Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_514/2019 KI-generiert

Bern-Mittelland Regional Court Conviction and Continued Pre-Trial Detention Upheld on Appeal

Geschäftsnummer 1B_514/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who was convicted by the Regional Court Bern-Mittelland on May 10, 2019, for fraud, attempted fraudulent misuse of a data processing system, embezzlement, violence and threats against authorities and officials, and forgery of documents. The court sentenced him to 15 months of imprisonment, adding to a previous sentence given by the Bernese Supreme Court on February 19, 2019, and ordered a five-year expulsion from the country. In addition, the court decided to keep him in preventive custody pending the enforceability of the judgment and until the commencement of his prison term, but not beyond August 9, 2019. The individual appealed this decision, but the appeal was denied by the Bernese Supreme Court's Penal Chamber, and the Federal Court did not admit the subsequent complaint. The individual then requested release from custody but was denied by the Bernese Supreme Court on August 8, 2019, which extended his custody until October 16, 2019. The General Prosecutor of Bern sought to place him in preventive custody after his current detention and sentence, given the risks of reoffending and flight, which the Bernese Supreme Court granted on October 10, 2019. The individual filed an appeal against this preventive custody order, which was rejected by the Swiss Federal Tribunal due to insufficient justification.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Bern-Mittelland Regional Court Conviction and Continued Pre-Trial Detention Upheld on Appeal: The court sentenced him to 15 months of imprisonment, adding to a previous sentence given by the Bernese Supreme Court on February 19, 2019, and ordered a five-year expulsion from the country. In addition, the court decided to keep him in preventive custody pending the enforceability of the judgment and until the commencement of his prison term, but not beyond August 9, 2019. The individual appealed this decision, but the appeal was denied by the Bernese Supreme Court's Penal Chamber, and the Federal Court did not admit the subsequent complaint. The individual then requested release from custody but was denied by the Bernese Supreme Court on August 8, 2019, which extended his custody until October 16, 2019. The General Prosecutor of Bern sought to place him in preventive custody after his current detention and sentence, given the risks of reoffending and flight, which the Bernese Supreme Court granted on October 10, 2019. The individual filed an appeal against this preventive custody order, which was rejected by the Swiss Federal Tribunal due to insufficient justification.

Schlagwörter

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Sicherheitshaft Untersuchungshaft Ausweisungsgrund gesetzliche Voraussetzungen Strafzumessung Drohung gegen Behörden und Beamte verfassungsmässige Anforderung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not entertained under the simplified procedure due to non-compliance with formal requirements.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided not to impose any court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_514/2019

Urteil vom 18. Oktober 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern,

Nordring 8, Postfach 6250, 3001 Bern.

Gegenstand

Sicherheitshaft,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts

des Kantons Bern, 2. Strafkammer, Präsident i.V.,

vom 10. Oktober 2019 (SK 19 312 LUD).

Erwägungen:

1. Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach A.________ mit Urteil vom 10. Mai 2019 wegen Betrugs und Versuchs dazu, betrügerischen Missbrauchs eine Datenverarbeitungsanlage, Veruntreuung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und Urkundenfälschung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Diese Strafe erfolgte als Zusatzstrafe zum Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. Februar 2019. Ferner sprach das Regionalgericht eine Landesverweisung von fünf Jahren aus. Gleichzeitig beschloss es die Belassung des Beschuldigten in Sicherheitshaft; dies - vorbehältlich des vorherigen Eintritts der Rechtskraft des Urteils - bis zum Strafantritt, längstens jedoch bis 9. August 2019. Dagegen erhob A.________ Beschwerde, welche die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern mit Beschluss vom 4. Juni 2019 abwies. Auf die dagegen von A.________ erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 1B_290/2019 vom 17. Juni 2019 nicht ein. Gegen das Urteil Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 10. Mai 2019 erhob A.________ Berufung. Am 24. Juli 2019 ersuchte A.________ um Haftentlassung. Die 1. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern wies das Gesuch mit Entscheid vom 8. August 2019 ab und ordnete den Verbleib des Beschuldigten in Sicherheitshaft bis am 16. Oktober 2019 an.

2. Die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern stellte am 5. August 2019 den Antrag, der Beschuldigte sei nach Ablauf der vom Regionalgericht Bern-Mittelland verfügten Sicherheitshaft bzw. nach Ablauf einer allfälligen Verlängerung bzw. nach Verbüssung seiner Sanktion gemäss Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 10. Mai 2019 in Sicherheitshaft zu versetzen. Die 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern hiess mit Verfügung vom 10. Oktober 2019 den Antrag der Generalstaatsanwaltschaft auf Anordnung von Sicherheitshaft gut. Zur Begründung führte die 2. Strafkammer zusammenfassend aus, dass sowohl der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachts als auch die beiden besonderen Haftgründe der Wiederholungsgefahr und der Fluchtgefahr zu bejahen seien.

3. A.________ führt mit Eingaben vom 15. und 16. Oktober 2019 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons vom 10. Oktober 2019. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

4. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll.

5. Die 2. Strafkammer legte dar, weshalb sie vom Vorliegen der genannten Haftgründe ausging. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer überhaupt nicht auseinander. Er vermag nicht ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern die Begründung der 2. Strafkammer bzw. deren Verfügung selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

6. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, Präsident i.V., und Rechtsanwalt Urs Hofer schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Oktober 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli