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1B_546/2022 KI-generiert

Appeal Regarding Unsealing of Seized Mobile Phone in Driving Under Influence Case

Geschäftsnummer 1B_546/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual is involved in a criminal investigation in the Canton of Glarus, Switzerland, for allegedly driving while unfit to do so and misusing documents and license plates. The local juvenile and state prosecutor's office seized the individual's mobile phone, which was subsequently sealed upon the individual's request. However, a decision was made by the vice president of the Cantonal Court to unseal the phone for examination on October 5, 2022. The individual filed a complaint against this decision on October 15, 2022. The complaint did not present clear arguments regarding the unsealing order or adequately address the reasoning provided in the contested decision, including the dispute over the presence of a suspicion that the individual might have driven a vehicle shortly before the arrest. The Swiss Federal Tribunal assessed this legal challenge, focusing on the procedural and substantial grounds for contesting the decision.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 al. 1 BGG, Art. 93 BGG; Appeal Regarding Unsealing of Seized Mobile Phone in Driving Under Influence Case: The local juvenile and state prosecutor's office seized the individual's mobile phone, which was subsequently sealed upon the individual's request. However, a decision was made by the vice president of the Cantonal Court to unseal the phone for examination on October 5, 2022. The individual filed a complaint against this decision on October 15, 2022. The complaint did not present clear arguments regarding the unsealing order or adequately address the reasoning provided in the contested decision, including the dispute over the presence of a suspicion that the individual might have driven a vehicle shortly before the arrest. The Swiss Federal Tribunal assessed this legal challenge, focusing on the procedural and substantial grounds for contesting the decision.

Schlagwörter

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Strafverfahren Entsiegelung beschlagnahmte Unterlagen Strafanzeige Beschlagnahme eines Motorfahrzeugs Verwendung des Mobiltelefons am Steuer verbotene Eigenmacht Einstellung des Strassenverkehrsverfahrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 BGG

The decision explicitly states that no costs will be levied, referencing the general rule for costs.

Art. 93 BGG

The appeal was not admitted because the requirements for simplified procedure were not met (implied by the non-admission ruling in the dispositive).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_546/2022

Urteil vom 10. November 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus,

Postgasse 29, 8750 Glarus.

Gegenstand

Strafverfahren; Entsiegelung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Glarus, Zwangsmassnahmengericht,

vom 5. Oktober 2022 (SG.2022.00082).

Erwägungen:

1. Im Rahmen eines Strafverfahrens gegen A.________ wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Missbrauchs von Ausweisen und Schildern etc. hat die Staats- und Jugendstaatsanwaltschaft des Kantons Glarus sein Mobiltelefon sichergestellt und auf seinen Antrag gesiegelt.

Mit Verfügung vom 5. Oktober 2022 hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin das Mobiltelefon zur Auswertung entsiegelt.

Mit Eingabe vom 15. Oktober 2022 erhebt A.________ Beschwerde gegen diese Verfügung.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer stellt keinen Antrag und seine Ausführungen haben auch keinen direkten Bezug zur angefochtenen Entsiegelung. Er setzt sich denn auch mit der Begründung des angefochtenen Entscheids nicht sachgerecht auseinander. So bestreitet er etwa den Tatverdacht mit der Behauptung, er habe zum fraglichen Zeitpunkt nicht am "Verkehrsleben" teilgenommen und sei von der Polizei "zu Fuss" festgenommen worden. Dass er nicht am Steuer eines Personenwagens festgenommen wurde, ergibt sich indessen bereits aus dem angefochtenen Entscheid. Darin findet sich allerdings auch eine plausible Begründung dafür, dass und weshalb er trotzdem verdächtig ist, kurz zuvor einen Personenwagen gelenkt zu haben.

Diese und seine weiteren, an der Sache vorbeigehenden Vorbringen sind nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten ausnahmsweise verzichtet werden kann.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus und dem Kantonsgericht Glarus, Zwangsmassnahmengericht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. November 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Jametti

Der Gerichtsschreiber: Störi