Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_293/2022 KI-generiert

Summary Dismissal of Appeal for Failure to Substantiate Constitutional Claims Regarding Surety Requirement

Geschäftsnummer 1B_293/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, the complainant filed an objection against a decision made by the Statthalteramt of the Meilen district on May 5, 2022, which led to a requirement by the III. Criminal Chamber of the Zurich Cantonal Court for the complainant to pay a procedural security deposit of CHF 1,600 within 30 days. This was to cover potential legal costs. The complainant contested this requirement by lodging an appeal with the Swiss Federal Tribunal, but failed to initially provide the required court ruling with the appeal, which was subsequently submitted after a request from the Federal Tribunal. The complainant argued for the right to free legal aid, but did not demonstrate that such a request was made during the proceedings at the Canton Court, nor did they adequately illustrate any violation of fundamental rights by the lower court's decision. Consequently, the appeal did not meet the necessary legal criteria.

Legislator-Regeste

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Art. 383 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Summary Dismissal of Appeal for Failure to Substantiate Constitutional Claims Regarding Surety Requirement: Criminal Chamber of the Zurich Cantonal Court for the complainant to pay a procedural security deposit of CHF 1,600 within 30 days. This was to cover potential legal costs. The complainant contested this requirement by lodging an appeal with the Swiss Federal Tribunal, but failed to initially provide the required court ruling with the appeal, which was subsequently submitted after a request from the Federal Tribunal. The complainant argued for the right to free legal aid, but did not demonstrate that such a request was made during the proceedings at the Canton Court, nor did they adequately illustrate any violation of fundamental rights by the lower court's decision. Consequently, the appeal did not meet the necessary legal criteria.

Schlagwörter

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Strafverfahren Prozesskaution verfassungsmässige Anforderung Bürge Verletzung von Verfahrensrechten Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege gesetzlicher Anspruch Demonstrationsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was dismissed without entering into substance (non-entrée en matière) because it did not meet the formal requirements, leading to the application of the simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to waive the imposition of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_293/2022

Urteil vom 23. Juni 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident,

Postfach 2401, 8021 Zürich.

Gegenstand

Strafverfahren; Prozesskaution,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts

des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident,

vom 25. Mai 2022 (UE220139-O/Z1).

Erwägungen:

1. Die Privatklägerin A.________erhob gegen die Einstellungsverfügung des Statthalteramts des Bezirks Meilen vom 5. Mai 2022 Beschwerde. Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich forderte sie mit Verfügung vom 25. Mai 2022 auf, innert 30 Tagen, von der Mitteilung dieser Verfügung an gerechnet, zur Deckung der allfällig sie treffenden Prozesskosten eine Prozesskaution im Sinne von Art. 383 StPO von Fr. 1'600.-- zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.

2. Mit Eingabe vom 3. Juni 2022 (Postaufgabe 9. Juni 2022) führt A.________ Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 25. Mai 2022. Da die angefochtene Verfügung der Beschwerde nicht beilag, forderte das Bundesgericht A.________ mit Verfügung vom 10. Juni 2022 auf, diese noch nachzureichen. A.________ kam dieser Aufforderung innert Frist nach. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1, 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll.

Die Beschwerdeführerin beanstandet sinngemäss eine Verletzung ihres Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege. Sie macht indessen nicht geltend, dass sie im Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht ein solches Gesuch gestellt hätte. Weshalb ihr Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gleichwohl verletzt worden sein soll, ist weder ersichtlich noch legt sie dies dar. Aus ihren Ausführungen ergibt sich nicht, inwiefern die Verfügung der III. Strafkammer rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage ist ausnahmsweise zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Juni 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli