Swiss Federal Supreme Court Declines Review of Interlocutory Decision on Appeal Hearing Attendance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a legal dispute in which the appellant, referred to as A.________, challenged a decision made by the Zurich High Court regarding her request to be excused from attending an appeal hearing scheduled for October 18, 2021. The court denied her request for absence and indicated that failure to attend would be seen as a withdrawal of her appeal. A.________ filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, seeking the annulment of this decision and asking to be exempted from attending the hearing. She also requested that her complaint be given suspensive effect, meaning it would temporarily halt the enforcement of the lower court's decision until the Federal Tribunal's judgment. Despite A.________’s efforts, the Federal Tribunal chose not to enter into the appeal, and no costs were imposed as a result of this decision.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 80 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 1 lit. a LTF, Art. 108 al. 1 let. a LTF; Swiss Federal Supreme Court Declines Review of Interlocutory Decision on Appeal Hearing Attendance: The court denied her request for absence and indicated that failure to attend would be seen as a withdrawal of her appeal. A.________ filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, seeking the annulment of this decision and asking to be exempted from attending the hearing. She also requested that her complaint be given suspensive effect, meaning it would temporarily halt the enforcement of the lower court's decision until the Federal Tribunal's judgment. Despite A.________’s efforts, the Federal Tribunal chose not to enter into the appeal, and no costs were imposed as a result of this decision.
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KI-generiertThis article is not cited in the dispositive orders provided.
Although not explicitly in the dispositive, if the appeal was dismissed without explicit mention of the main ground, procedural rules for default might be implied, but based strictly on the provided text and the rule to only include articles explicitly cited in the dispositive, we check the dispositive.
This article is not cited in the dispositive orders provided.
This provision outlines the requirement for substantiation (Begründungspflicht) which the appellant failed to meet, leading to the decision not to enter upon the appeal.
This article regarding legal aid is not cited in the dispositive orders provided.
Cited implicitly/explicitly by the court deciding not to levy costs in order 2 ('Es werden keine Kosten erhoben').
Cited as the general basis for admissibility of the appeal in criminal matters against the cantonal final decision type being challenged (although here it is an interlocutory one).
Cited as the general basis for the admissibility of the appeal in criminal matters.
This provision defines the conditions for appealing an interlocutory decision which the court implicitly considered in its reasoning regarding admissibility, although the actual decision relies on lack of substantiation regarding this point.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_498/2021
Urteil vom 6. Oktober 2021
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,
Postfach, 8036 Zürich.
Gegenstand
Strafverfahren,
Beschwerde gegen die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer,
vom 31. August 2021 (SB210147-O/Z3/tm).
Erwägungen:
1. Mit Präsidialverfügung vom 31. August 2021 hat das Obergericht des Kantons Zürich das Gesuch der Beschuldigten und Berufungsklägerin A.________, sie für die Berufungsverhandlung vom 18. Oktober 2021 zu dispensieren, abgewiesen. Es hat sie zudem darauf hingewiesen, dass die Berufung bei Säumnis als zurückgezogen gelte.
Mit Eingabe vom 20. September 2021 ans Obergericht, die zuständigkeitshalber dem Bundesgericht überwiesen wurde, erhebt A.________ Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragt sinngemäss, sie aufzuheben und sie von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung zu dispensieren.
Mit Eingabe vom 5. Oktober 2021 beantragt A.________, ihrer Beschwerde aufschiebende Wirkung beizulegen.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Obergericht das Dispensationsgesuch der Beschwerdeführerin für die Berufungsverhandlung abgewiesen hat; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig ( Art. 78 Abs. 1, Art. 80 BGG ). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur ( BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Die zweite Voraussetzung fällt vorliegend ausser Betracht. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG hat die Beschwerdeführerin darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind; bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden hat sie die Tatsachen anzuführen, aus denen sich der nicht wiedergutzumachende Nachteil ergeben soll, sofern dies nicht offensichtlich ist ( BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; zum Ganzen: BGE 141 IV 284 E. 2.3 S. 287; 289 E. 1.3 S. 292).
Die Beschwerdeführerin legt unter Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht dar, inwiefern die angefochtene Verfügung einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur bewirken könnte, und das ist auch nicht offensichtlich. Zum einen ist es ihr nach den plausiblen Ausführungen des Obergerichts, die sie zwar kritisiert, aber nicht widerlegt, möglich, der Vorladung zu folgen und damit die angedrohten Säumnisfolgen abzuwenden, und zum andern steht ihr gegen den das Berufungsverfahren abschliessenden Entscheid des Obergerichts der Rechtsmittelweg offen.
3. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, wobei auf die Auferlegung von Kosten verzichtet werden kann. Mit dem Entscheid in der Sache wird auch das Gesuch um aufschiebende Wirkung hinfällig.
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. Oktober 2021
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi