Petitioner v. Prosecutor (Recusal Denial and Inadmissible Appeal)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who filed a request for the reassignment of their criminal case, which was being investigated by a specific prosecutor, due to concerns about bias. This request was submitted on May 12, 2016, and was subsequently denied by the cantonal court on August 16, 2016. On December 13, 2016, the individual appealed the court's decision to the Swiss Federal Tribunal, arguing that the appeal was submitted within the deadline. However, the Tribunal found that the appeal was actually late, as the individual had not filed it within the mandated 30-day period following the delivery of the initial decision. As a result, the Tribunal decided not to consider the appeal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 48 BGG, Art. 50 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Petitioner v. Prosecutor (Recusal Denial and Inadmissible Appeal): This request was submitted on May 12, 2016, and was subsequently denied by the cantonal court on August 16, 2016. On December 13, 2016, the individual appealed the court's decision to the Swiss Federal Tribunal, arguing that the appeal was submitted within the deadline. However, the Tribunal found that the appeal was actually late, as the individual had not filed it within the mandated 30-day period following the delivery of the initial decision. As a result, the Tribunal decided not to consider the appeal.
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KI-generiertCited in reasoning as the rule governing the 30-day appeal deadline.
The Tribunal decided on the appeal using the simplified procedure due to the obvious defect (untimely submission).
Cited in reasoning to determine the start date of the appeal period.
Cited in reasoning to confirm that the 30-day appeal period is not extendable.
The basis for declaring the appeal inadmissible was the untimely filing of the submission.
The application for reinstatement of time limits was dismissed.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_476/2016
Urteil vom 19. Dezember 2016
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Markus Senn, Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Strafverfahren; Ausstandsbegehren (Kostenauflage),
Beschwerde gegen den Beschluss vom 16. August 2016 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht.
Erwägungen:
1. Mit Ausstandsgesuch vom 12. Mai 2016 beantragte A.________ dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, die Fallführung in dem von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gegen ihn wegen unbefugten Aufnehmens von Gesprächen geführten Strafverfahren auf einen anderen Untersuchungsbeauftragten zu übertragen.
Mit Beschluss vom 16. August 2016 hat die Abteilung Strafrecht des Kantonsgerichts das Gesuch abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist.
2. Mit Eingabe vom 13. Dezember (Postaufgabe: 14. Dezember) 2016 führt A.________ gegen diesen ihm laut Aktenlage am 17. Oktober 2016 zugestellten Beschluss Beschwerde ans Bundesgericht. Dieses hat davon abgesehen, Stellungnahmen zur Beschwerde einzuholen.
3.1 Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob bzw. inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (s. etwa BGE 142 IV 196 E. 1.1 S. 197, 140 I 252 E. 1 S. 254, 138 I 367 E. 1 S. 369 mit weiteren Hinweisen).
3.2 Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ).
3.3 Gemäss den vorliegenden postalischen Angaben, die der Beschwerdeführer selber seiner Eingabe beigelegt hat, ist ihm der angefochtene Beschluss am 17. Oktober 2016 schriftlich begründet zugestellt worden.
Somit begann die Beschwerdefrist vorliegend am Dienstag, 18. Oktober 2016 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ). Entsprechend fiel der letzte Tag der Frist auf den 16. November 2016 (Mittwoch).
Die erst am Mittwoch, 14. Dezember 2016 der Schweizer Post übergebene Beschwerde ist daher als verspätet eingereicht zu erachten (vgl. Art. 48 BGG Abs. 1 BGG), weshalb auf sie nicht einzutreten ist.
Das vom Beschwerdeführer eingereichte Arztzeugnis vermag nichts daran zu ändern. Es belegt lediglich für einen am 15. November 2016 stattgefundenen Spitalaufenthalt eine Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 15. bis am 20. November 2016. Dass bzw. inwiefern der Beschwerdeführer bei der ins Feld geführten Arbeitsunfähigkeit während der gesamten, wie ausgeführt bereits ab 18. Oktober 2016 laufenden Beschwerdefrist selbst vom Einreichen der Beschwerde abgehalten worden sein soll, geht daraus nicht hervor, so dass das Wiederherstellungsgesuch nach Art. 50 BGG abzuweisen ist.
Der Mangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG entschieden werden kann.
4. Bei den gegebenen Verhältnissen kann davon abgesehen werden, für das vorliegende Verfahren Kosten zu erheben.
Demnach wird erkannt:
1. Das Wiederherstellungsgesuch wird abgewiesen.
2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Dezember 2016
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Bopp