Appeal Against Prolonged Pre-Trial Detention in Commercial Fraud Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who filed a request for release from detention on July 7, 2014, after being previously denied by a regional court on July 14, 2014. The individual, who has been in custody since May 26, 2012, was sentenced to 4½ years in prison for multiple counts including fraudulent practices. Following the denial of release, the individual filed a complaint with the Federal Court on August 14, 2014, challenging the prior decision and asserting that the duration of their detention was excessive. The Federal Court reviewed the case, finding no significant changes in circumstances since a previous ruling that had rejected similar claims. The individual’s arguments were deemed unsubstantiated, and the court expressed concerns regarding potentially abusive use of the judicial process through repeated complaints.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 Satz, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. c und Abs. 3 BGG, Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG; Appeal Against Prolonged Pre-Trial Detention in Commercial Fraud Case: The individual, who has been in custody since May 26, 2012, was sentenced to 4½ years in prison for multiple counts including fraudulent practices. Following the denial of release, the individual filed a complaint with the Federal Court on August 14, 2014, challenging the prior decision and asserting that the duration of their detention was excessive. The Federal Court reviewed the case, finding no significant changes in circumstances since a previous ruling that had rejected similar claims. The individual’s arguments were deemed unsubstantiated, and the court expressed concerns regarding potentially abusive use of the judicial process through repeated complaints.
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KI-generiertCited as a potential future procedural basis for not accepting vexatious or abusive appeals (though this is a statement of reservation for future actions, not a direct application in the final ruling, it is cited in the context of the procedural dismissal mentioned in the reasoning preamble to order 1).
Cited as the procedural basis for the Tribunal to decide on the apparently ill-founded appeal in a simplified procedure.
Cited to explain why non-substantiated grounds for appeal are not considered on appeal.
Cited to reject the applicant's request for free legal aid because the appeal was deemed hopeless from the outset.
Cited to order the applicant to bear the court costs.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_281/2014
Urteil vom 21. August 2014
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Eusebio,
Gerichtsschreiber Forster.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm .
Gegenstand
Sicherheitshaft,
Beschwerde gegen den Entscheid vom 14. Juli 2014
des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
1. Kammer, Präsident.
In Erwägung,
dass A.________ (zuletzt) am 7. Juli 2014 ein Gesuch um Entlassung aus der Sicherheitshaft stellte, welches das Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, Präsident, am 14. Juli 2014 abwies, soweit es darauf eintrat;
dass A.________ am 14. August 2014 (Postaufgabe) gegen den genannten Entscheid des Obergerichtes Beschwerde beim Bundesgericht erhob, mit dem Antrag, es sei seine unverzügliche Haftentlassung anzuordnen;
dass das Bundesgericht bei Einstimmigkeit in Dreierbesetzung über die Abweisung offensichtlich unbegründeter Beschwerden entscheidet und den Entscheid summarisch begründet, wobei ganz oder teilweise auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann ( Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG );
dass der Beschwerdeführer eine unverhältnismässig lange Haftdauer rügt;
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 4. August 2014 diese Rüge geprüft und als unbegründet verworfen hat (Verfahren 1B_245/2014);
dass das Bundesgericht unter anderem erwog, der Beschwerdeführer befinde sich seit dem 26. Mai 2012 (somit seit zwei Jahren und etwa zwei Monaten) in strafprozessualer Haft, das Bezirksgericht Zofingen habe ihn am 31. Januar 2014 (wegen gewerbsmässigen Betruges, mehrfacher Anstiftung zu ungetreuer Geschäftsbesorgung und mehrfacher unrechtmässiger Aneignung) zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren verurteilt; damit sei die bisherige Haftdauer noch nicht in grosse Nähe der im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung konkret zu erwartenden Freiheitsstrafe gerückt (Urteil 1B_245/2014 vom 4. August 2014 E. 5);
dass sich seit dem 4. August 2014 am entscheiderheblichen Sachverhalt nichts Wesentliches geändert hat, weshalb auf das genannte Urteil des Bundesgerichtes sowie auf die bundesrechtskonformen Erwägungen des angefochtenen Entscheides (E. 3.2, S. 4 f.) verwiesen werden kann;
dass der Beschwerdeführer sich (in seiner 44 Seiten umfassenden Beschwerdeeingabe) mit den übrigen Erwägungen der Vorinstanz nicht in nachvollziehbarer Weise substanziiert auseinandersetzt;
dass auf appellatorische Vorbringen nicht einzutreten ist ( Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG ; vgl. auch konnexe Urteile des Bundesgerichtes 1B_245/2014 vom 4. August 2014 E. 3; 1B_179/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6);
dass auch sonst kein Haftentlassungsgrund dargelegt und erkennbar ist (zu den gesetzlichen Haftgründen vgl. die Urteile 1B_245/2014 vom 4. August 2014 E. 3-4; 1B_179/2014 vom 5. Juni 2014 E. 4);
dass das Gesuch des Beschwerdeführers um Wechsel des amtlichen Verteidigers nicht Gegenstand des angefochtenen Haftprüfungsentscheides (sondern eines separaten hängigen Verfahrens) bildet (vgl. auch Urteile 1B_245/2014 vom 4. August 2014 E. 2; 1B_179/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6);
dass die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann;
dass der Beschwerdeführer zwar (sinngemäss) ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung stellt, die Beschwerde sich aber als zum Vornherein aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch abzuweisen ist ( Art. 64 Abs. 1 BGG );
dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
dass der Beschwerdeführer sich in rascher Abfolge (zuletzt am 14. August [Verfahren 1B_281/2014], 3. Juli [Verfahren 1B_245/2014] und 8. Mai 2014 [Verfahren 1B_179/2014]) und mit umfangreichen Haftbeschwerden an das Bundesgericht gewendet hat;
dass die Vorinstanz das Prozessverhalten des Beschwerdeführers als rechtsmissbräuchlich einstuft und auch das Bundesgericht es sich vorbehält, inskünftig auf querulatorische oder rechtsmissbräuchliche Beschwerden (im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. c und Abs. 3 BGG ) nicht einzutreten und die Verfahrenskosten erneut dem Beschwerdeführer aufzuerlegen,
erkennt das Bundesgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, Präsident, sowie dem amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt Markus Henzer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 21. August 2014
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Forster