Defendant v. Public Prosecutor Recusal Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual, A, who is under investigation by the Thurgau public prosecutor's office for charges of arson, theft, coercion, and other offenses. A was initially arrested in June 2018 and placed in pre-trial detention, later transferred to a preventive measures facility, but was returned to pre-trial detention when the intervention under Article 61 of the Criminal Code proved unproductive. A sought the recusal of the Deputy Chief Prosecutor, B, due to allegations of personal interest in the case, but the Thurgau High Court dismissed this request on May 16, 2019. Subsequently, A filed a complaint on May 24, 2019, seeking the annulment of this decision and the recusal of B along with the appointment of a new procedural lead. However, A’s complaint failed to substantiate claims of bias or provide sufficient reasoning to demonstrate a violation of federal law by the High Court in its refusal to mandate B's recusal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 61 StGB, Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Defendant v. Public Prosecutor Recusal Appeal: A was initially arrested in June 2018 and placed in pre-trial detention, later transferred to a preventive measures facility, but was returned to pre-trial detention when the intervention under Article 61 of the Criminal Code proved unproductive. A sought the recusal of the Deputy Chief Prosecutor, B, due to allegations of personal interest in the case, but the Thurgau High Court dismissed this request on May 16, 2019. Subsequently, A filed a complaint on May 24, 2019, seeking the annulment of this decision and the recusal of B along with the appointment of a new procedural lead. However, A’s complaint failed to substantiate claims of bias or provide sufficient reasoning to demonstrate a violation of federal law by the High Court in its refusal to mandate B's recusal.
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KI-generiertThe appeal was not decided upon due to the appellant's failure to comply with the legal obligation to substantiate the appeal as required by these provisions.
The decision reflects the application of the procedural rule concerning legal aid or the exemption from costs based on the circumstances.
The decision explicitly states that no costs shall be levied (no costs are imposed).
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_266/2019
Urteil vom 18. Juni 2019
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Strafverfahren; Ausstand,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 16. Mai 2019 (SW.2019.39).
Erwägungen:
1. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen Brandstiftung, Diebstahls, Nötigung etc. Er wurde am 25. Juni 2018 verhaftet und anschliessend in Untersuchungshaft genommen. Danach wurde er in den vorzeitigen Massnahmenvollzug und, nachdem sich der Vollzug einer Massnahme nach Art. 61 StGB als nicht zielführend herausgestellt hatte, wieder in Untersuchungshaft versetzt.
Am 16. Mai 2019 wies das Obergericht des Kantons Thurgau das Ausstandsgesuch von A.________ gegen den Stellvertretenden Oberstaatsanwalt B.________ ab.
2. Mit Beschwerde vom 24. Mai 2019 beantragt A.________ u.a., diesen Entscheid des Obergerichts aufzuheben, den Stellvertretenden Oberstaatsanwalt in den Ausstand zu versetzen und umgehend eine neue Verfahrensleitung für seinen Fall einzusetzen.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
3. Der Beschwerdeführer setzt sich indessen mit dem angefochtenen Entscheid nicht sachgerecht auseinander und legt unter Verletzung seiner gesetzlichen Begründungspflicht ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ; BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1; 133 II 396 E. 3.2; Urteil 1C_486/2014 vom 27. April 2016 E. 1.4) nicht dar, inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt haben könnte, indem es den Beschwerdegegner nicht in den Ausstand versetzte. Er bringt dazu bloss vor, er habe Grund zur Annahme, dass dieser ein persönliches Interesse an seinem Fall habe, begründet aber nicht, weshalb dies der Fall sein sollte. Das ist auch nicht ersichtlich. Dass der Beschwerdeführer das Verhalten des Beschwerdegegners subjektiv als "diktatorisch" empfindet, mag daran liegen, dass die Verfahrensleitung bei der Staatsanwaltschaft und nicht beim Beschuldigten liegt; er nennt aber auch in diesem Zusammenhang keine konkreten Vorfälle oder Entscheidungen, die auf eine Befangenheit des Beschwerdegegners hindeuten könnten. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Kosten sind dem Beschwerdeführer ausnahmsweise nicht aufzuerlegen. Über die Möglichkeit einer Anfechtung dieses Bundesgerichtsentscheids "in Strassburg" kann sich der Beschwerdeführer bei seiner Anwältin erkundigen; bundesgerichtliche Entscheide enthalten keine entsprechende Rechtsmittelbelehrung.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Thurgau und Kathrin Albrecht schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. Juni 2019
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi