Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_462/2020 KI-generiert

Claimant's Appeal Against Non-Appealable Anticipatory Dismissal Notification Dismissed for Insufficient Reasoning

Geschäftsnummer 1B_462/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual, referred to as A., who filed an appeal against a decision by the Obergericht des Kantons Bern, which had decided not to proceed with their complaint regarding a notification from the Berner Kantonale Staatsanwaltschaft about the intention to drop a criminal investigation concerning an alleged breach of official secrecy by another individual, B. The Obergericht ruled that the notification of case closure was not subject to appeal, as per relevant Swiss legal articles, and A.'s appeal to continue the criminal investigation, citing inadequacies in its handling, was not deemed sufficient to substantiate any legal error. Consequently, the Swiss Federal Tribunal decided not to enter the appeal due to non-compliance with the reasoning requirements and decided not to impose any legal costs on the appellant.

Legislator-Regeste

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Art. 318 Abs. 1 StPO, Art. 318 Abs. 3 StPO, Art. 54 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG, Art. 93 BGG; Claimant's Appeal Against Non-Appealable Anticipatory Dismissal Notification Dismissed for Insufficient Reasoning: The Obergericht ruled that the notification of case closure was not subject to appeal, as per relevant Swiss legal articles, and A.'s appeal to continue the criminal investigation, citing inadequacies in its handling, was not deemed sufficient to substantiate any legal error. Consequently, the Swiss Federal Tribunal decided not to enter the appeal due to non-compliance with the reasoning requirements and decided not to impose any legal costs on the appellant.

Schlagwörter

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Strafverfahren Eröffnung des Entscheids Einstellung des Verfahrens Begründungspflicht ungerechtfertigte Entlassung Verfahrenspflicht Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 68 Abs. 2 BGG

This provision is implicitly excluded as the decision states no costs will be levied (Order 2), which typically relies on Art. 66 LTF or discretionary waiver, not Art. 68 BGG (which deals with representation costs) unless applied for, but the explicit wording in the judgment for waiving costs is found in the reasoning following the non-admission decision.

Art. 93 BGG

This article would typically be the basis for not entering a judgment on the appeal if it were deemed inadmissible, although it is implicitly linked to E. 2 where inadmissibility due to lack of proper reasoning (Art. 42 Abs. 2 BGG referenced in reasoning) is the actual ground for non-admission in order 1.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_462/2020

Urteil vom 16. Oktober 2020

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Strafverfahren,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 5. August 2020 (BK 20 303).

Erwägungen:

1. Im Strafverfahren gegen B.________ wegen Amtsgeheimnisverletzung stellte die Berner Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben den Parteien - darunter dem Straf- und Zivilkläger A.________ - mit Schreiben vom 8. Juli 2020 gemäss Art. 318 Abs. 1 StPO in Aussicht, das Verfahren einzustellen.

Mit Beschluss vom 5. August 2020 trat das Obergericht des Kantons Bern auf die Beschwerde von A.________ gegen die Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom 8. Juli 2020 nicht ein mit der Begründung, sie sei nach Art. 318 Abs. 3 StPO nicht anfechtbar.

Mit Eingabe vom 5. September 2020 in französischer Sprache beantragt A.________, die Strafuntersuchung weiterzuführen.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher, auf Deutsch verfasster Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen, wobei der bundesgerichtliche Entscheid in der Sprache des angefochtenen Entscheids ergeht (vgl. Art. 54 Abs. 1 BGG ). Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen bloss vor, die Untersuchung werde schlampig geführt und beklagt sich darüber, dass die Richter und Staatsanwälte ihm auf Deutsch schreiben und dazu noch lateinische Zitate verwenden würden. Damit setzt er sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern dieser Bundesrecht verletzen könnte. Das ist auch nicht ersichtlich, vielmehr ist die Auffassung des Obergerichts, die Ankündigung der Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen, unterliege nicht der Beschwerde, offensichtlich zutreffend. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der Begründungspflicht nicht einzutreten. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben,

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Oktober 2020

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi