Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_77/2016 KI-generiert

Complainant v. Cantonal Court (Security Deposit for Appeal)

Geschäftsnummer 1B_77/2016
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In a legal proceeding, an individual filed a complaint against the decision of the public prosecutor's office to discontinue criminal proceedings. The court ordered the individual to secure a deposit of 600 Swiss francs to cover potential costs and compensations within ten days, failing which the court would not consider the complaint. The individual subsequently appealed this requirement, but the higher court found the appeal insufficiently justified and decided not to proceed with the case. The appeal did not meet the necessary legal standards, leading to its dismissal without any cost implications for the individual.

Legislator-Regeste

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Art. 383 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant v. Cantonal Court (Security Deposit for Appeal): The court ordered the individual to secure a deposit of 600 Swiss francs to cover potential costs and compensations within ten days, failing which the court would not consider the complaint. The individual subsequently appealed this requirement, but the higher court found the appeal insufficiently justified and decided not to proceed with the case. The appeal did not meet the necessary legal standards, leading to its dismissal without any cost implications for the individual.

Schlagwörter

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Strafverfahren Sicherheitsleistung Recht zur Hinterlegung Grundrechte Strafprozessordnung Verfassung unbezahlte Mietkaution

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not admitted due to failure to meet formal requirements, thus application of the simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Federal Tribunal ruled not to impose costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_77/2016

Urteil vom 1. März 2016

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergerichtspräsident

des Kantons Appenzell Ausserrhoden,

Fünfeckpalast, Postfach 162, 9043 Trogen.

Gegenstand

Strafverfahren; Sicherheitsleistung,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Februar 2016 des Obergerichtspräsidenten des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Erwägungen:

1. A.________ erhob gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 9. Februar 2016 Beschwerde. Das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden forderte ihn mit Verfügung vom 18. Februar 2016 auf, innert 10 Tagen zur Deckung von allfälligen Kosten und Entschädigungen eine Sicherheit im Sinne von Art. 383 StPO von Fr. 600.-- zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.

2. Mit Eingabe vom 23. Februar 2016 führt A.________ Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll.

Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Ausführungen nicht aufzuzeigen, inwiefern die Verfügung des Obergerichts des Kantons Appenzell Ausserrhoden rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergerichtspräsidenten des Kantons Appenzell Ausserrhoden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. März 2016

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli