Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_406/2019 KI-generiert

Zurich Court Procedural Deposit Dismissal Appeal

Geschäftsnummer 1B_406/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Two individuals, identified as A. and B., appealed to the Swiss Federal Tribunal after the Zurich Obergericht required them to pay a CHF 2,000 security deposit in connection with their appeal against the prosecutor's decision not to proceed with a case. They requested that the Federal Tribunal overturn this requirement and instruct the Obergericht to proceed with their appeal without the deposit. However, they had not applied to the Obergericht for the right to waivers of fees based on their inability to pay, nor had the Obergericht made any decision on such a request. As a result, the Federal Tribunal deemed their appeal inadmissible since they lacked a legitimate appellate object, and the initial prosecutorial decision could not be directly contested in the Tribunal due to procedural requirements.

Legislator-Regeste

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Art. 136 i.V.m, Art. 383 StPO, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 136 i.V.m. Art. 383 StPO; Zurich Court Procedural Deposit Dismissal Appeal: and B., appealed to the Swiss Federal Tribunal after the Zurich Obergericht required them to pay a CHF 2,000 security deposit in connection with their appeal against the prosecutor's decision not to proceed with a case. They requested that the Federal Tribunal overturn this requirement and instruct the Obergericht to proceed with their appeal without the deposit. However, they had not applied to the Obergericht for the right to waivers of fees based on their inability to pay, nor had the Obergericht made any decision on such a request. As a result, the Federal Tribunal deemed their appeal inadmissible since they lacked a legitimate appellate object, and the initial prosecutorial decision could not be directly contested in the Tribunal due to procedural requirements.

Schlagwörter

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Strafverfahren Prozesskaution prozessleitende Verfügungen Kostenvorschuss Recht zur Hinterlegung Sistierung des Verfahrens unentgeltliche Rechtspflege unbezahlte Mietkaution

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal waived the imposition of court costs as an exception.

Art. 136 i.V.m. Art. 383 StPO

The complaint regarding the waiver of the security deposit was deemed inadmissible as the petitioners had not filed a corresponding request with the cantonal court applying this law.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_406/2019

Urteil vom 21. August 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

1. A.________,

2. B.________,

Beschwerdeführer,

gegen

1. C.________,

2. D.________,

Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,

Bahnhofplatz 10, Postfach, 8953 Dietikon.

Gegenstand

Strafverfahren; Prozesskaution,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts

des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 4. Juli 2019

(UE190191-O/Z1).

Erwägungen:

1. Das Obergericht des Kantons Zürich hat A.________ und B.________ am 4. Juli 2019 im Beschwerdeverfahren gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 6. Juni 2019 eine Frist von 30 Tagen angesetzt zur Bezahlung einer Prozesskaution von Fr. 2'000.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten.

Mit Beschwerde vom 13. August 2019 beantragen A.________ und B.________ u.a. sinngemäss, diese Verfügung aufzuheben und das Obergericht anzuweisen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihre Beschwerde zu behandeln.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Ein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessführung und damit zum Verzicht auf eine Prozesskaution ist beim Obergericht zu stellen, welches die Hauptsache zu entscheiden hat (vgl. Art. 136 i.V.m. Art. 383 StPO ). Die Beschwerdeführer haben beim Obergericht kein solches Gesuch gestellt und dieses hat dementsprechend darüber nicht entschieden, weshalb insofern kein zulässiges Anfechtungsobjekt vorliegt. Das Gleiche gilt, soweit sich die Beschwerde direkt gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft richtet, welche mangels Letztinstanzlichkeit beim Bundesgericht nicht angefochten werden kann. Die Beschwerde ans Bundesgericht ist daher offensichtlich unzulässig, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist. Auf die Auferlegung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. August 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Störi