Federal Supreme Court Dismisses Appeal for Failure to Address Interlocutory Decision on Security for Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA legal dispute involved two individuals challenging a decision from the Higher Court of the Canton of Aargau in a criminal procedure initiated by the Zofingen-Kulm public prosecutor's office. The complainants filed an appeal against a decision that required them to provide a security deposit of 1,000 Swiss Francs within ten days; failing this, their appeal against a decision not to proceed with a criminal prosecution would not be considered. The complainants had unsuccessfully requested free legal aid and argued that their criminal allegations should have prompted further action, which was not the focus of the contested decision. The Federal Tribunal noted that the complainants failed to address the key issues of the case and dismissed the appeal without imposing any costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 93 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 78 ff. BGG, Art. 93 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal for Failure to Address Interlocutory Decision on Security for Costs: The complainants filed an appeal against a decision that required them to provide a security deposit of 1,000 Swiss Francs within ten days; failing this, their appeal against a decision not to proceed with a criminal prosecution would not be considered. The complainants had unsuccessfully requested free legal aid and argued that their criminal allegations should have prompted further action, which was not the focus of the contested decision. The Federal Tribunal noted that the complainants failed to address the key issues of the case and dismissed the appeal without imposing any costs.
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KI-generiertImpliedly applied as the basis for non-admissibility is the failure to meet the requirements for stating the grounds of appeal.
No costs (Kosten) are levied as per order 2.
Cited as the controlling procedure for appeals against final decisions in criminal matters; relevant background for the type of appeal filed.
The decision to not enter upon the appeal (non-entrée en matière) is based on the assessment that the challenged decision was an interlocutory decision according to Art. 93 para. 1 BGG, although the appeal was ultimately dismissed based on lack of grounds (Art. 42 BGG referenced in reasoning, but the dismissal hinges on the inadmissibility criteria being unmet in context of a final ruling).
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_402/2022
Urteil vom 1.September 2022
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
1. A.A.________,
2. B.A.________,
vertreten durch Frau A.A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm, Untere Grabenstrasse 32, Postfach 1475, 4800 Zofingen.
Gegenstand
Strafverfahren; Sicherheitsleistung,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 27. Juni 2022 (SBK.2022.160 / va).
Erwägungen:
1. Mit Eingabe vom 26. Juli 2022 an die Bundesgerichtspräsidentin reichte A.A.________ für sich und B.A.________ die Verfügung des Obergerichts des Kantons Aargau vom 27. Juni 2022 ein, mit welcher dieses ihnen im Beschwerdeverfahren gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eine Frist von 10 Tagen angesetzt hatte, um eine Prozesskostensicherheit von Fr. 1'000.-- zu bezahlen, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Zuständig für die Behandlung dieser Beschwerde ist nicht die Bundesgerichtspräsidentin, sondern die I. öffentlich-rechtliche Abteilung.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Er schliesst das Verfahren nicht ab, es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid im Sinn von Art. 93 Abs. 1 BGG . Er ist nach der Praxis des Bundesgerichts anfechtbar, da die Beschwerdeführer das Obergericht zuvor erfolglos um unentgeltliche Rechtspflege ersucht hatten. Es ist allerdings Sache der Beschwerdeführer, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen).
Die Beschwerdeführer stellen keinen Antrag und setzen sich mit der angefochtenen Verfügung nicht auseinander. Sie legen vielmehr bloss dar, dass und inwiefern die von ihnen gegen die Beschuldigte erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe zuträfen und die Staatsanwaltschaft das Verfahren hätte an die Hand nehmen sollen. Dies war indessen nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids, die Beschwerde geht gänzlich an der Sache vorbei. Darauf ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten verzichtet werden kann.
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. September 2022
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Jametti
Der Gerichtsschreiber: Störi