Prison security-wing placement extension; appellate inadmissibility for failure to exhaust cantonal instance and expired 30-day federal appeal deadline.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court declined to enter the appeal and dismissed it, ruling in favor of the cantonal justice authority. The appellant had challenged a decision extending his placement in the security wing of a prison for three months, but the Court found the lower authority's ruling was not a final cantonal decision since a 30-day appeal to the cantonal justice directorate was still available. Additionally, the appeal to the Federal Supreme Court was filed after the 30-day statutory deadline (which ended on May 19, 2020, after accounting for the Easter holiday suspension), making it clearly time-barred. The Court ordered no costs and noted that referral to the lower appellate body was unnecessary given the untimeliness. Legal basis: Articles 80, 100, 46, 47, and 108 of the Federal Supreme Court Act.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 80 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 46 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs.1 BGG; Prison security-wing placement extension; appellate inadmissibility for failure to exhaust cantonal instance and expired 30-day federal appeal deadline: The appellant had challenged a decision extending his placement in the security wing of a prison for three months, but the Court found the lower authority's ruling was not a final cantonal decision since a 30-day appeal to the cantonal justice directorate was still available. Additionally, the appeal to the Federal Supreme Court was filed after the 30-day statutory deadline (which ended on May 19, 2020, after accounting for the Easter holiday suspension), making it clearly time-barred. The Court ordered no costs and noted that referral to the lower appellate body was unnecessary given the untimeliness. Legal basis: Articles 80, 100, 46, 47, and 108 of the Federal Supreme Court Act.
Schlagwörter
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KI-generiertProcedure rule authorizing the court to decide the case without further proceedings, here for a clearly inadmissible appeal.
Basis for waiving court fees in the dispositive.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_305/2020
Urteil vom 16. Juni 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich,
Untersuchungsgefängnisse Zürich, Direktion.
Gegenstand
Verbleib in der Sicherheitsabteilung
des Gefängnisses Pfäffikon,
Beschwerde gegen den Entscheid
des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich,
Untersuchungsgefängnisse Zürich, Direktion,
vom 7. April 2020 (Verfügungs-Nr. Zio/200407/zu).
Erwägungen:
1. A.________ wurde aufgrund seines renitenten Verhaltens am 7. Februar 2020 vom Zentralgefängnis Lenzburg in die Sicherheitsabteilung des Gefängnisses Pfäffikon versetzt. Das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Direktion der Untersuchungsgefängnisse Zürich, verlängerte mit Verfügung vom 7. April 2020 rückwirkend per 7. März 2020 den Aufenthalt von A.________ in der Sicherheitsabteilung des Gefängnisses Pfäffikon für weitere drei Monate bzw. bis zu seiner Versetzung in eine geeignete Massnahmenanstalt.
2. A.________ führt mit Eingabe vom 8. Juni 2020 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich, Direktion der Untersuchungsgefängnisse Zürich, vom 7. April 2020. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3. Das Bundesgericht beurteilt Beschwerden gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG ), welche bei ihm innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung angefochten werden (vgl. Art. 100 Abs. 1 BGG ). Bei der Verfügung des Amts für Justizvollzug vom 7. April 2020 handelt es sich indessen nicht um einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid. Wie der Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen Verfügung entnommen werden kann, besteht eine Rekursmöglichkeit innert 30 Tagen bei der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich. Mangels eines letztinstanzlichen kantonalen Entscheids ist somit auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Hinzu kommt, dass die Beschwerde verspätet eingereicht worden ist. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Die angefochtene Verfügung des Amts für Justizvollzug ist dem Beschwerdeführer gemäss Notizen auf dem von ihm dem Bundesgericht eingereichten Exemplar der angefochtenen Verfügung am 14. April 2020 zugestellt worden. Die Beschwerdefrist begann somit aufgrund des Fristenstillstandes gemäss Art. 46 BGG am 20. April 2020 zu laufen und endete am 19. Mai 2020. Die Beschwerde vom 8. Juni 2020 ist daher offensichtlich verspätet eingereicht worden, womit sich auch eine Überweisung an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich erübrigt.
Auf die Beschwerde ist demnach nicht einzutreten. Die genannten Mängel sind offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann.
4. Auf die Erhebung von Gerichtsgebühren kann verzichtet werden ( Art. 66 Abs.1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Untersuchungsgefängnisse Zürich, Direktion, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Juni 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli