

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Art. 90 Ziff. 1 SVG, Art. 34 Abs. 4 SVG, Art. 92 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Defendant v. Federal Supreme Court: Appeal Dismissed for Lack of Specific Constitutional Argument: After appealing the decision, the defendant requested the disqualification of a specific judge, citing potential bias. The judge denied any conflict of interest, which led the defendant to contest the ruling regarding the judge's impartiality with a further appeal. The higher court ultimately dismissed this appeal, citing inadequate justification from the defendant regarding the alleged bias and the decision’s legality. Subsequently, the request for free legal assistance was also denied due to the lack of merit.

Schlagwörter

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Verfassungsgerichtsbarkeit Verletzung der Verkehrsregeln substantiierte Begründung Rüge verfassungsmässiger Rechte Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Befangenheit des Richters

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was decided under the simplified procedure because of insufficient grounds.

Art. 64 Abs. 1 BGG

The request for legal aid was denied due to lack of prospect of success.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Court costs were imposed on the appellant.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

4A_377/2014 (2014-11-25)
Appeal Regarding Recusal of Judge, Clerk Based on Procedural Decisions
«…rich 2012, N. 13 zu Art. 127 GOG) und auf die Urteile des Bundesgerichts 1B_344/2010 vom 21. Dezember 2010 E. 2.3 sowie 1B_86/2007 vom 26. März 2007 E. 1 und macht geltend, es entspreche der langjährigen Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich, da…»
1B_344/2010 (2010-12-21)
Victim's Recusal Request Against Appellate Judges Over Hearing Rights Violation
«…argelegt. Das Bundesgericht hat denn auch diese kantonale Praxis in einem früheren Entscheid explizit geschützt (Urteil 1B_86/2007 vom 11. Juni 2007 E. 1). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt damit keine Verletzung von Art. 30 Abs. 1…»
1F_14/2009 (2009-08-21)
Applicant v. Federal Court (Judge Recusal on Basis of Prior ECHR Violation Finding)
«…2 BGG ; vgl. etwa Urteile 1B_164/2008 vom 2. September 2008, 1B_176/2008 vom 4. Juli 2008, 1F_8/2007 vom 11. Juli 2007, 1B_86/2007 vom 11. Juni 2007, 1P.652/2006 vom 10. Oktober 2006, 1P.268/2006 vom 17. Mai 2006, 1P.412/2005 vom 26. Juli 2005, s. zu…»
6B_165/2008 (2008-06-17)
Driver Collision with Parked Car Door and Subsequent Appeal
«…r angeblichen Befangenheit von Oberrichter Bollinger (Antrag 3) war das Bundesgericht bereits in zwei Urteilen befasst (1B_86/2007 vom 11. Juni 2007 und 1F_8/2007 vom 11. Juli 2007). Es kann offen gelassen werden, ob der Beschwerdeführer diese Frage…»
1F_8/2007 (2007-07-11)
Applicant v. Federal Supreme Court (Revision based on Alleged Judicial Bias)
«…chengraben 13, Postfach, 8023 Zürich. Gegenstand Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil vom 11. Juni 2007 (1B_86/2007). Das Bundesgericht zieht in Erwägung: 1. Mit Urteil vom 11. Juni 2007 trat das Bundesgericht auf eine von X.________ g…»

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_86/2007 /fun

Urteil vom 11. Juni 2007

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Franz Bollinger, Oberrichter, Obergericht des Kantons Zürich, Hirschengraben 13, Postfach, 8023 Zürich,

Beschwerdegegner,

Stadtrichteramt Zürich, Gotthardstrasse 62, Postfach, 8022 Zürich,

Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, Hirschengraben 13, Postfach, 8023 Zürich,

Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, Hirschengraben 13, Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand

Ausstand,

Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss

der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons

Zürich vom 26. März 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirksgerichts Zürich vom 12. September 2006 wurde X.________ - in Bestätigung einer am 29. November 2005 ergangenen Strafverfügung des Stadtrichters Zürich - der Verletzung einer Verkehrsregel im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 4 SVG schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft.

Gegen das Urteil erhob X.________ am 23. Oktober 2006 Berufung. Mit Eingabe vom 11. November 2006 trug er verschiedene Beanstandungen vor. Nach Eingang der Akten am Obergericht eröffnete dessen I. Strafkammer das Berufungsverfahren (Nr. SU070010). Mit prozessleitendem Beschluss vom 15. Februar 2007 wurde das schriftliche Verfahren nach § 421 Ziff. 1 StPO /ZH angeordnet und X.________ Frist zur Einreichung seiner Berufungs- und allfälliger Beweisanträge angesetzt. Dabei wirkte auch Oberrichter Dr. F. Bollinger mit.

Mit Eingabe vom 24. Februar 2007 reichte X.________ seine Berufungsanträge ein. Gleichzeitig stellte er ein Ablehnungsbegehren gegen Oberrichter Dr. F. Bollinger. Dieser gab mit Schreiben vom 28. Februar 2007 die Erklärung im Sinne von § § 97 ff. GVG /ZH ab, dass keine Befangenheit und auch sonst kein Ausstandsgrund vorliege. X.________ beantragte in der Folge, die Erklärung sei aus dem Recht zu weisen. Bei somit streitigem Ablehnungsbegehren wurde dieses - nach § 101 Abs. 2 GVG /ZH in Verbindung mit § 31 der Organisationsverordnung des Obergerichts und darauf abgestützter Praxis - vom Gesamtobergericht der II. Strafkammer zum Entscheid überwiesen.

Mit Beschluss vom 26. März 2007 hat die II. Strafkammer das Ablehnungsbegehren abgewiesen (Geschäfts-Nr. SF070001).

2. Gegen dieses Urteil führt X.________ mit Eingabe vom 14. Mai 2007 "Zuständigkeits- und Ausstandsbeschwerde im Sinne von Art. 92 BGG ". Der Sache nach handelt es sich dabei um eine Beschwerde in Strafsachen ( Art. 78 ff. BGG ) gegen einen selbständig eröffneten Vor- bzw. Zwischenentscheid ( Art. 92 ff. BGG ).

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt.

Der Beschwerdeführer kritisiert pauschal den ergangenen Entscheid und lehnt ebenso pauschal die Zuständigkeit der urteilenden II. Strafkammer ab, wobei er sich auf einzelne prozessuale Bestimmungen bezieht. Dabei unterlässt er es jedoch, sich im Einzelnen mit den dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden ausführlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, wonach eben die betreffende Zuständigkeit zu bejahen und ein Ablehnungsgrund gegenüber Oberrichter Dr. F. Bollinger nicht auszumachen ist. Namentlich legt er dabei nicht konkret dar, inwiefern der Entscheid bzw. dessen Begründung verfassungswidrig sein soll (vgl. Art. 106 BGG ).

Mangels einer hinreichenden Begründung ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten, wobei über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann. Mit dem vorliegenden Entscheid wird das Gesuch um Gewährung aufschiebender Wirkung gegenstandslos.

4. Wegen Aussichtslosigkeit ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ( Art. 64 Abs. 1 BGG ). Die bundesgerichtlichen Kosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG :

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Stadtrichteramt Zürich sowie dem Obergericht des Kantons Zürich, I. und II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Juni 2007

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber: