Appeals Regarding Pre-Trial Detention Moot Due to Release
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a prisoner who challenged two decisions made by the Cantonal Court regarding the extension and review of his detention. The first decision, dated August 10, 2017, concerned a review of his detention, while the second, dated August 24, 2017, addressed the extension of his detention until September 1, 2017. Following these appeals, it was revealed that the detention was no longer applicable because the prosecution ordered his release after a further extension was denied. Thus, the appeals became moot and were dismissed as irrelevant, along with requests for free legal assistance.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 64 BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG; Appeals Regarding Pre-Trial Detention Moot Due to Release: The first decision, dated August 10, 2017, concerned a review of his detention, while the second, dated August 24, 2017, addressed the extension of his detention until September 1, 2017. Following these appeals, it was revealed that the detention was no longer applicable because the prosecution ordered his release after a further extension was denied. Thus, the appeals became moot and were dismissed as irrelevant, along with requests for free legal assistance.
Schlagwörter
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KI-generiertCited in conjunction with Art. 64 BGG regarding the dispensing of costs/legal aid due to the mootness of the appeal.
Cited to address the petitioner's request for legal aid, which became moot.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_359/2017, 1B_371/2017
Verfügung vom 7. September 2017
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Mattle.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Zustelladresse: Rechtsanwalt Jürg Schlatter,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Bischofszell,
Poststrasse 5b, 9220 Bischofszell.
Gegenstand
Haftüberprüfung und Haftverlängerung,
Beschwerden gegen die Entscheide vom 10. und vom 24. August 2017 des Obergerichts des Kantons Thurgau.
In Erwägung,
dass A.________ den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau betreffend Haftüberprüfung vom 10. August 2017 mit Beschwerde vom 17. August 2017 beim Bundesgericht angefochten hat (Verfahren 1B_359/2017);
dass A.________ auch den weiteren Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 24. August 2017 betreffend Haftverlängerung bis zum 1. September 2017 beim Bundesgericht angefochten hat (Beschwerde vom 29. August 2017; Verfahren 1B_371/2017);
dass er in beiden Beschwerdeverfahren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht hat;
dass das Obergericht des Kantons Thurgau mit Schreiben vom 4. September 2017 mitgeteilt hat, das Zwangsmassnahmengericht habe am 1. September 2017 eine weitere Haftverlängerung abgelehnt, worauf die Staatsanwaltschaft Bischofszell die Entlassung von A.________ aus der Untersuchungshaft angeordnet habe;
dass die beiden Beschwerdeverfahren mit der Entlassung von A.________ aus der Untersuchungshaft gegenstandslos geworden sind;
dass allfällige weitere Fragen im Zusammenhang mit der Untersuchungshaft im Rahmen des Hauptverfahrens aufgeworfen und beurteilt werden könnten, weshalb kein Interesse mehr an der Beurteilung der beiden Haftbeschwerden besteht;
dass diese daher mit einzelrichterlichem Entscheid ( Art. 32 Abs. 2 und Art. 64 BGG betreffend die unentgeltliche Rechtspflege) vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden können;
dass es sich rechtfertigt, auf Gerichtskosten zu verzichten;
dass sich für den in beiden Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer die Frage einer Parteientschädigung nicht stellt;
dass die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege damit ebenfalls gegenstandslos sind;
verfügt der Präsident:
1. Die Beschwerden in den Verfahren 1B_359/2017 und 1B_371/2017 werden mitsamt den darin gestellten Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Diese Verfügung wird Rechtsanwalt Jürg Schlatter (zuhanden des Beschwerdeführers), der Staatsanwaltschaft Bischofszell und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 7. September 2017
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Mattle