Public Prosecutor v. Individual (Gross Violation of Decorum Appeal)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who, in a letter dated August 20, 2012, insulted the public prosecutor, leading to a fine of 150 CHF for grossly violating decorum, as imposed by the public prosecutor's office on August 29, 2012. The individual challenged this decision by filing a complaint with the higher court of the Canton, which resulted in the dismissal of the complaint on September 27, 2012. Subsequently, the individual appealed to the Swiss Federal Tribunal, asserting that the prior decisions were erroneous, though the appeal did not adequately specify how the judgments were legally or constitutionally flawed. The appeal was deemed insufficient for further consideration, resulting in a decision not to proceed with it.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 64 Abs. 1 StPO, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; Public Prosecutor v. Individual (Gross Violation of Decorum Appeal): The individual challenged this decision by filing a complaint with the higher court of the Canton, which resulted in the dismissal of the complaint on September 27, 2012. Subsequently, the individual appealed to the Swiss Federal Tribunal, asserting that the prior decisions were erroneous, though the appeal did not adequately specify how the judgments were legally or constitutionally flawed. The appeal was deemed insufficient for further consideration, resulting in a decision not to proceed with it.
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KI-generiertCited as a statutory requirement concerning the reasons for appeal that the appeal failed to meet.
The appeal was decided via the simplified procedure because the formal defects were obvious.
Cited as a statutory requirement that the appeal failed to meet, leading to non-admission.
Used to decide that no court costs should be levied in this case.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_592/2012
Urteil vom 2. November 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, 6300 Zug.
Gegenstand
Ordnungsbusse,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, vom 27. September 2012.
In Erwägung,
dass X.________ in einem am 20. August 2012 versandten Schreiben Staatsanwalt A.________ beschimpfte;
dass die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug mit Verfügung vom 29. August 2012 festhielt, mit ihrer Äusserung habe X.________ den Anstand grob verletzt, weshalb ihr gestützt auf Art. 64 Abs. 1 StPO eine Ordnungsbusse von Fr. 150.-- auferlegt wurde;
dass X.________ hiergegen eine Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug einreichte;
dass dessen I. Beschwerdeabteilung die Beschwerde mit Urteil vom 27. September 2012 abgewiesen hat;
dass X.________ gegen dieses Urteil mit Eingabe vom 5. Oktober 2012 Beschwerde ans Bundesgericht führt, welche sie seither bis anfangs November 2012 mit einer Vielzahl von Schreiben ergänzt hat;
dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen einzuholen;
dass die Beschwerdeführerin das angefochtene Urteil und (u.a.) verschiedene Justizbehörden bzw. deren Mitglieder sowie weitere Personen ganz allgemein kritisiert, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die zugrunde liegende Begründung bzw. das Urteil selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen ( Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68, mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;
dass somit schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, weshalb es sich erübrigt, auch noch die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, vorliegend keine Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. November 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Bopp