Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_318/2012 KI-generiert

Withdrawal of Appeal Against Decision to Grant Third-Party Access to Discontinuance Decision

Geschäftsnummer 1B_318/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a criminal investigation conducted by the public prosecutor's office of Zug against several individuals for suspected breach of fiduciary duty and possible embezzlement related to the FIFA organization. The investigation was closed with a decision issued on May 11, 2010, and this decision became legally binding. In June 2011, one party requested access to the closed investigation file, and although the prosecutor granted this request with certain conditions in October 2011, the accused individuals contested this decision. The upper court of Zug did not address their complaints in its April 26, 2012 ruling. Subsequently, the individuals appealed to the Federal Court seeking to overturn the upper court's decision and deny access to the investigation documents. However, the appeal was later withdrawn, leading to the conclusion of the proceedings.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 53 StGB, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1-3 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG; Withdrawal of Appeal Against Decision to Grant Third-Party Access to Discontinuance Decision: The investigation was closed with a decision issued on May 11, 2010, and this decision became legally binding. In June 2011, one party requested access to the closed investigation file, and although the prosecutor granted this request with certain conditions in October 2011, the accused individuals contested this decision. The upper court of Zug did not address their complaints in its April 26, 2012 ruling. Subsequently, the individuals appealed to the Federal Court seeking to overturn the upper court's decision and deny access to the investigation documents. However, the appeal was later withdrawn, leading to the conclusion of the proceedings.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafverfahren Akteneinsicht Drittwiderspruch Rückzug des Rechtsbegehrens Untersuchung wegen Veruntreuung Strafakten verwaltungsrechtlicher Widerruf Abschluss der Strafuntersuchung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 32 Abs. 2 BGG

The case was dismissed due to the withdrawal of the appeal.

Art. 66 Abs. 1-3 BGG

Used to impose the court costs on the appellants.

Art. 68 Abs. 2 BGG

Used to deny party compensation to the private respondent.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 1/2}

1B_318/2012

Verfügung vom 18. Juli 2012

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Aemisegger, Instruktionsrichter,

Gerichtsschreiber Haag.

1. Verfahrensbeteiligte

B2,

2. B3,

Beschwerdeführer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Hans-Rudolf Wild,

gegen

Markus Mohler, Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, Postfach 1356, 6301 Zug.

Gegenstand

Strafverfahren; Akteneinsicht,

Beschwerde gegen das Urteil vom 26. April 2012 des Obergerichts des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung.

Erwägungen:

1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug führte eine Strafuntersuchung gegen B1 (FIFA), B2 und B3 wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung, evtl. Veruntreuung. Mit Verfügung vom 11. Mai 2010 wurde die Untersuchung gestützt auf Art. 53 StGB (Wiedergutmachung) eingestellt. Die Einstellungsverfügung ist in Rechtskraft erwachsen.

Mit Eingabe vom 15. bzw. 27. Juni 2011 stellte Markus Mohler bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug ein Gesuch um Einsicht in die Einstellungsverfügung vom 11. Mai 2010 in Sachen FIFA. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2011 entsprach die Staatsanwaltschaft dem Gesuch, wobei sie bestimmte Anonymisierungs- bzw. Offenlegungsmodalitäten beifügte. Auf von B1, B2 und B3 hiergegen erhobene Einsprachen trat die Staatsanwaltschaft mit Entscheid vom 30. November 2011 nicht ein. In der Folge gelangten B1, B2 und B3 ans Obergericht des Kantons Zug. Dessen I. Beschwerdeabteilung ist auf ihre Beschwerden mit Urteil vom 26. April 2012 nicht eingetreten.

2. Mit Eingabe vom 30. Mai 2012 führen B2 und B3 Beschwerde ans Bundesgericht mit dem Hauptbegehren, das obergerichtliche Urteil vom 26. April 2012 und der Entscheid vom 30. November 2011 seien aufzuheben; die Einsicht in die Einstellungsverfügung vom 11. Mai 2010 sei zu verweigern. Gleichzeitig stellen sie das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen. Diesem Gesuch hat der Präsident der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts mit Verfügung vom 21. Juni 2012 entsprochen.

3. Mit Schreiben vom 13. Juli 2012 teilen die Beschwerdeführer dem Bundesgericht den Rückzug der Beschwerde mit. Somit ist das Verfahren als erledigt abzuschreiben ( Art. 32 Abs. 2 BGG ).

Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1-3 BGG ). Dem privaten Beschwerdegegner, der nicht durch einen Anwalt vertreten ist, steht keine Parteientschädigung zu ( Art. 68 Abs. 2 BGG ).

Demnach verfügt der Instruktionsrichter:

1. Das Verfahren 1B_318/2012 wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3. Diese Verfügung wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Juli 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Instruktionsrichter: Aemisegger

Der Gerichtsschreiber: Haag