Federal Supreme Court Declines Review of Cantonal Order for Cost Advance in Defamation Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complainant who initiated a legal proceeding against multiple individuals for defamation, but the Zurich-Sihl Prosecutor’s Office did not proceed with the investigation. The complainant appealed this decision to the Higher Court of the Canton of Zurich, which granted a non-extendable 7-day period to amend the appeal and required a security deposit of CHF 5,000, threatening dismissal if these conditions were not met. The complainant requested to pay the deposit in installments but did not submit this request to the appropriate court, leading to the Swiss Federal Tribunal declaring the appeal inadmissible as there was no final cantonal decision to contest. No procedural costs were imposed in this proceeding.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 1 BGG, Art. 93 BGG; Federal Supreme Court Declines Review of Cantonal Order for Cost Advance in Defamation Appeal: The complainant appealed this decision to the Higher Court of the Canton of Zurich, which granted a non-extendable 7-day period to amend the appeal and required a security deposit of CHF 5,000, threatening dismissal if these conditions were not met. The complainant requested to pay the deposit in installments but did not submit this request to the appropriate court, leading to the Swiss Federal Tribunal declaring the appeal inadmissible as there was no final cantonal decision to contest. No procedural costs were imposed in this proceeding.
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KI-generiertThe Tribunal refrained from imposing court costs in this instance, as noted in the reasoning and confirmed by the dispositive.
The appeal was declared inadmissible (non-entrée en matière) because the decision being challenged was not a final decision appealable to the Swiss Federal Tribunal, as implied by the decision not to enter upon the appeal (No entry upon the appeal).
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_44/2022
Urteil vom 8. Februar 2022
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Postfach, 8036 Zürich.
Gegenstand
Strafverfahren; Prozesskaution,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident, vom 21. Dezember 2021 (UE210398-O/Z01).
Erwägungen:
1. Am 24. November 2021 nahm die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl das von A.________ gegen B.________ und 11 weitere Personen wegen übler Nachrede angestrengte Strafverfahren nicht an die Hand.
A.________ focht diese Verfügung beim Obergericht des Kantons Zürich an. Am 21. Dezember 2021 setzte dieses A.________ eine nicht erstreckbare Frist von 7 Tagen zur Verbesserung der Beschwerde an, unter der Androhung, auf die Beschwerde nicht einzutreten, wenn sie auch nach Fristablauf den Begründungsanforderungen nicht genüge (Dispositiv-Ziffer 1). Zudem forderte es sie auf, binnen 30 Tagen einen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- zu leisten, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten (Dispositiv-Ziffer 2).
Mit Eingabe vom 29. Januar 2022 beantragt A.________ unter Bezugnahme auf Dispositiv-Ziffer 2 sinngemäss, es sei ihr für die Leistung des Kostenvorschusses eine Ratenzahlung zu bewilligen.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Zuständig für die Behandlung eines Gesuchs, den Kostenvorschuss in drei Raten zu bezahlen, ist das Obergericht, das die Beschwerdeführerin im angefochtenen Entscheid zu dessen Leistung verpflichtet hat. Die Beschwerdeführerin hat beim Obergericht kein solches Gesuch gestellt und dieses hat dementsprechend darüber nicht entschieden, weshalb insofern kein zulässiges Anfechtungsobjekt vorliegt. Das Gleiche gilt für ihr "Anliegen betreffend die Verfügung vom 24. November 2021". Diese Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft ist nicht kantonal letztinstanzlich und kann damit beim Bundesgericht nicht angefochten und zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens gemacht werden. Die Beschwerde ans Bundesgericht ist daher offensichtlich unzulässig, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist. Auf die Auferlegung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. Februar 2022
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Jametti
Der Gerichtsschreiber: Störi