Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_462/2019 KI-generiert

Defendant vs. Basel-Stadt Appellate Court on Cost Advance Requirement

Geschäftsnummer 1B_462/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a complaint against a decision by the President of the Appellate Court of Basel-Stadt concerning a requirement to pay a cost advance as part of a legal appeal process. The initial decision, dated 16 September 2019, mandated the payment of a 400 Swiss Franc cost advance by 15 October 2019 under threat of dismissal of the appeal if not paid. The complainant sought an extension to pay the balance of a monetary penalty, incorrectly referencing the decision date and seemingly misunderstanding the nature of the advance payment required. No input from other parties was sought during the submission. The Swiss Federal Tribunal's consideration focused on procedural issues related to appeal admissibility and whether federal law was being violated.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 93 BGG; Defendant vs. Basel-Stadt Appellate Court on Cost Advance Requirement: The initial decision, dated 16 September 2019, mandated the payment of a 400 Swiss Franc cost advance by 15 October 2019 under threat of dismissal of the appeal if not paid. The complainant sought an extension to pay the balance of a monetary penalty, incorrectly referencing the decision date and seemingly misunderstanding the nature of the advance payment required. No input from other parties was sought during the submission. The Swiss Federal Tribunal's consideration focused on procedural issues related to appeal admissibility and whether federal law was being violated.

Schlagwörter

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Strafverfahren Kostenvorschuss Zahlungsbefehl Zulässige Gründe Versuch im Strafrecht nachträglicher Rechtsvorschlag Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to decide on the waiver of court costs.

Art. 93 BGG

Although mentioned in the reasoning section regarding appeal admissibility against interlocutory decisions (implicitly referred to by the decision not to enter upon the appeal in simplified procedure), it is not explicitly cited in the final dispositive orders 1, 2, or 3.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_462/2019

Urteil vom 9. Oktober 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Appellationsgericht Basel-Stadt, Präsident.

Gegenstand

Strafverfahren; Kostenvorschuss,

Beschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichts Basel-Stadt, Präsident, vom 16. September 2019 (VD.2019.182).

Erwägungen:

1. Im Rekursverfahren gegen einen Präsidialbeschluss vom 26. Juli 2019 betreffend Bewilligung für den Strafvollzug in der Form der elektronischen Überwachung auferlegte der Präsident des Appellationsgerichts Basel-Stadt A.________ am 16. September 2019 u.a. die Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 400.- bis zum 15. Oktober 2019 unter der Androhung, dass bei Säumnis der Rekurs dahinfallen würde.

Mit "Einsprache" gegen den Entscheid vom 15. September 2019 (recte: 16. September 2019) wünscht A.________, soweit verständlich,eine Fristerstreckung bis zum 30. September 2019 (recte wohl 30. Oktober 2019) zur Bezahlung des Restes der Geldstrafe.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).

Diesen Anforderungen genügt die Beschwerde offensichtlich nicht. Der angefochtene Entscheid befasst sich nicht mit der Bezahlung eines Geldstrafenrestes, weshalb die Beschwerde insofern an der Sache vorbeigeht. Sollte sich der Beschwerdeführer in der Wortwahl geirrt haben und sich seine Beschwerde effektiv gegen die Auferlegung des Kostenvorschusses richten, so wäre darauf nicht einzutreten, weil ein Gesuch um Erlass oder Stundung eines Kostenvorschusses beim Appellationsgericht zu stellen wäre. Die Beschwerde ans Bundesgericht ist daher offensichtlich unzulässig, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist. Auf die Auferlegung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht Basel-Stadt, Präsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Oktober 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi