Plaintiff denied legal aid in appeal against prosecutor's decision due to frivolous claim.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual, A.________, who filed a criminal complaint against two parties, B.________ and C.________, for alleged assistance in serious human rights violations. However, the Regional Public Prosecutor's Office Berner Jura-Seeland did not proceed with the criminal investigation. A.________ appealed this decision, prompting the Higher Court of the Canton of Bern to require a security deposit of CHF 600 for the appeal process. A.________ requested legal aid to cover this cost, but the request was denied by the court president, who cited a lack of merit in A.________'s claim that he was being targeted with microwaves, a notion the court deemed unfounded. Consequently, A.________ filed a further appeal to overturn the court's decision demanding the security deposit. No responses were solicited from other parties for this appeal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG; Plaintiff denied legal aid in appeal against prosecutor's decision due to frivolous claim: However, the Regional Public Prosecutor's Office Berner Jura-Seeland did not proceed with the criminal investigation. A.________ appealed this decision, prompting the Higher Court of the Canton of Bern to require a security deposit of CHF 600 for the appeal process. A.________ requested legal aid to cover this cost, but the request was denied by the court president, who cited a lack of merit in A.________'s claim that he was being targeted with microwaves, a notion the court deemed unfounded. Consequently, A.________ filed a further appeal to overturn the court's decision demanding the security deposit. No responses were solicited from other parties for this appeal.
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KI-generiertThe appeal was dismissed using the simplified procedure, which implies the application of this article for non-admission based on insufficient grounds.
This article concerns the waiver of costs when no costs are levied, which is explicitly ordered in the dispositive.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_46/2020
Urteil vom 10. Februar 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, Präsidentin,
Hochschulstrasse 17, 3012 Bern.
Gegenstand
Strafverfahren; Sicherheitsleistung,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, Präsidentin, vom 9. Dezember 2019 (BK 19 496 MOR).
Erwägungen:
1. Am 30. Oktober 2019 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland das von A.________ als Straf- und Zivilkläger u.a. gegen B.________ und C.________ wegen Gehilfenschaft zu schwerer Menschenrechtsverletzung angestrengte Strafverfahren nicht an die Hand.
A.________ erhob dagegen Beschwerde, worauf er vom Obergericht des Kantons Bern zur Bezahlung einer Prozesskaution von Fr. 600.-- aufgefordert wurde. Nachdem A.________ ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege eingereicht hatte, wies es die Präsidentin der obergerichtlichen Beschwerdekammer am 9. Dezember 2019 ab und setzte ihm eine Frist von 30 Tagen, um eine Sicherheit von Fr. 600.-- zu leisten, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Mit Beschwerde vom 24. Januar 2020 beantragt A.________ sinngemäss, diese Verfügung des Obergerichts aufzuheben.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).
Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid erwogen, als Straf- und Privatkläger könne dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege nur gewährt werden, wenn die Ergreifung des Rechtsmittels eine gewisse Aussicht auf Erfolg habe. Vorliegend sei gerichtsnotorisch, dass der vom Beschwerdeführer erhobene Vorwurf, er werde mit Mikrowellen beschossen, keine reale Grundlage habe. Eine Partei, die das Verfahren selber finanzieren müsste, würde daher bei vernünftiger Überlegung keine Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft erheben, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen sei.
Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Erwägungen nicht sachgerecht auseinander, sondern behauptet im Wesentlichen bloss, der Einsatz von Mikrowellen als Waffe gegen ihn ("Strahlenfolter") sei Realität. Diese Ausführungen sind nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Auf die Beschwerde ist daher wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden, womit das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinfällig wird.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, Präsidentin, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Februar 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi