Federal Court Dismisses Appeal on Court Cost Waiver for Insufficient Substantiation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who filed a complaint against a decision made by the High Court of the Canton of Bern's Criminal Chamber on March 31, 2020. This decision dismissed the individual's requests for waiving the procedural costs associated with several previous judicial decisions from 2014 to 2016. The individual sought to have these decisions overturned and requested free legal aid. However, the complaint did not address the High Court's decision specifically or demonstrate that it was contrary to federal law. Consequently, the Swiss Federal Tribunal concluded that the requirements for a substantive hearing were not satisfied and declared the complaint inadmissible.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 al. 1 BGG, Art. 93 BGG; Federal Court Dismisses Appeal on Court Cost Waiver for Insufficient Substantiation: This decision dismissed the individual's requests for waiving the procedural costs associated with several previous judicial decisions from 2014 to 2016. The individual sought to have these decisions overturned and requested free legal aid. However, the complaint did not address the High Court's decision specifically or demonstrate that it was contrary to federal law. Consequently, the Swiss Federal Tribunal concluded that the requirements for a substantive hearing were not satisfied and declared the complaint inadmissible.
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KI-generiertThe decision not to enter upon the appeal is covered by the general procedural dispositive of non-admission.
The appeal was rejected in part because the appellant failed to comply with the justification requirement by not demonstrating the alleged violation of federal law.
Used to justify the decision not to impose any costs in the final order.
Although not explicitly numbered in the dispositive, Article 93 BGG implicitly governs the inadmissibility of the appeal against the underlying decisions which were determined not to be suitable objects of appeal.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_218/2020
Urteil vom 24. Juni 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen.
Gegenstand
Strafverfahren,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 31. März 2020 (BK 20 131).
Erwägungen:
1. Das Obergericht des Kantons Bern hat am 31. März 2020 mit Verfügung BK 20 131 die Kostenerlassgesuche von A.________ betreffend die Verfahrenskosten seiner Beschlüsse vom 29. August 2014 (BK 14 80), 10. September 2014 (BK 14 304), 23. September 2014 (BK 14 307), 12. Januar 2015 (BK 14 301), 29. Oktober 2015 (BK 15 183), 4. Februar 2016 (BK 15 331) und 30. Mai 2016 (BK 16 209) abgewiesen. Auf die Kostenerlassgesuche betreffend die Verfahrenskosten seiner Beschlüsse vom 11. Juli 2014 (BK 14 195) und 13. April 2015 (BK 15 42) ist es nicht eingetreten.
Mit Eingabe vom 1. Mai 2020 erhebt A.________ Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts vom 31. März 2020. Er beantragt, die Verfügung BK 20 131 aufzuheben sowie die Beschlüsse BK 14 80, BK 14 304, BK 14 307, BK 14 301, BK 15 183, BK 15 331, BK 16 209, BK 14 195 und BK 15 42 in Revision zu ziehen und ebenfalls aufzuheben. Ausserdem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2.
2.1. Angefochten ist mit der Verfügung BK 20 131 vom 31. März 2020 ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer setzt sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern er bundesrechtswidrig sein soll. Das ist auch nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde ist insoweit wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten.
2.2. Angefochten sind zudem die Beschlüsse BK 14 80, BK 14 304, BK 14 307, BK 14 301, BK 15 183, BK 15 331, BK 16 209, BK 14 195 und BK 15 42; der Beschwerdeführer verlangt deren Revision. Das Bundesgericht ist indessen nicht zuständig für die Revision von Beschlüssen des Obergerichts. Diese sind damit keine zulässigen Anfechtungsobjekte, weshalb auf die Beschwerde auch insoweit nicht einzutreten ist.
2.3. Auf die Erhebung von Kosten kann verzichtet werden, womit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinfällig wird.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwedeführer und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 24. Juni 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi