Defendant's Attempt to Replace Defense Counsel Denied by Federal Supreme Court
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a criminal proceeding against an individual facing charges of attempted violence and threats against authorities. The individual requested a change of their appointed legal counsel, citing a breakdown of trust. This request was denied by the public prosecutor's office, leading the individual to appeal this decision to the Cantonal Court, which also dismissed the appeal. Subsequently, the individual filed a complaint to the Federal Tribunal, indicating dissatisfaction with both the proceedings and the appointed counsel, yet failed to adequately address the legal basis for the dissatisfaction in the complaint. Ultimately, the Federal Tribunal decided not to entertain the complaint due to deficiencies in meeting the required legal standards.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; Defendant's Attempt to Replace Defense Counsel Denied by Federal Supreme Court: The individual requested a change of their appointed legal counsel, citing a breakdown of trust. This request was denied by the public prosecutor's office, leading the individual to appeal this decision to the Cantonal Court, which also dismissed the appeal. Subsequently, the individual filed a complaint to the Federal Tribunal, indicating dissatisfaction with both the proceedings and the appointed counsel, yet failed to adequately address the legal basis for the dissatisfaction in the complaint. Ultimately, the Federal Tribunal decided not to entertain the complaint due to deficiencies in meeting the required legal standards.
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KI-generiertCited in the reasoning as a formal requirement that the appeal failed to meet, leading to non-admittance.
Used to decide on the appeal through a simplified procedure because the formal deficiencies were obvious.
Cited in the reasoning as a formal requirement that the appeal failed to meet, leading to non-admittance.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_222/2017
Urteil vom 9. Juni 2017
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________, Rechtsanwalt,
Beschwerdegegner,
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,
vertreten durch die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Büro für amtliche Mandate.
Gegenstand
Strafverfahren; Wechsel der amtlichen Verteidigung,
Beschwerde gegen den Beschluss vom 3. Mai 2017 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.
In Erwägung,
dass die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl gegen A.________ eine Strafuntersuchung führt wegen versuchter Gewalt sowie Drohung gegen Behörden und Beamte;
dass die Staatsanwaltschaft für amtliche Mandate dem Beschuldigten gemäss Verfügung vom 16. Dezember 2016 Rechtsanwalt lic.iur. B.________ als amtlichen Rechtsbeistand zuordnete;
dass A.________ mit Schreiben vom 7. Februar 2017 um Auswechslung des amtlichen Anwalts ersuchte, weil das Vertrauen zu dem ihm bestellten Anwalt stark gestört und deshalb eine weitere Zusammenarbeit mit ihm nicht möglich sei;
dass die Oberstaatsanwaltschaft das Ersuchen mit Verfügung vom 13. Februar 2017 abwies, woraufhin der Beschuldigte sich mit einer Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zürich wandte;
dass dessen III. Strafkammer die Beschwerde mit Entscheid vom 3. Mai 2017 abgewiesen hat;
dass A.________ mit Eingabe vom 5. Juni (Postaufgabe: 6. Juni) 2017 Beschwerde ans Bundesgericht führt, welches davon abgesehen hat, Stellungnahmen einzuholen;
dass er das zugrunde liegende Verfahren und den ihm zugeordneten Rechtsbeistand in verschiedener Hinsicht kritisiert, sich aber dabei mit der dem einlässlichen obergerichtlichen Beschluss zugrunde liegenden Begründung nicht im Einzelnen auseinandersetzt und nicht rechtsgenüglich darlegt, inwiefern diese bzw. der Beschluss selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde den gesetzlichen Formerfordernissen ( Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag, weshalb auf sie - ohne Prüfung der weiteren Eintretensvoraussetzungen - schon aus dem genannten Grund nicht einzutreten ist;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass unter den gegebenen Umständen davon abgesehen werden kann, für das bundesgerichtliche Verfahren Kosten zu erheben;
wird erkannt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 9. Juni 2017
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Bopp