Prosecutorial DNA Swab Order Appeal Dismissed for Lack of Standing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a criminal proceeding against two individuals accused of deceiving authorities and falsifying documents in relation to an asylum application, specifically by falsely claiming certain children as their biological offspring. The public prosecutor ordered DNA samples to be taken from some of these children as part of the investigation. One of the accused challenged this order in a higher court, arguing that he should have the right to contest the DNA profiling due to his acknowledgment of being the father of the children in question. However, the higher court did not permit his appeal, stating he lacked standing to challenge the DNA profiling since the custodial rights belonged solely to the children's mother. Thus, the individual subsequently appealed to a federal tribunal, but his appeal was dismissed on procedural grounds.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 118 AuG, Art. 108 Abs. 1 lit. a LTF, Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Prosecutorial DNA Swab Order Appeal Dismissed for Lack of Standing: The public prosecutor ordered DNA samples to be taken from some of these children as part of the investigation. One of the accused challenged this order in a higher court, arguing that he should have the right to contest the DNA profiling due to his acknowledgment of being the father of the children in question. However, the higher court did not permit his appeal, stating he lacked standing to challenge the DNA profiling since the custodial rights belonged solely to the children's mother. Thus, the individual subsequently appealed to a federal tribunal, but his appeal was dismissed on procedural grounds.
Schlagwörter
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KI-generiertThe appeal was not admitted based on the simplified procedure because the formal requirements (reasoning) were not met.
Cited in the reasoning to establish the procedural defect regarding the requirement for stating grounds in the appeal.
Used to waive the collection of court costs as per the final order.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_468/2017
Urteil vom 20. Dezember 2017
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm,
Untere Grabenstrasse 32, Postfach 1475, 4800 Zofingen,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau.
Gegenstand
Strafverfahren; DNA-Analysen,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 16. November 2017
(SBK.2017.229 / va (ST.2016.4722)).
Erwägungen:
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm führt ein Strafverfahren gegen A. A.________ und B. B.________ wegen Täuschung der Behörden im Sinn von Art. 118 AuG und Falschbeurkundung im Sinn von Art. 251 ff. StGB . Sie verdächtigt die beiden, im Asylverfahren fälschlicherweise angegeben zu haben, C. C.________, D. B.________, E. B.________ und F. D.________ seien ihre leiblichen Kinder. Am 29. Juni 2017 ordnete die Staatsanwaltschaft die Abnahme von Wangenschleimhautabstrichen bei D. B.________ und E. B.________ sowie die Erstellung von DNA-Profilen von A. A.________, B. B.________, C. C.________, D. B.________, E. B.________ und F. D.________ an. A. A.________ focht diese Verfügung beim Obergericht des Kantons Aargau an mit den Anträgen, es sei von der Erstellung von DNA-Profilen von D. B.________, E. B.________ und G. B.________ abzusehen. Das Obergericht trat am 16. November 2017 auf die Beschwerde nicht ein mit der Begründung, G. B.________ sei von der Verfügung der Staatsanwaltschaft nicht betroffen. Soweit sich die Beschwerde auf D. B.________, E. B.________ (Jahrgänge 2012 und 2014) beziehe, sei A. A.________ nicht beschwerdebefugt, weil die elterliche Sorge allein bei der mit ihm nicht verheirateten Kindsmutter B. B.________ liege.
Mit Beschwerde vom 14. Dezember 2017 beantragt A. A.________, von der Erstellung eines DNA-Profils der Kinder D. B.________, E. B.________ und G. B.________ abzusehen. Er sei mit der Auffassung des Obergerichts, dass er nicht beschwerdeberechtigt sei, nicht einverstanden, da er diese Kinder anerkannt habe und als Vater die Verantwortung mittrage. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
Der Beschwerdeführer setzt sich unter Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ; BGE 134 II 244 E. 2.1; 133 II 396 E. 3.2; Urteil 1C_486/2014 vom 27. April 2014 E. 1.4) mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern die Auffassung des Obergerichts, dass es ihm als nicht Sorgeberechtigtem verwehrt ist, für seine Kinder Rechtsmittel einzulegen, bundesrechtswidrig sein soll. Auf die Beschwerde ist damit im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Das schadet dem Beschwerdeführer insofern nichts, als diese Rechtsauffassung des Obergerichts ohnehin nicht bundesrechtswidrig ist, sondern zutrifft. Es rechtfertigt sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Dezember 2017
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Störi