Swiss Federal Supreme Court appeal deadline for denial of official defense counsel in criminal proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appellant's appeal as inadmissible due to a missed filing deadline, thus upholding the lower court's decision to deny the appointment of an official defense counsel. The appellant had challenged a cantonal ruling that rejected his request for a state-appointed defense attorney in a criminal proceeding for driving without a license. Because the appealed decision was served on October 17, 2013, the 30-day appeal period under Articles 44, 45, and 100 of the Federal Supreme Court Act (BGG) expired on November 18, 2013; the appellant's appeal, filed November 21, 2013, was untimely. Consequently, the court refused to consider the appeal, denied the request for free legal aid as the appeal was clearly without merit, but waived court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 BGG, Art. 48 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG; Swiss Federal Supreme Court appeal deadline for denial of official defense counsel in criminal proceedings: The appellant had challenged a cantonal ruling that rejected his request for a state-appointed defense attorney in a criminal proceeding for driving without a license. Because the appealed decision was served on October 17, 2013, the 30-day appeal period under Articles 44, 45, and 100 of the Federal Supreme Court Act (BGG) expired on November 18, 2013; the appellant's appeal, filed November 21, 2013, was untimely. Consequently, the court refused to consider the appeal, denied the request for free legal aid as the appeal was clearly without merit, but waived court costs.
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KI-generiertUsed to dismiss the request for free legal aid and official representation because the appeal was clearly without merit.
Used to waive court costs for the federal proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_416/2013
Urteil vom 2. Dezember 2013
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Bischofszell .
Gegenstand
Strafverfahren; amtliche Verteidigung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 27. September 2013.
Erwägungen:
1. Beim Bezirksgericht Weinfelden ist ein Strafverfahren gegen X.________ wegen mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges ohne Führerausweis hängig.
Im Verlaufe des Verfahrens beantragte der Beschuldigte, es sei ihm ein amtlicher Verteidiger beizuordnen. Mit Verfügung vom 8./14. August 2013 wies die vorsitzende Richterin des Bezirksgerichtes Weinfelden das Begehren ab.
In der Folge gelangte X.________ mit einer Beschwerde ans Obergericht des Kantons Thurgau. Dieses hat die Beschwerde mit Entscheid vom 27. September 2013 abgewiesen.
2. Gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil führt X.________ mit Eingabe vom 20. November (Postaufgabe: 21. November) 2013 Beschwerde ans Bundesgericht.
Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.
3. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob bzw. inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (s. etwa BGE 138 I 435 S. 439 E. 1 mit Hinweisen).
Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ).
Das angefochtene verwaltungsgerichtliche Urteil ist dem Beschwerdeführer laut Aktenlage am Donnerstag, 17. Oktober 2013 zugestellt worden. Also begann die Frist zur Anfechtung des Urteils am Freitag, 18. Oktober 2013 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ), und am Montag, 18. November 2013 endete sie ( Art. 45 BGG ).
Die vom 20. November 2013 datierte und erst am 21. November 2013 (Donnerstag) der Post übergebene Beschwerde ist daher klarerweise verspätet eingereicht worden (vgl. Art. 48 BGG ), so dass auf sie nicht einzutreten ist.
Über die nach dem Gesagten offensichtlich unzulässige Beschwerde kann im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden.
4. Die Beschwerde ist wie ausgeführt offensichtlich aussichtslos, so dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. amtlichen Verbeiständung abzuweisen ist ( Art. 64 BGG ). Bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt es sich indes, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach wird erkannt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. amtlichen Verbeiständung wird abgewiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Bischofszell und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. Dezember 2013
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Bopp