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1B_251/2022 KI-generiert

Defendant's Appeal Regarding Denial of Mandatory Legal Defense in Defamation Case Dismissed for Insufficient Substantiation

Geschäftsnummer 1B_251/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual filed an appeal against a decision from the I. Criminal Division of the Zurich Cantonal Court, which denied the request for official legal defense in a criminal proceeding. The appellant had been convicted of multiple instances of defamation, resulting in a monetary penalty of 60 daily rates at 32 Swiss Francs each, but was acquitted of other charges. The higher court refused the request for official defense on the grounds that the case was considered minor and did not present significant factual or legal difficulties that would necessitate such defense. The prosecutor's office and private plaintiffs did not file valid cross-appeals. Subsequently, the individual filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, which found that the complaint did not satisfy formal requirements, leading them to not address the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Defendant's Appeal Regarding Denial of Mandatory Legal Defense in Defamation Case Dismissed for Insufficient Substantiation: Criminal Division of the Zurich Cantonal Court, which denied the request for official legal defense in a criminal proceeding. The appellant had been convicted of multiple instances of defamation, resulting in a monetary penalty of 60 daily rates at 32 Swiss Francs each, but was acquitted of other charges. The higher court refused the request for official defense on the grounds that the case was considered minor and did not present significant factual or legal difficulties that would necessitate such defense. The prosecutor's office and private plaintiffs did not file valid cross-appeals. Subsequently, the individual filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, which found that the complaint did not satisfy formal requirements, leading them to not address the appeal.

Schlagwörter

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Strafverfahren amtliche Verteidigung Strafverfolgung wegen Ehrverletzung notwendige Verteidigung Zeugnisverweigerungsrecht Strafprozessordnung Petitionsrecht Strafzumessung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not admitted under the simplified procedure because it did not meet the formal requirements.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The decision waived the imposition of costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_251/2022

Urteil vom 30. Mai 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,

Bahnhofplatz 10,

Postfach, 8953 Dietikon.

Gegenstand

Strafverfahren; amtliche Verteidigung,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 17. Mai 2022 (SB220144-O/Z3/bs).

Erwägungen:

1. Im Berufungsverfahren gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 14. Februar 2022 wies die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Verfügung vom 17. Mai 2022 das Gesuch des Beschuldigten A.________ um Gewährung einer amtlichen Verteidigung ab. Zur Begründung führte die I. Strafkammer zusammenfassend aus, der Beschuldigte sei wegen mehrfacher übler Nachrede mit einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 32.-- bestraft und von den übrigen Vorwürfen freigesprochen worden. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Privatkläger hätten eine (gültige) Anschlussberufung erhoben, weshalb ein Bagatellfall im Sinne von Art. 132 Abs. 2 und 3 StPO vorliege. Tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten, denen der Beschuldigte allein nicht gewachsen wäre, seien nicht ersichtlich.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 24. Mai 2022 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1, 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll.

Der Beschwerdeführer setzt sich mit seinen nicht sachbezogenen Ausführungen nicht mit der Begründung der angefochtenen Verfügung auseinander, die zur Abweisung des Gesuchs um Gewährung einer amtlichen Verteidigung führte. Er vermag nicht im Einzelnen und konkret aufzuzeigen, inwiefern die Begründung der I. Strafkammer bzw. deren Verfügung selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage ist ausnahmsweise zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Mai 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Jametti

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli