Complaint Regarding Denial of Appointed Counsel and Request for Remission of Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual (the complainant) filed a complaint against a decision by the Cantonal Court of Basel-Landschaft, which rejected their appeal to have a public defender appointed. The original ruling by the public prosecutor's office denied assigning a public defender. The complainant, claiming financial hardship and impending unemployment, sought to nullify the court's decision and requested a pardon to waive the imposed court fees of 1,050 Swiss Francs. The complaint was submitted to the Swiss Federal Tribunal, which found the complainant failed to demonstrate how the cantonal decision violated federal law, and consequently, the complaint was not addressed. The case was redirected to the Cantonal Court for considerations regarding the fee waiver.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 93 BGG; Complaint Regarding Denial of Appointed Counsel and Request for Remission of Costs: The original ruling by the public prosecutor's office denied assigning a public defender. The complainant, claiming financial hardship and impending unemployment, sought to nullify the court's decision and requested a pardon to waive the imposed court fees of 1,050 Swiss Francs. The complaint was submitted to the Swiss Federal Tribunal, which found the complainant failed to demonstrate how the cantonal decision violated federal law, and consequently, the complaint was not addressed. The case was redirected to the Cantonal Court for considerations regarding the fee waiver.
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KI-generiertNo court costs are levied in this decision, as stated in order 2.
The court did not enter into the appeal (implied non-admissibility ruling based on reasoning grounds, though the specific article for non-entry is omitted in the final orders, the judgment explains the lack of requisite reasoning following Art. 42 BGG and implicitly Art. 93 BGG covers final decisions reviewable for federal substantive law violations. However, since the dispositive only mentions non-entry, and no specific procedural exclusion article is cited *in the dispositive*, only citing cost/procedural provisions listed there is necessary).
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_622/2021
Urteil vom 30. November 2021
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, 4132 Muttenz.
Gegenstand
Strafverfahren; Bestellung der amtlichen Verteidigung,
Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 5. Juli 2021 (470 21 125).
Erwägungen:
1. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft hat mit Beschluss vom 5. Juli 2021 die Beschwerde von A.________ gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 17. Mai 2021 abgewiesen, mit welcher diese es abgelehnt hatte, ihm einen amtlichen Verteidiger beizugeben. Die Gerichtskosten von Fr. 1'050.- auferlegte es A.________.
Mit Eingabe vom 4. November 2021 beantragt A.________, den Beschluss des Kantonsgerichts zu "stornieren". Er werde in einem Monat ausgesteuert und verfüge über keinerlei Mittel, die "Busse" zu bezahlen. Das Sozialamt Basel-Landschaft wisse Bescheid. Er stelle ein "Gnadengesuch".
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer begründet nicht, inwiefern der angefochtene Beschluss bundesrechtswidrig sein soll, und das ist auch nicht ersichtlich. Dementsprechend ist auf die Beschwerde wegen Verletzung der Begründungspflicht nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten verzichtet werden kann.
Dem Beschwerdeführer geht es offenbar auch nicht in erster Linie um die Anfechtung des angefochtenen Entscheids. Vielmehr möchte er wohl erreichen, dass ihm - im Sinne eines "Gnadengesuchs" - die Bezahlung der ihm auferlegten Gerichtskosten erlassen wird. Für die Behandlung eines Kostenerlassgesuchs ist indessen nicht das Bundesgericht, sondern das Kantonsgericht zuständig (vgl. § 5 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte vom 15. November 2010, SGS 170.31). Die Eingabe ist ans Kantonsgericht zu überweisen.
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Die Eingabe wird ans Kantonsgericht Basel-Landschaft überwiesen.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. November 2021
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi