Detainee's Failure to Request Legal Aid from Lower Court Bars Appeal to Federal Court on Security Deposit Order
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual currently serving a sentence in a correctional facility contested a disciplinary measure imposed by the justice department of the Canton of Zurich by filing a complaint on October 30, 2019. The Zurich Administrative Court subsequently required the individual to pay an 800 Swiss Franc security deposit within 20 days, with the penalty of disregarding the complaint in the case of non-payment. On February 6, 2020, the individual filed a petition to annul this requirement, claiming entitlement to free legal aid and representation based on financial incapacity and a non-frivolous nature of the complaint according to Zurich's administrative procedure law and Swiss constitutional rights. However, no request for free legal aid had been submitted to the Zurich Administrative Court, which was handling the main case, thus the individual's appeal to the Swiss Federal Tribunal was deemed inadmissible.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 29a BV, Art. 66 Abs. 1 BGG; Detainee's Failure to Request Legal Aid from Lower Court Bars Appeal to Federal Court on Security Deposit Order: The Zurich Administrative Court subsequently required the individual to pay an 800 Swiss Franc security deposit within 20 days, with the penalty of disregarding the complaint in the case of non-payment. On February 6, 2020, the individual filed a petition to annul this requirement, claiming entitlement to free legal aid and representation based on financial incapacity and a non-frivolous nature of the complaint according to Zurich's administrative procedure law and Swiss constitutional rights. However, no request for free legal aid had been submitted to the Zurich Administrative Court, which was handling the main case, thus the individual's appeal to the Swiss Federal Tribunal was deemed inadmissible.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertCited in the reasoning to justify the exceptional possibility of waiving court costs in this specific case, which is reflected in the dispositive.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_68/2020
Urteil vom 12. Februar 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Abteilung 3, Abteilungspräsident,
Postfach, 8090 Zürich.
Gegenstand
Disziplinarstrafe; Sicherheitsleistung,
Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, Abteilung 3, Abteilungspräsident, vom 8. Januar 2020 (VB.2019.00861).
Erwägungen:
1. A.________, der sich im Strafvollzug in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies befindet, erhob am 30. Oktober 2019 Beschwerde gegen einen Entscheid der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich über eine Disziplinarmassnahme. Am 8. Januar 2020 setzte das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich A.________ eine Frist von 20 Tagen an zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.--, unter der Androhung, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.
2. Mit Eingabe vom 6. Februar 2020 beantragt A.________, diese Verfügung des Verwaltungsgerichts aufzuheben. Nach § 16 Abs. 1 des Zürcher Verwaltungsgsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) habe er als Person, die nicht über die nötigen Mittel verfüge und deren Begehren nicht aussichtslos sei, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Vertretung. Nach Art. 29a BV habe er einen Anspruch auf Zugang zu einem unabhängigen Gericht.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
3. Ein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessführung und damit zum Verzicht auf eine Prozesskaution ist, wie sich aus dem vom Beschwerdeführer selber angeführten § 16 Abs. 1 VRG ergibt, beim Verwaltungsgericht zu stellen, welches die Hauptsache zu entscheiden hat. Der Beschwerdeführer hat beim Verwaltungsgericht kein solches Gesuch gestellt und dieses hat dementsprechend darüber nicht entschieden, weshalb insofern kein kantonal letztinstanzlicher Entscheid und damit kein zulässiges Anfechtungsobjekt vorliegt. Die Beschwerde ans Bundesgericht ist daher offensichtlich unzulässig, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist. Auf die Auferlegung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Abteilung 3, Abteilungspräsident, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Februar 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi