Company Appeal Against Discontinuation of Criminal Investigation Dismissed for Procedural Defects
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a criminal procedure initiated by a company against an individual, where the company sought to pursue charges through the public prosecutor's office. The prosecutor's office decided to discontinue the investigation and referred the company's civil claims to the civil courts. The company appealed this decision at the cantonal court, which considered the appeal as untimely and did not admit it. Subsequently, the company filed a complaint at the federal court, submitting documents in a foreign language without providing necessary translations. Consequently, the court ruled that it would not hear the appeal due to the failure to comply with procedural requirements, leading to the imposition of costs on the company.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 5 BGG, Art. 54 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 BGG; Company Appeal Against Discontinuation of Criminal Investigation Dismissed for Procedural Defects: The prosecutor's office decided to discontinue the investigation and referred the company's civil claims to the civil courts. The company appealed this decision at the cantonal court, which considered the appeal as untimely and did not admit it. Subsequently, the company filed a complaint at the federal court, submitting documents in a foreign language without providing necessary translations. Consequently, the court ruled that it would not hear the appeal due to the failure to comply with procedural requirements, leading to the imposition of costs on the company.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertUsed to justify the non-admission of the appeal due to failure to provide the required translation of a submission.
Used to order the appellant to pay the court costs.
Used to order the appellant to pay the respondent an indemnity for the proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_764/2012
Urteil vom 22. Februar 2013
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Bopp.
Verfahrensbeteiligte
Firma X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Petr Polednik,
Beschwerdeführerin,
gegen
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Patrick Schönbächler,
Beschwerdegegner,
Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, Postfach 75, 8836 Bennau,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Postfach 1201, 6431 Schwyz.
Gegenstand
Strafverfahren; Einstellung,
Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz, Kantonsgerichtsvizepräsidentin, vom 12. November 2012.
In Erwägung,
dass die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz mit Verfügung vom 27. September 2012 die von der Firma X.________ gegen A.________ angestrengte Strafuntersuchung einstellte und die von ihr geltend gemachten Zivilansprüche auf den Zivilweg verwies;
dass die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz diese Verfügung am 5. Oktober 2012 genehmigte;
dass die Firma X.________ hiergegen Beschwerde ans Kantonsgericht Schwyz erheben liess;
dass dessen Vizepräsidentin auf die Beschwerde mit Verfügung vom 12. November 2012 nicht eingetreten ist, da sie die Eingabe als verspätet eingereicht erachtet hat;
dass die Firma X.________ gegen diese Verfügung mit in tschechischer Sprache verfasster Eingabe vom 10. Dezember 2012 sowie deutscher Übersetzung dieser Eingabe Beschwerde ans Bundesgericht führt;
dass sie dem Bundesgericht in der Folge eine weitere - vom 16. Januar 2013 datierte - in tschechischer Sprache abgefasste Eingabe zukommen liess;
dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin gemäss Präsidialverfügung vom 25. Januar 2013 in Anwendung von Art. 42 Abs. 5 BGG aufgefordert worden ist, bis am 15. Februar 2013 eine in einer Schweizer Amtssprache ( Art. 54 Abs. 1 BGG ) verfasste Übersetzung der Eingabe vom 16. Januar 2013 und eine ebensolche Vollmacht nachzureichen;
dass er dies unterlassen hat, weshalb auf seine Eingaben gestützt auf Art. 42 Abs. 5 BGG androhungsgemäss nicht einzutreten ist;
dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
dass der anwaltlich vertretene Beschwerdegegner mit Eingabe vom 23. Januar 2013 ersucht, die Beschwerdeführerin habe die Prozesskosten sicherzustellen;
dass dieses Gesuch beim nunmehrigen Verfahrensausgang hinfällig wird, die Beschwerdeführerin indes dem Beschwerdegegner für dessen bereits erstattete Eingabe eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen hat ( Art. 68 BGG );
wird erkannt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteientschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen.
4. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz und dem Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtsvizepräsidentin, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. Februar 2013
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Bopp