Prosecutor Recusal Attempt Rejected for Lack of Substantiation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case before the Swiss Federal Tribunal, an individual referred to as A.________ filed a complaint in a criminal matter against a decision made by the Cantonal Court of Valais. The case originated from charges against A.________ involving alleged defamatory statements, which had been forwarded to public prosecutor Dominic Lehner for processing. A.________ subsequently requested the recusal of all prosecutors involved, citing grounds for disqualification, but the Cantonal Court found no basis for such a recusal and dismissed the request. A.________ then appealed this decision to the Federal Tribunal, challenging the ruling on the grounds of potential legal and constitutional violations in how the recusal request was handled.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Prosecutor Recusal Attempt Rejected for Lack of Substantiation: The case originated from charges against A.________ involving alleged defamatory statements, which had been forwarded to public prosecutor Dominic Lehner for processing. A.________ subsequently requested the recusal of all prosecutors involved, citing grounds for disqualification, but the Cantonal Court found no basis for such a recusal and dismissed the request. A.________ then appealed this decision to the Federal Tribunal, challenging the ruling on the grounds of potential legal and constitutional violations in how the recusal request was handled.
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KI-generiertThe appeal was not admitted because it failed to meet the formal requirements, leading to closure under the simplified procedure.
The order rules not to impose costs on the proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_541/2019
Urteil vom 15. November 2019
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Dominic Lehner, Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, Postfach 540, 3930 Visp,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Strafverfahren; Ausstand,
Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Wallis, Strafkammer, vom 7. Oktober 2019 (P3 19 181).
Erwägungen:
1. Am 3. April 2019 und 27. Mai 2019 stellten ein Kantonsrichter des Kantonsgerichts Wallis, der Stellvertreter des Generalstaatsanwalts und weitere Beamte des Kantons Wallis je Strafantrag gegen A.________ wegen verschiedener angeblich ehrverletzender Äusserungen. Das Strafverfahren wurde an Staatsanwalt Dominic Lehner zur Behandlung überwiesen.
Mit Schreiben vom 5. Juni 2019 fragte Staatsanwalt Dominic Lehner den Beschuldigten, ob er ihm gegenüber Ausstandsgründe geltend mache. In seiner zunächst am 21. Juni 2019 per E-Mail und auf Nachfrist am 15. Juli 2019 per Post eingereichten Stellungnahme verlangte A.________ den Ausstand sämtlicher für das Oberwallis zuständigen Staatsanwälte (und damit auch von Staatsanwalt Dominic Lehner). Die Strafkammer des Kantonsgerichts Wallis kam mit Verfügung vom 7. Oktober 2019 zum Schluss, dass kein Ausstandsgrund vorliege und wies das Gesuch ab, soweit es darauf eintrat.
2. A.________ führt mit Eingabe vom 6. November 2019 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der Strafkammer des Kantonsgerichts Wallis. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll.
Der Beschwerdeführer setzt sich nicht substanziiert mit den Ausführungen des Kantonsgerichts auseinander und vermag nicht verständlich aufzuzeigen, inwiefern das Kantonsgericht bei der Behandlung des Ausstandsgesuchs gegen Staatsanwalt Dominic Lehner rechts- bzw. verfassungswidrig vorgegangen sein sollte. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.
4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Wallis, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. November 2019
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli