Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_266/2019 KI-generiert

Defendant v. Public Prosecutor Recusal Appeal

Geschäftsnummer 1B_266/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves an individual, A, who is under investigation by the Thurgau public prosecutor's office for charges of arson, theft, coercion, and other offenses. A was initially arrested in June 2018 and placed in pre-trial detention, later transferred to a preventive measures facility, but was returned to pre-trial detention when the intervention under Article 61 of the Criminal Code proved unproductive. A sought the recusal of the Deputy Chief Prosecutor, B, due to allegations of personal interest in the case, but the Thurgau High Court dismissed this request on May 16, 2019. Subsequently, A filed a complaint on May 24, 2019, seeking the annulment of this decision and the recusal of B along with the appointment of a new procedural lead. However, A’s complaint failed to substantiate claims of bias or provide sufficient reasoning to demonstrate a violation of federal law by the High Court in its refusal to mandate B's recusal.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 61 StGB, Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Defendant v. Public Prosecutor Recusal Appeal: A was initially arrested in June 2018 and placed in pre-trial detention, later transferred to a preventive measures facility, but was returned to pre-trial detention when the intervention under Article 61 of the Criminal Code proved unproductive. A sought the recusal of the Deputy Chief Prosecutor, B, due to allegations of personal interest in the case, but the Thurgau High Court dismissed this request on May 16, 2019. Subsequently, A filed a complaint on May 24, 2019, seeking the annulment of this decision and the recusal of B along with the appointment of a new procedural lead. However, A’s complaint failed to substantiate claims of bias or provide sufficient reasoning to demonstrate a violation of federal law by the High Court in its refusal to mandate B's recusal.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafverfahren Ausstand Ausstand des Staatsanwalts Brandstiftung strafrechtliche Nötigung Strafuntersuchung Subjektives Recht Belastungszeuge

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG

The appeal was not decided upon due to the appellant's failure to comply with the legal obligation to substantiate the appeal as required by these provisions.

Art. 64 BGG

The decision reflects the application of the procedural rule concerning legal aid or the exemption from costs based on the circumstances.

Art. 66 al. 1 LTF

The decision explicitly states that no costs shall be levied (no costs are imposed).

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_266/2019

Urteil vom 18. Juni 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Strafverfahren; Ausstand,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 16. Mai 2019 (SW.2019.39).

Erwägungen:

1. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen Brandstiftung, Diebstahls, Nötigung etc. Er wurde am 25. Juni 2018 verhaftet und anschliessend in Untersuchungshaft genommen. Danach wurde er in den vorzeitigen Massnahmenvollzug und, nachdem sich der Vollzug einer Massnahme nach Art. 61 StGB als nicht zielführend herausgestellt hatte, wieder in Untersuchungshaft versetzt.

Am 16. Mai 2019 wies das Obergericht des Kantons Thurgau das Ausstandsgesuch von A.________ gegen den Stellvertretenden Oberstaatsanwalt B.________ ab.

2. Mit Beschwerde vom 24. Mai 2019 beantragt A.________ u.a., diesen Entscheid des Obergerichts aufzuheben, den Stellvertretenden Oberstaatsanwalt in den Ausstand zu versetzen und umgehend eine neue Verfahrensleitung für seinen Fall einzusetzen.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

3. Der Beschwerdeführer setzt sich indessen mit dem angefochtenen Entscheid nicht sachgerecht auseinander und legt unter Verletzung seiner gesetzlichen Begründungspflicht ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ; BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1; 133 II 396 E. 3.2; Urteil 1C_486/2014 vom 27. April 2016 E. 1.4) nicht dar, inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt haben könnte, indem es den Beschwerdegegner nicht in den Ausstand versetzte. Er bringt dazu bloss vor, er habe Grund zur Annahme, dass dieser ein persönliches Interesse an seinem Fall habe, begründet aber nicht, weshalb dies der Fall sein sollte. Das ist auch nicht ersichtlich. Dass der Beschwerdeführer das Verhalten des Beschwerdegegners subjektiv als "diktatorisch" empfindet, mag daran liegen, dass die Verfahrensleitung bei der Staatsanwaltschaft und nicht beim Beschuldigten liegt; er nennt aber auch in diesem Zusammenhang keine konkreten Vorfälle oder Entscheidungen, die auf eine Befangenheit des Beschwerdegegners hindeuten könnten. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Kosten sind dem Beschwerdeführer ausnahmsweise nicht aufzuerlegen. Über die Möglichkeit einer Anfechtung dieses Bundesgerichtsentscheids "in Strassburg" kann sich der Beschwerdeführer bei seiner Anwältin erkundigen; bundesgerichtliche Entscheide enthalten keine entsprechende Rechtsmittelbelehrung.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Thurgau und Kathrin Albrecht schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Juni 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi