Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_444/2021 KI-generiert

Petitioner Fails to Meet Federal Appeal Justification Requirements

Geschäftsnummer 1B_444/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, the District Court of Zurich convicted an individual, hereinafter referred to as A., of coercion and trespassing, sentencing them to a conditional fine of 90 daily penalty units on February 4, 2021. Both A. and the private plaintiff, referred to as B., appealed the decision, though the public prosecutor declined to join the appeal, instead supporting the confirmation of the original verdict. On July 7, 2021, the Zurich Higher Court dismissed several of A.'s appeal requests, imposing court costs on A. Subsequently, on August 9, 2021, the Higher Court rejected A.'s request for an official defense. A. filed a complaint against these decisions on August 17, 2021, but did not provide adequate legal reasoning to support the complaint, leading to a procedural decision by the Swiss Federal Tribunal.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 BGG; Petitioner Fails to Meet Federal Appeal Justification Requirements: Both A. and the private plaintiff, referred to as B., appealed the decision, though the public prosecutor declined to join the appeal, instead supporting the confirmation of the original verdict. On July 7, 2021, the Zurich Higher Court dismissed several of A.'s appeal requests, imposing court costs on A. Subsequently, on August 9, 2021, the Higher Court rejected A.'s request for an official defense. A. filed a complaint against these decisions on August 17, 2021, but did not provide adequate legal reasoning to support the complaint, leading to a procedural decision by the Swiss Federal Tribunal.

Schlagwörter

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Strafverfahren Beweisverfahren, amtliche Verteidigung Einrede der Verfassungswidrigkeit gesetzliche Voraussetzung Beschwerdelegitimation Verletzung der Begründungspflicht strafrechtliche Nötigung Rückzug des Gesuchs

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

This provision is implicitly applied as the decision of the presiding judge to not enter an appeal (implied by the reasoning regarding insufficient statement of reasons) is in line with the simplified procedure for inadmissibility, although the article number itself is not explicitly listed in the final dispositive orders 1, 2, and 3. Based strictly on the provided rules, only articles explicitly cited in the dispositive are included. Since no article is explicitly cited in orders 1, 2, or 3, and order 2 states 'Es werden keine Kosten erhoben', we check for related cost articles.

Art. 66 BGG

This provision (or a related cost rule) is implicitly referenced by the decision not to levy any costs as stated in point 2 of the dispositive ('Es werden keine Kosten erhoben'). However, since Art. 66 BGG itself is not explicitly cited in the final dispositive orders 1, 2, or 3, and following the strict instruction to only include provisions *actually cited* in the dispositive, no provision can be included other than those explicitly named.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_444/2021

Urteil vom 21. September 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Büro A-3, Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8036 Zürich.

Gegenstand

Strafverfahren; Beweisverfahren, amtliche Verteidigung,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung vom 9. August 2021 (SB210258-O/Z2/tm) des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer.

Erwägungen:

1. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte A.________ am 4. Februar 2021 wegen Nötigung und Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen. Gegen dieses Urteil erhoben sowohl A.________ als auch der Privatkläger B.________ Berufung. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.

Mit Beschluss vom 7. Juli 2021 trat das Obergericht des Kantons Zürich auf die Berufungsanträge Ziff. 8 - 15 von A.________ nicht ein und auferlegte ihr die Gerichtskosten.

Mit Präsidialverfügung vom 9. Augst 2021 wies das Obergericht das Gesuch von A.________ um amtliche Verteidigung ab.

Mit Eingabe vom 17. August 2021 erhebt A.________ Beschwerde gegen diesen Beschluss und die Präsidialverfügung.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten sind zwei kantonal letztinstanzliche Entscheide in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache der Beschwerdeführerin, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass die angefochtenen Entscheide Bundesrecht verletzen ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).

In Bezug auf den Beschluss stellt die Beschwerdeführerin eine Vielzahl von Anträgen, wobei im Wesentlichen alle darauf abzielen, das "Fehlurteil" des Bezirksgerichts vom 4. Februar 2021 aufzuheben. Sie legt denn auch bloss dar, dass und weshalb sie zu Unrecht verurteilt worden sei. Das geht an der Sache vorbei, weil sich das Obergericht im angefochtenen Beschluss noch gar nicht inhaltlich mit der Berufung befasste, sondern bloss verschiedene Berufungsanträge als unzulässig beurteilte und darauf nicht eintrat. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin nicht sachgerecht auseinander, weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist.

In Bezug auf die Präsidialverfügung macht die Beschwerdeführerin keinerlei sachbezogene Ausführungen, dass und weshalb sie Bundesrecht verletzen sollte. Auf die Beschwerde ist somit auch diesbezüglich wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten.

Auf die Erhebung von Gerichtskosten ist ausnahmsweise zu verzichten, womit das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege hinfällig wird.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Büro A-3, und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. September 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi