Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Security Deposit Requirement for Insufficient Substantiation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn a case concerning a criminal proceeding, a group of private plaintiffs challenged the refusal of the Zurich public prosecutor's office to pursue a criminal matter against a defendant. The Zurich Court imposed a procedural bond of 1,500 CHF on the plaintiffs, warning them that failure to pay would result in dismissal of their appeal. The plaintiffs subsequently petitioned to annul this decision, citing insufficient financial resources and their reliance on free legal aid. Their appeal was ultimately dismissed as they failed to demonstrate their legal standing or substantiate claims of legal error by the court regarding the bond requirement.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 90 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 al. 1 let. a LTF; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Security Deposit Requirement for Insufficient Substantiation: The Zurich Court imposed a procedural bond of 1,500 CHF on the plaintiffs, warning them that failure to pay would result in dismissal of their appeal. The plaintiffs subsequently petitioned to annul this decision, citing insufficient financial resources and their reliance on free legal aid. Their appeal was ultimately dismissed as they failed to demonstrate their legal standing or substantiate claims of legal error by the court regarding the bond requirement.
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KI-generiertThe appeal was rejected by simplified procedure (Vereinfachtes Verfahren), which is governed by this article when entry is refused based on grounds such as insufficient substantiation.
The appeal was rejected for failing to meet the statutory requirement for substantiation (Begründungspflicht) cited in this article.
The decision indicates that the appealed ruling is an interlocutory decision (Zwischenentscheid) subject to appeal under this article.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_464/2017
Urteil vom 7. Dezember 2017
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
1. A.________,
2. B.________,
handelnd durch A.________,
3. C.________,
handelnd durch A.________,
Beschwerdeführerinnen,
gegen
D.________,
Beschwerdegegner,
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,
Molkenstrasse 15/17, 8004 Zürich.
Gegenstand
Strafverfahren; Prozesskaution,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident, vom 12. Oktober 2017 (UE170279-O/Z1).
Erwägungen:
A.________, B.________ und C.________ waren als Privatklägerinnen an einem Strafverfahren gegen D.________ beteiligt, welches die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich am 12. September 2017 nicht an die Hand nahm.
A.________, B.________ und C.________ fochten diese Nichtanhandnahmeverfügung beim Obergericht des Kantons Zürich an, welches ihnen mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 eine Prozesskaution von Fr. 1'500.-- auferlegte, unter der Androhung, bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht einzutreten.
Mit Eingabe vom 29. Oktober 2017 beantragen A.________, B.________ und C.________ sinngemäss, diesen obergerichtlichen Entscheid aufzuheben und sie von der Leistung einer Prozesskaution zu befreien. Sie hätten nicht genügend finanzielle Mittel für die Leistung der Prozesskaution und seien daher auf unentgeltliche Rechtspflege angewiesen.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer Strafsache; dagegen steht die Beschwerde in Strafsachen offen ( Art. 78 Abs. 1, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 BGG ). Der angefochtene Entscheid schliesst das Strafverfahren nicht ab; es handelt sich um einen Zwischenentscheid im Sinn von Art. 93 Abs. 1 BGG . Zu dessen Anfechtung beim Bundesgericht sind die Beschwerdeführerinnen nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens von vornherein nur befugt, wenn sie auch zur Anfechtung des Endentscheids berechtigt wären. Dies trifft bei der Anfechtung einer Nichtanhandnahme durch die Privatklägerschaft nur unter den Voraussetzungen von Art. 81 Abs. 1 lit. a und b Ziff. 5 BGG zu.
Zur Begründung ihrer Beschwerde verweisen die Beschwerdeführerinnen einzig auf ihre ungenügenden finanziellen Mittel. Damit legen sie unter Verletzung ihrer gesetzlichen Begründungspflicht ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 141 IV 284 E. 2.3 S. 287; 289 E. 1.3 S. 292; 138 III 46 E. 1.2; 133 II E. 249 E. 1.1; 353 E. 1) weder dar, inwiefern sie zur Beschwerde befugt sind, noch inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt, indem es ihnen eine Prozesskaution auferlegte. Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 7. Dezember 2017
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Störi