Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_505/2018 KI-generiert

Refusal to Extend Security Deposit Deadline in Criminal Proceedings Appeals

Geschäftsnummer 1B_505/2018
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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An individual filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal against four orders issued by the Cantonal Court of Schwyz on September 24, 2018. These orders pertained to an initial decision by the public prosecutor of the Canton of Schwyz not to proceed with a case. The Cantonal Court had required the individual to provide a security deposit for potential legal costs in accordance with Article 383 of the Swiss Criminal Procedure Code, threatening dismissal of the legal challenge if not complied with by a set deadline. The individual sought an extension to meet this requirement and access to case files, both of which were denied. The individual appealed these denials in a criminal complaint to the Federal Tribunal. However, the complaint focused on substantive issues related to the non-prosecution decision itself, rather than addressing procedural aspects of the appeal, leading the Tribunal to decide on its inadmissibility.

Legislator-Regeste

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Art. 383 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Refusal to Extend Security Deposit Deadline in Criminal Proceedings Appeals: These orders pertained to an initial decision by the public prosecutor of the Canton of Schwyz not to proceed with a case. The Cantonal Court had required the individual to provide a security deposit for potential legal costs in accordance with Article 383 of the Swiss Criminal Procedure Code, threatening dismissal of the legal challenge if not complied with by a set deadline. The individual sought an extension to meet this requirement and access to case files, both of which were denied. The individual appealed these denials in a criminal complaint to the Federal Tribunal. However, the complaint focused on substantive issues related to the non-prosecution decision itself, rather than addressing procedural aspects of the appeal, leading the Tribunal to decide on its inadmissibility.

Schlagwörter

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Strafverfahren Sicherheitsleistungen, Abweisung der Fristerstreckungsgesuche Ausdehnung des Verfahrens Strafanzeige Zahlungsfrist Publikumseinlage polizeilicher Grund nachträglicher Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was rejected under the simplified procedure due to non-compliance with formal requirements.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court ordered the appellant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_505/2018

Urteil vom 6. November 2018

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz,

Postfach 75, 8836 Bennau.

Gegenstand

Strafverfahren; Sicherheitsleistungen,

Abweisung der Fristerstreckungsgesuche,

Beschwerde gegen die Verfügungen des Kantonsgerichts Schwyz vom 24. September 2018 (BEK 2018 136,

BEK 2018 137, BEK 2018 138, BEK 2018 139).

Erwägungen:

1. A.________ erhob gegen vier Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz vom 2. August 2018 Beschwerde. Das Kantonsgericht Schwyz forderte ihn mit vier gleichlautenden Verfügungen vom 4. September 2018 auf, in den vier Verfahren BEK 2018 136 bis BEK 2018 139 bis 21. September 2018 eine Sicherheit für allfällige Kosten im Sinne von Art. 383 StPO von je Fr. 800.-- zu leisten, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Gegen die vier Verfügungen erhob A.________ Beschwerde in Strafsachen, auf welche das Bundesgericht mit Urteil vom 16. Oktober 2018 nicht eintrat (Verfahren 1B_479/2018).

Mit Eingabe vom 20. September 2018 ersuchte A.________ das Kantonsgericht Schwyz um eine vierwöchige Erstreckung der mit Verfügungen vom 4. September 2018 angesetzten Frist zur Leistung einer Sicherheit sowie um Akteneinsicht. Das Kantonsgericht Schwyz wies mit vier gleichlautenden Verfügungen vom 24. September 2018 das Fristerstreckungsgesuch in den vier Verfahren BEK 2018 136 bis BEK 2018 139 ab und setzte A.________ eine nicht erstreckbare Nachfrist von fünf Arbeitstagen seit Zustellung dieser Verfügungen an. Ausserdem wies es A.________ darauf hin, dass er nach telefonischer Voranmeldung die Möglichkeit habe, die Akten auf der Gerichtskanzlei des Kantonsgerichts einzusehen.

2. Mit Eingabe vom 31. Oktober 2018 (Postaufgabe 1. November 2018) führt A.________ Beschwerde in Strafsachen gegen die vier Verfügungen des Kantonsgerichts Schwyz vom 24. September 2018. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Anfechtungsobjekte sind vorliegend einzig die vier Verfügungen vom 24. September 2018. Soweit der Beschwerdeführer materielle Ausführungen zu den Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft macht, kann daher von vornherein auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

4. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll.

5. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen weitschweifigen und kaum sachbezogenen Ausführungen nicht ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern die vier Verfügungen des Kantonsgerichts Schwyz vom 24. September 2018 rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollten. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

6. Die Kosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz und dem Kantonsgericht Schwyz schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. November 2018

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Merkli

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli