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1B_445/2011 KI-generiert

Prosecutor's Transfer of Defamation Case with Erroneous Appeal Instruction

Geschäftsnummer 1B_445/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute concerning the transfer of a criminal investigation against an individual accused of defamation and noncompliance with official orders. The transfer was initiated by the Chief Public Prosecutor of a canton, which prompted the individual to contest the decision in court. The individual submitted an appeal to the Federal Court following the specified instructions provided in the transfer ruling. However, it was determined that the Federal Court lacked jurisdiction to handle inter-cantonal jurisdictional conflicts, leading to the referral of the case to an appropriate court for further consideration. Additionally, it was noted that no costs would be imposed due to a misleading legal instruction in the transfer ruling.

Legislator-Regeste

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Art. 34 Abs. 2 StPO, Art. 34 Abs. 1 StPO, Art. 41 Abs. 2 i.V.m, Art. 40 Abs. 2 StPO, Art. 37 Abs. 1 StBOG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Prosecutor's Transfer of Defamation Case with Erroneous Appeal Instruction: The transfer was initiated by the Chief Public Prosecutor of a canton, which prompted the individual to contest the decision in court. The individual submitted an appeal to the Federal Court following the specified instructions provided in the transfer ruling. However, it was determined that the Federal Court lacked jurisdiction to handle inter-cantonal jurisdictional conflicts, leading to the referral of the case to an appropriate court for further consideration. Additionally, it was noted that no costs would be imposed due to a misleading legal instruction in the transfer ruling.

Schlagwörter

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Abtretung des Strafverfahrens Ehrverletzungsverfahren Strafprozessordnung Verneinung der Zuständigkeit Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Urkundsbeamter Parteianhörung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided not to impose costs due to the incorrect legal advice provided in the appealed decision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_445/2011

Urteil vom 6. September 2011

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Y.________, Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,

Zweigstelle Flughafen, Prime Center 1, 7. Stock, Postfach, 8058 Zürich.

Gegenstand

Abtretung des Strafverfahrens,

Beschwerde gegen die Abtretungsverfügung vom

16. August 2011 der Staatsanwaltschaft

des Kantons Luzern, Abteilung 3 Sursee.

In Erwägung,

dass der Leitende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 3 Sursee, am 16. August 2011 eine "Abtretungsverfügung" erliess und das Strafverfahren gegen X.________ wegen übler Nachrede und Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen "in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 StPO " (wohl Art. 34 Abs. 1 StPO ) an die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland abgetreten hat;

dass die Abtretungsverfügung die Rechtsmittelbelehrung enthielt, wonach die Parteien "gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde erheben" können; eine allfällige Beschwerde sei "schriftlich und begründet innert 10 Tagen seit der Zustellung dieses Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (Art. 41 Abs. 2 i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StPO )";

dass der Beschwerdeführer die Abtretungsverfügung entsprechend dieser Rechtsmittelbelehrung mit Eingabe vom 25. August 2011 (Postaufgabe 29. August 2011) beim Bundesgericht angefochten und die Aufhebung der Verfügung beantragt hat;

dass die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und nicht das Bundesgericht zuständig ist, interkantonale Zuständigkeitskonflikte zu entscheiden ( Art. 40 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG );

dass mangels Zuständigkeit auf die vorliegende Beschwerde nicht einzutreten und sie zur weiteren Behandlung an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zu überweisen ist;

dass es sich aufgrund der falschen Rechtsmittelbelehrung rechtfertigt, auf eine Kostenauflage an den unterliegenden Beschwerdeführer zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Eingabe wird zur weiteren Behandlung an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts überwiesen.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Zweigstelle Flughafen, sowie der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 3 Sursee, und der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. September 2011

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber Pfäffli