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1B_310/2021 KI-generiert

Appeal against Refusal to Hear Witnesses in Attempted Coercion Case

Geschäftsnummer 1B_310/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual was convicted by the Basel-Landschaft Public Prosecutor's Office on December 8, 2020, for multiple attempted coercion incidents. The conviction included a suspended fine based on 40 daily rates and a penalty of 400 Swiss francs, along with procedural costs and compensation of 2,214.65 Swiss francs to be paid to the private complainants. The defendant contested this penal order, leading the Public Prosecutor's Office to refer the case to the Basel-Landschaft Criminal Court. Subsequently, the defendant requested that several individuals be summoned for examination at the main trial, but the presiding judge of the Criminal Court rejected these requests on March 12, 2021. The defendant appealed this decision, but the Cantonal Court of Basel-Landschaft declared the appeal inadmissible on May 4, 2021, stating that appeals against the rejection of evidence requests were not permissible according to the applicable law. The defendant then filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, which was reviewed on July 1, 2021.

Legislator-Regeste

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Art. 331 Abs. 3 i.V.m, Art. 380 StPO, Art. 80 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; Appeal against Refusal to Hear Witnesses in Attempted Coercion Case: The conviction included a suspended fine based on 40 daily rates and a penalty of 400 Swiss francs, along with procedural costs and compensation of 2,214.65 Swiss francs to be paid to the private complainants. The defendant contested this penal order, leading the Public Prosecutor's Office to refer the case to the Basel-Landschaft Criminal Court. Subsequently, the defendant requested that several individuals be summoned for examination at the main trial, but the presiding judge of the Criminal Court rejected these requests on March 12, 2021. The defendant appealed this decision, but the Cantonal Court of Basel-Landschaft declared the appeal inadmissible on May 4, 2021, stating that appeals against the rejection of evidence requests were not permissible according to the applicable law. The defendant then filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, which was reviewed on July 1, 2021.

Schlagwörter

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Strafverfahren Beweisanträge versuchte Nötigung Beweisverhandlung Vorabentscheidungsverfahren Zeugnisverweigerungsrecht strafrechtliche Sanktion Vorentscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 al. 1 let. a LTF

The decision not to enter on the merits (non-entrée en matière) is based on procedural grounds related to the lack of proper substantiation, which is often managed under simplified procedure rules, although the specific reference for *non-entrée en matière* due to lack of substantiation is Art. 108 (implied by the context of simplified procedure mentioned implicitly by the President's ruling).

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning concerning the requirement for the appellant to provide justification for the appeal, specifically regarding irreparable disadvantage for challenging an interlocutory decision.

Art. 66 al. 1 LTF

The decision explicitly rules that no costs shall be levied (Es werden keine Kosten erhoben).

Art. 78 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning as the basis for the admissibility of the appeal in criminal matters against a final cantonal decision.

Art. 80 BGG

Cited in the reasoning as the basis for the general admissibility of appeals in criminal matters.

Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG

Cited implicitly as the alternative standard for admitting an appeal against an interlocutory decision if acceptance would lead to an immediate final decision.

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

Cited implicitly as the standard for admitting an appeal against an interlocutory decision that could cause irreparable disadvantage, although the appeal was rejected on procedural grounds.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_310/2021

Urteil vom 1. Juli 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung,

Grenzacherstrasse 8, 4132 Muttenz,

Strafgerichtspräsidium des Kantons Basel-Landschaft,

Grenzackerstrasse 8, 4132 Muttenz.

Gegenstand

Strafverfahren; Beweisanträge,

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 4. Mai 2021 (470 21 104).

Erwägungen:

1. Mit Strafbefehl vom 8. Dezember 2020 verurteilte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft A.________ wegen mehrfacher versuchter Nötigung zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 400.-. Sie auferlegte ihm die Verfahrenskosten und verpflichtete ihn, den Privatklägerinnen B.________ und C.________ eine Entschädigung von Fr. 2'214.65 zu bezahlen. A.________ erhob Einsprache gegen diesen Strafbefehl, worauf die Staatsanwaltschaft die Sache ans Strafgericht Basel-Landschaft überwies.

Mit Eingaben vom 18. und vom 24. Februar 2021 beantragte A.________ beim Strafgerichtspräsidenten, C.________, B.________, D.________ und E.________ an der Hauptverhandlung einzuvernehmen. Dieser wies den Beweisantrag am 12. März 2021 ab.

Am 4. Mai 2021 trat das Kantonsgericht Basel-Landschaft auf die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde nicht ein. Gegen die Ablehnung von Beweisanträgen sei nach Art. 331 Abs. 3 i.V.m. Art. 380 StPO die Beschwerde nicht zulässig.

Mit Eingabe vom 2. Juni 2021 erhebt A.________ Beschwerde gegen diesen Entscheid des Kantonsgerichts.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Kantonsgericht auf eine Beschwerde gegen die Abweisung von Beweisanträgen nicht eingetreten ist; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig ( Art. 78 Abs. 1, Art. 80 BGG ). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur ( BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Die zweite Voraussetzung fällt vorliegend ausser Betracht. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG hat der Beschwerdeführer darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind; bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden hat er die Tatsachen anzuführen, aus denen sich der nicht wiedergutzumachende Nachteil ergeben soll, sofern dies nicht offensichtlich ist ( BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; zum Ganzen: BGE 141 IV 284 E. 2.3 S. 287; 289 E. 1.3 S. 292).

Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken könnte, und das ist auch nicht offensichtlich. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Das schadet ihm insofern nicht, als der angefochtene Entscheid effektiv nicht geeignet ist, einen solchen Nachteil zu bewirken, wie ihm das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid (E. 1) zutreffend dargelegt hat. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, dem Strafgerichtspräsidium des Kantons Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Juli 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Störi