Appeal Against Intermediate Ruling on Unsealing Evidence Dismissed
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a legal dispute where an individual, represented by a lawyer, challenged a decision by the Zurich District Compulsory Measures Court, which had approved a request by the Public Prosecutor's Office Limmattal/Albis to reconsider and proceed with an unsealing application regarding four sealed mobile phones. This unsealing was part of an ongoing criminal investigation into suspected drug offenses involving the individual. On June 30, 2020, the court reversed an earlier decision not to consider the unsealing request and decided to continue with the procedure. The individual filed an appeal on July 13, 2020, seeking to declare the court's decision null and requested legal aid and representation, which was not granted, and no submissions were collected from other parties involved.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 80 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 108 al. 1 let. a LTF; Appeal Against Intermediate Ruling on Unsealing Evidence Dismissed: This unsealing was part of an ongoing criminal investigation into suspected drug offenses involving the individual. On June 30, 2020, the court reversed an earlier decision not to consider the unsealing request and decided to continue with the procedure. The individual filed an appeal on July 13, 2020, seeking to declare the court's decision null and requested legal aid and representation, which was not granted, and no submissions were collected from other parties involved.
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KI-generiertThis procedural article is the basis for the simplified procedure used to declare the appeal inadmissible, as implied by the instruction to treat it under the simplified procedure (though explicitly cited in the reasoning for non-admission, its context supports its presence in the dispositive structure, even if not explicitly numbered in the final orders as the main ground).
The request for legal aid and assistance was dismissed based on this provision because the appeal was deemed hopeless.
This provision is relevant for the decision not to levy costs (implied by the order 'Es werden keine Kosten erhoben' and the preceding context regarding costs, though often associated with Art. 66 al. 1 LTF for costs imposed on the losing party, here it establishes when costs are waived).
The appeal was rejected because the decision challenged was an interlocutory decision for which non-admissibility applies unless a non-repairable legal disadvantage is demonstrated (although the main ground for non-admission was ultimately the lack of such disadvantage, Art. 93 BGG was the controlling procedural provision discussed for admissibility).
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_363/2020
Urteil vom 16. Juli 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis.
Gegenstand
Strafverfahren; Entsiegelung,
Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Zwangsmassnahmengericht, vom 30. Juni 2020 (GT200037-L / Z_1).
Erwägungen:
1. Am 30. Juni 2020 hat das Zwangsmassnahmengericht des Bezirks Zürich das Wiedererwägungsgesuch der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis gutgeheissen und seinen Entscheid vom 27. Mai 2020, mit dem es auf ein Entsiegelungsgesuch der Staatsanwaltschaft vom 19. Mai 2020 nicht eingetreten war, aufgehoben. Es ist dementsprechend auf das Entsiegelungsgesuch eingetreten und hat das Verfahren fortgeführt.
Mit Beschwerde vom 13. Juli 2020 beantragt A.________ u.a., die Nichtigkeit des Entscheids vom 30. Juni 2020 festzustellen. Ausserdem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Zwangsmassnahmengericht wiedererwägungsweise auf ein Entsiegelungsgesuch eingetreten ist; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig ( Art. 78 Abs. 1, Art. 80 BGG ). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur ( BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Die zweite Voraussetzung fällt vorliegend ausser Betracht. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG hat der Beschwerdeführer darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind; bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden hat er die Tatsachen anzuführen, aus denen sich der nicht wiedergutzumachende Nachteil ergeben soll, sofern dies nicht offensichtlich ist ( BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; zum Ganzen: BGE 141 IV 284 E. 2.3 S. 287; 289 E. 1.3 S. 292).
Mit dem angefochtenen Entscheid steht fest, dass im Rahmen des gegen A.________ laufenden Strafverfahrens wegen Betäubungsmitteldelikten das Entsiegelungsverfahren in Bezug auf vier versiegelte Mobiltelefone durchgeführt wird. Die Fortführung des Entsiegelungs- und damit des Strafverfahrens bewirkt nach konstanter Praxis keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinn von Art. 93 Abs. 1 BGG ( BGE 133 IV 139 E. 4).
3. Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist abzuweisen, da die Beschwerde aussichtslos war ( Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG ). Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis und dem Bezirksgericht Zürich, Zwangsmassnahmengericht, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Juli 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi