Refusal of Official Defense Counsel Upheld Due to Insufficient Legal Argumentation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who was convicted by the Solothurn Cantonal Prosecutor's Office for insult and threat against a prosecutor, resulting in a suspended fine of 35 daily rates on January 25, 2021. The accused appealed this directive, seeking a state-appointed defense attorney, which was denied first by the prosecution on March 12, 2021, and subsequently upheld by the Solothurn-Lebern District Court on November 29, 2021. His subsequent appeal to the Solothurn Cantonal Court was dismissed on December 23, 2021. The appellant then lodged a further complaint with the Swiss Federal Tribunal, arguing improperly conducted criminal prosecution without international judicial assistance, as he resides in Thailand, asserting that he is unjustly targeted as an elderly expatriate. However, the Federal Tribunal found the complaint did not meet legal requirements for substantiation and thus declined to review the case.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 132 Abs. 3 StPO, Art. 108 al. 1 let. a LTF, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 93 BGG; Refusal of Official Defense Counsel Upheld Due to Insufficient Legal Argumentation: The accused appealed this directive, seeking a state-appointed defense attorney, which was denied first by the prosecution on March 12, 2021, and subsequently upheld by the Solothurn-Lebern District Court on November 29, 2021. His subsequent appeal to the Solothurn Cantonal Court was dismissed on December 23, 2021. The appellant then lodged a further complaint with the Swiss Federal Tribunal, arguing improperly conducted criminal prosecution without international judicial assistance, as he resides in Thailand, asserting that he is unjustly targeted as an elderly expatriate. However, the Federal Tribunal found the complaint did not meet legal requirements for substantiation and thus declined to review the case.
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KI-generiertAlthough not explicitly cited in the dispositive, Article 93 BGG implies the procedure for dismissal without entering the merits, which would correspond to a simplified procedure based on procedural rules, but since only Art. 93 BGG is explicitly cited in relation to the non-admission, and no other procedural rule is explicitly cited in the operative part, only explicitly cited articles are included. However, reviewing the text again, only the substantive provision for non-admission (Art. 93 BGG) is cited in the reasoning as the consequence of the lack of grounds, and the dispositive only orders non-admission without citing a specific procedural article for the dismissal itself (like Art. 108 BGG). I will stick strictly to what is in the operative part.
Cited implicitly by the order that no costs shall be levied in the dispositive (No. 2).
The appeal was not entertained due to insufficient statement of grounds, which falls under procedural inadmissibility.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_48/2022
Urteil vom 9. März 2022
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
c/o Eduard Wyrsch-Somsaard
Reussmattstrase 3, 6468 Attinghausen
Beschwerdeführer,
gegen
Amtsgerichtspräsidentin von Solothurn-Lebern, Amthaus 2, 4500 Solothurn.
Gegenstand
Strafverfahren,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 23. Dezember 2021 (BKBES.2021.197).
Erwägungen:
1. Mit Strafbefehl vom 25. Januar 2021 verurteilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn A.________ wegen Beschimpfung und Drohung zum Nachteil des Staatsanwaltes Pascal Flückiger zu einer bedingten Geldstrafe von 35 Tagessätzen.
A.________ erhob gegen diesen Strafbefehl Einsprache und beantragte u.a. sinngemäss die Beigabe eines amtlichen Verteidigers, was von der Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 12. März 2021 abgelehnt wurde. Diese Verfügung wurde am 29. November 2021 von der Amtsgerichtspräsidentin von Solothurn-Lebern geschützt.
Das Obergericht des Kantons Solothurn wies die von A.________ gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde am 23. Dezember 2021 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Eingabe vom 17. Januar 2022 erhebt A.________ Beschwerde gegen diesen Entscheid des Obergerichts.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen).
Im angefochtenen Entscheid hat das Obergericht die Auffassung der Vorinstanzen geschützt, wonach dem Beschwerdeführer kein Anspruch auf amtliche Verteidigung zusteht, weil es sich im Strafverfahren gegen ihn um einen Bagatellfall im Sinne von Art. 132 Abs. 3 StPO handle, der keine rechtlichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten böte, denen er nicht gewachsen wäre. Damit setzt sich der Beschwerdeführer, dem die gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde schon wiederholt erläutert wurden, indessen nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern das Obergericht dadurch Bundesrecht verletzte. Er macht vielmehr geltend, er wohne in Thailand. Die von den Solothurner Justizbehörden gegen ihn in Gang gesetzte Strafverfolgung sei krass rechtswidrig, weil sie, was für die Durchführung des Strafverfahrens zwingend erforderlich gewesen wäre, beim EJPD kein Internationales Rechtshilfebegehren gestellt hätten. Da er als betagter, rechtsunkundiger Auslandschweizer weder bei der Solothurner Justiz noch beim Bundesgericht "Rechte habe", werde er diesen abartigen Fall von orchestrierter Justizkriminalität "HUMANRIGHTS.CH" melden. Diese Ausführungen gehen an der Sache vorbei. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten verzichtet werden kann.
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Amtsgerichtspräsidentin von Solothurn-Lebern und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 9. März 2022
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Jametti
Der Gerichtsschreiber: Störi