Prosecutor's Transfer of Defamation Case with Erroneous Appeal Instruction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a legal dispute concerning the transfer of a criminal investigation against an individual accused of defamation and noncompliance with official orders. The transfer was initiated by the Chief Public Prosecutor of a canton, which prompted the individual to contest the decision in court. The individual submitted an appeal to the Federal Court following the specified instructions provided in the transfer ruling. However, it was determined that the Federal Court lacked jurisdiction to handle inter-cantonal jurisdictional conflicts, leading to the referral of the case to an appropriate court for further consideration. Additionally, it was noted that no costs would be imposed due to a misleading legal instruction in the transfer ruling.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 34 Abs. 2 StPO, Art. 34 Abs. 1 StPO, Art. 41 Abs. 2 i.V.m, Art. 40 Abs. 2 StPO, Art. 37 Abs. 1 StBOG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Prosecutor's Transfer of Defamation Case with Erroneous Appeal Instruction: The transfer was initiated by the Chief Public Prosecutor of a canton, which prompted the individual to contest the decision in court. The individual submitted an appeal to the Federal Court following the specified instructions provided in the transfer ruling. However, it was determined that the Federal Court lacked jurisdiction to handle inter-cantonal jurisdictional conflicts, leading to the referral of the case to an appropriate court for further consideration. Additionally, it was noted that no costs would be imposed due to a misleading legal instruction in the transfer ruling.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe Tribunal decided not to impose costs due to the incorrect legal advice provided in the appealed decision.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_445/2011
Urteil vom 6. September 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,
gegen
Y.________, Beschwerdegegner,
Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,
Zweigstelle Flughafen, Prime Center 1, 7. Stock, Postfach, 8058 Zürich.
Gegenstand
Abtretung des Strafverfahrens,
Beschwerde gegen die Abtretungsverfügung vom
16. August 2011 der Staatsanwaltschaft
des Kantons Luzern, Abteilung 3 Sursee.
In Erwägung,
dass der Leitende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 3 Sursee, am 16. August 2011 eine "Abtretungsverfügung" erliess und das Strafverfahren gegen X.________ wegen übler Nachrede und Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen "in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 StPO " (wohl Art. 34 Abs. 1 StPO ) an die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland abgetreten hat;
dass die Abtretungsverfügung die Rechtsmittelbelehrung enthielt, wonach die Parteien "gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde erheben" können; eine allfällige Beschwerde sei "schriftlich und begründet innert 10 Tagen seit der Zustellung dieses Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (Art. 41 Abs. 2 i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StPO )";
dass der Beschwerdeführer die Abtretungsverfügung entsprechend dieser Rechtsmittelbelehrung mit Eingabe vom 25. August 2011 (Postaufgabe 29. August 2011) beim Bundesgericht angefochten und die Aufhebung der Verfügung beantragt hat;
dass die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und nicht das Bundesgericht zuständig ist, interkantonale Zuständigkeitskonflikte zu entscheiden ( Art. 40 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG );
dass mangels Zuständigkeit auf die vorliegende Beschwerde nicht einzutreten und sie zur weiteren Behandlung an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zu überweisen ist;
dass es sich aufgrund der falschen Rechtsmittelbelehrung rechtfertigt, auf eine Kostenauflage an den unterliegenden Beschwerdeführer zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Eingabe wird zur weiteren Behandlung an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts überwiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Zweigstelle Flughafen, sowie der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 3 Sursee, und der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. September 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber Pfäffli