Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Provisional Measures Due to Untimeliness
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual challenging decisions made by a regional appellate court concerning a criminal matter. The appellate court had previously communicated that a formal revision of a complaint decision was not possible and outlined the procedures regarding any further requests for revision. The individual later filed "coordinated complaints" against two decisions made by the court, one of which was determined to be untimely according to established deadlines. Additionally, the decision being contested was classified as a provisional measure, which limited the ability to appeal. Ultimately, the court decided not to entertain the appeal due to procedural deficiencies.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 46 Abs. 2 BGG, Art. 46 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Provisional Measures Due to Untimeliness: The appellate court had previously communicated that a formal revision of a complaint decision was not possible and outlined the procedures regarding any further requests for revision. The individual later filed "coordinated complaints" against two decisions made by the court, one of which was determined to be untimely according to established deadlines. Additionally, the decision being contested was classified as a provisional measure, which limited the ability to appeal. Ultimately, the court decided not to entertain the appeal due to procedural deficiencies.
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KI-generiertCited in the reasoning to establish that the deadline for appeal against the first decision had expired.
The appeal was dismissed by simplified procedure (implied by point 1 of the dispositive and confirmed by the reasoning section 3, although the article itself is not explicitly in the final orders, the principle of non-admission in simplified procedure is applied).
Cited in the reasoning regarding the requirement for the appellant to demonstrate the admissibility of the appeal against the interlocutory decision.
Cited in the reasoning to establish when the deadline for appeal against the first decision began to run.
Cited in the reasoning to classify the first contested decision as concerning 'other precautionary measures' for which the suspension of deadlines does not apply.
Cited in the reasoning to establish that the suspension of deadlines did not apply to the first contested decision.
The dispositive waives the collection of court costs based on this provision.
The decision notes that the contested ruling of August 7, 2018, is an interlocutory decision only appealable under the conditions of Art. 93 (1) BGG, though the appeal was nevertheless rejected on other grounds.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_392/2018
Urteil vom 30. August 2018
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Appellationsgericht Basel-Stadt, Präsidentin, Bäumleingasse 1, 4051 Basel.
Gegenstand
Strafverfahren; Beschlagnahme; Revision und Sistierung,
Beschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichts Basel-Stadt, Präsidentin,
vom 7. August 2018 (BES.2018.77).
Erwägungen:
1. Mit Verfügung vom 7. August 2018 teilte das Appellationsgericht Basel-Stadt A.________ mit, die Revision eines Beschwerdeentscheides sei formell nicht möglich, wie ihm bereits im Urteil vom 6. Juli 2018 betreffend das Revisionsgesuch gegen den Haftentscheid des Appellationsgerichts vom 29. März 2018 mitgeteilt worden sei. Sollte A.________ auf der Eröffnung eines Revisionsverfahrens beharren, werde es ein solches Verfahren eröffnen. A.________ wurde zudem dahingehend informiert, dass ein Revisionsgesuch die Frist für die Einreichung einer Beschwerde ans Bundesgericht nicht hemme und das Appellationsgericht nicht zuständig sei, ein bundesgerichtliches Verfahren zu sistieren.
Mit Eingabe vom 16. August 2018 erhebt A.________ "koordinierte Beschwerden" gegen die Entscheide des Appellationsgerichts vom 18. Juni 2018 und vom 7. August 2018.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Der Entscheid vom 18. Juni 2018 wurde dem Beschwerdeführer nach eigenen Angaben am 29. Juni 2018 zugestellt. Er erging in einem Beschwerdeverfahren gegen Beschlagnahmen, eine Editionsverfügung und eine Kontosperre. Es handelt sich damit um einen Entscheid über "andere vorsorgliche Massnahmen" im Sinne von Art. 46 Abs. 2 BGG , mithin um einen Entscheid, für dessen Anfechtung ans Bundesgericht der Fristenstillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 BGG nicht gilt ( BGE 143 IV 357 E. 1). Soweit sich die Beschwerde gegen den Entscheid vom 18. Juni 2018 richtet, der dem Beschwerdeführer am 29. Juni 2018 zugestellt wurde und gegen den er mit Eingabe vom 16. August 2018, die am 21. August 2018 der Post übergeben wurde, Beschwerde erhob, ist darauf wegen Verspätung nicht einzutreten. Die Beschwerdefrist von 30 Tagen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ), die am 30. Juni 2018 zu laufen begann ( Art. 44 Abs. 1 BGG ), war im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung bereits abgelaufen.
Die Verfügung vom 7. August 2018 schliesst das vom Beschwerdeführer angestrengte Verfahren nicht ab, es handelt sich um einen Zwischenentscheid, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG anfechtbar ist. Es ist Sache des Beschwerdeführers darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1). Letzteres ist nicht der Fall, und der Beschwerdeführer begründet nicht, weshalb die Beschwerde zulässig sein soll. Darauf ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten. Das schadet ihm allerdings nicht, da es sich beim Entscheid vom 7. August 2018 ohnehin nicht um ein taugliches Anfechtungsobjekt handelt.
3. Auf die Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Ausnahmsweise kann auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Appellationsgericht Basel-Stadt, Präsidentin, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. August 2018
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Störi