Appeal Dismissed for Untimely Filing in Provisional Measures Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint against a decision made on June 9, 2009, regarding preventative measures in a criminal proceeding, which was adjudicated by the II Chamber of the Cantonal Court of Lucerne. The complainant received the contested decision on June 15, 2009, and the appeal period commenced on June 16, 2009. Due to the summer court recess from July 15 to August 15, the appeal timeline was suspended, leading to the expiry of the 30-day deadline on August 17, 2009. The complainant submitted the appeal on September 5, 2009, which was deemed late, resulting in the court not accepting the complaint. Additionally, the court decided not to impose any costs related to the proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 48 BGG; Appeal Dismissed for Untimely Filing in Provisional Measures Case: The complainant received the contested decision on June 15, 2009, and the appeal period commenced on June 16, 2009. Due to the summer court recess from July 15 to August 15, the appeal timeline was suspended, leading to the expiry of the 30-day deadline on August 17, 2009. The complainant submitted the appeal on September 5, 2009, which was deemed late, resulting in the court not accepting the complaint. Additionally, the court decided not to impose any costs related to the proceedings.
Schlagwörter
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KI-generiertThe appeal was decided upon in the simplified procedure due to an obvious procedural deficiency (untimely filing).
The court decided not to levy any costs for the federal court proceedings.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_246/2009
Urteil vom 15. September 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Parteien
X.________, Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern.
Gegenstand
Haftentlassung bzw. Entlassung aus vorsorglicher stationärer Massnahme,
Beschwerde gegen den Entscheid vom 9. Juni 2009
des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer.
Erwägungen:
1. Gegen einen am 9. Juni 2009 betreffend vorsorgliche Massnahmen in einem Strafverfahren ergangenen Rekursentscheid der II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern führt X.________ der Sache nach Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht.
Unter den gegebenen Umständen hat das Bundesgericht davon abgesehen, Stellungnahmen zur Beschwerde einzuholen.
2. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Die Beschwerdefrist steht indes gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG vom 15. Juli bis und mit dem 15. August still (Sommergerichtsferien).
Gemäss den vorliegenden Akten hat der Beschwerdeführer den beanstandeten Entscheid am 15. Juni 2009 in Empfang genommen. Also begann die Frist am 16. Juni 2009 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ). Die Sommergerichtsferien dauerten nach dem Gesagten vom 15. Juli bis und mit dem 15. August 2009 ( Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG ), d.h. der am 16. Juni 2009 begonnene Fristenlauf war während dieser Zeit unterbrochen. Von der 30-tägigen Beschwerdefrist sind bis zum Beginn der Gerichtsferien 29 Tage verstrichen (15. Juni bis 14. August 2009); und abgelaufen ist die Beschwerdefrist somit am Montag, 17. August 2009 ( Art. 45 Abs. 1 BGG ). Die erst am 5. September 2009 der Post übergebene Beschwerde ist daher verspätet eingereicht worden (vgl. Art. 48 BGG ), so dass auf sie nicht einzutreten ist.
Der Mangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG entschieden werden kann.
3. Bei den gegebenen Verhältnissen kann davon abgesehen werden, für das bundesgerichtliche Verfahren Kosten zu erheben (s. Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach wird erkannt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. September 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Féraud Bopp