Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_39/2023 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Land Register Blockade Due to Untimeliness

Geschäftsnummer 1B_39/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A Swiss judicial case involved a dispute over a property registration freeze imposed by the Gossau Investigation Office as part of a criminal investigation against two individuals. The freeze was implemented on a property in Walde on May 3, 2022, which one of the individuals, A.________, learned about during a police interrogation on August 19, 2022. A.________ subsequently filed a complaint against this action on August 29, 2022, but the Appellate Chamber of the Canton of St. Gallen dismissed the complaint on November 30, 2022. Thereafter, A.________ filed an appeal with the Federal Supreme Court on January 20, 2023, beyond the permissible timeframe, as the deadline expired on January 4, 2023, leading to further legal considerations about the nature of the imposed measures and applicable procedural deadlines.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 46 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Land Register Blockade Due to Untimeliness: The freeze was implemented on a property in Walde on May 3, 2022, which one of the individuals, A.________, learned about during a police interrogation on August 19, 2022. A.________ subsequently filed a complaint against this action on August 29, 2022, but the Appellate Chamber of the Canton of St. Gallen dismissed the complaint on November 30, 2022. Thereafter, A.________ filed an appeal with the Federal Supreme Court on January 20, 2023, beyond the permissible timeframe, as the deadline expired on January 4, 2023, leading to further legal considerations about the nature of the imposed measures and applicable procedural deadlines.

Schlagwörter

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Strafverfahren Grundbuchsperre, vorsorgliche Massnahmen Grundbuch Vorläufige Maßnahmen Eröffnung des Entscheids öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung Einrede der Verfassungswidrigkeit Legitimation gegen Baubewilligung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not admitted in the simplified procedure because it was filed too late.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to bear the court costs due to the outcome of the procedure.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_39/2023

Urteil vom 26. Januar 2023

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Müller, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

p.A. Denise Wüst,

Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt Gossau,

Sonnenstrasse 4a, 9201 Gossau SG.

Gegenstand

Strafverfahren; Grundbuchsperre, vorsorgliche Massnahmen,

Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 30. November 2022 (AK.2022.358-AK, AK.2022.359-AP).

Erwägungen:

1. Die Staatsanwaltschaft, Untersuchungsamt Gossau, führt ein Strafverfahren gegen B.________ und A.________. Am 3. Mai 2022 verhängte das Untersuchungsamt Gossau unter anderem eine Grundbuchsperre über das Grundstück Nr. 597 in Walde. Diese wurde A.________ anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 19. August 2022 eröffnet. Am 29. August 2022 erhob A.________ Beschwerde gegen die Grundbuchsperre. Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen wies mit Entscheid vom 30. November 2022 die Beschwerde ab.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 20. Januar 2023 Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.

3.1. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (vgl. BGE 141 II 113 E. 1 mit Hinweisen).

3.2. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ).

3.3. Nach den Angaben der Beschwerdeführerin ist ihr bzw. ihrer Anwältin der angefochtene Entscheid am 5. Dezember 2022 zugestellt und damit eröffnet worden. Die Beschwerdefrist begann somit am 6. Dezember 2022 zu laufen und endete am 4. Januar 2023. Die am 20. Januar 2023 der Post übergebene Beschwerde ist daher nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefrist aufgegeben worden.

3.4. Die Beschwerdeführerin ist zwar der Auffassung, es gelte der Fristenstillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG , wonach gesetzlich oder richterlich nach Tagen bestimmte Fristen vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar still stehen. Diese Vorschrift gilt indessen gemäss Art. 46 Abs. 2 BGG in Verfahren betreffend aufschiebende Wirkung und andere vorsorgliche Massnahmen nicht. Beschlagnahmen bzw. Grundbuchsperren sind vorsorgliche Massnahmen im Sinn dieser Bestimmung ( BGE 135 I 257 E. 1.5, 138 IV 186 E. 1.2), weshalb der Fristenstillstand nicht zur Anwendung kommt. Demzufolge ist die am 20. Januar 2023 der Post übergebene Beschwerde verspätet eingereicht worden.

4. Auf die Beschwerde ist damit im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Kosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt Gossau, und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Januar 2023

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Müller

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli