Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_210/2013 KI-generiert

Prosecutor's Appeal on Pre-Trial Detention Extension Dismissed for Lack of Current Legal Interest

Geschäftsnummer 1B_210/2013
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a criminal investigation by the public prosecutor's office against an individual suspected of having murdered his wife on May 16, 2013. Following the arrest on the same day, a court in the Aargau canton ordered a one-month pretrial detention. However, the prosecutor filed an appeal requesting an extension of the detention period to three months. The Appellate Court dismissed the appeal, citing the absence of an immediate practical interest for the prosecution due to the possibility of applying for a detention extension with the initial court. The prosecutor subsequently appealed to the Federal Tribunal, leading to the review of the matter and the decision to refer the case back to the appropriate lower court for a prompt resolution of the detention extension request.

Legislator-Regeste

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Art. 227 StPO, Art. 227 Abs. 4 StPO, Art. 66 Abs. 4 BGG; Prosecutor's Appeal on Pre-Trial Detention Extension Dismissed for Lack of Current Legal Interest: Following the arrest on the same day, a court in the Aargau canton ordered a one-month pretrial detention. However, the prosecutor filed an appeal requesting an extension of the detention period to three months. The Appellate Court dismissed the appeal, citing the absence of an immediate practical interest for the prosecution due to the possibility of applying for a detention extension with the initial court. The prosecutor subsequently appealed to the Federal Tribunal, leading to the review of the matter and the decision to refer the case back to the appropriate lower court for a prompt resolution of the detention extension request.

Schlagwörter

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Untersuchungshaft Verfahrensverzögerung der Staatsanwaltschaft Strafprozessordnung Schutz des öffentlichen Interesses Tötung Strafverfahrenseinstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 4 BGG

Used to justify that no court costs are to be levied in this outcome.

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«…chtung und damit an einer Überprüfung der diesbezüglichen Begründung durch die Vorinstanz verfügt zu haben (vgl. Urteil 1B_210/2013 vom 14. Juni 2013). Einer uneingeschränkten Überprüfung der von der Vorinstanz bejahten Kollusionsgefahr durch das Bund…»
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«…demgemäss nicht legitimiert, die ihrer Ansicht nach zu kurze Anordnung der Haft anzufechten (Urteil des Bundesgerichts 1B_210/2013 vom 14. Juni 2013; HUG/SCHEIDEGGER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafpro- zess…»
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Prosecutor's Appeal on Pretrial Detention Duration Dismissed for Lack of Current Legal Interest
«…détention et, cas échéant, recourir contre le refus de celle-ci. Il invoque une jurisprudence fédérale du 14 juin 2013 (1B_210/2013), qui va dans ce sens. Dans cet arrêt, le Tribunal fédéral a en effet confirmé un arrêt de l'autorité de recours dénia…»
502 2014 116 (2014-06-10) · fr
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«…détention et, cas échéant, recourir contre le refus de celle-ci. Il invoque une jurisprudence fédérale du 14 juin 2013 (1B_210/2013), qui va dans ce sens. Dans cet arrêt, le Tribunal fédéral a en effet relevé que le Ministère public, s’il estimait tro…»
UB180182 · zh
Public Prosecutor's Office Appeal Regarding Pre-Trial Detention Duration
«…demgemäss nicht legitimiert, die ihrer Ansicht nach zu kurze Anordnung der Haft anzufechten (Urteil des Bundesgerichts 1B_210/2013 vom 14. Juni 2013; HUG/SCHEIDEGGER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafpro- zess…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_210/2013

Urteil vom 14. Juni 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Bundesrichter Merkli, Eusebio,

Gerichtsschreiber Härri.

Verfahrensbeteiligte

Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach , Wildischachenstrasse 14, 5200 Brugg,

Beschwerdeführerin,

gegen

X.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Franz Hollinger.

Gegenstand

Untersuchungshaft,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 4. Juni 2013

des Obergerichts des Kantons Aargau,

Beschwerdekammer in Strafsachen.

In Erwägung,

dass die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach eine Strafuntersuchung gegen X.________ führt und diesen verdächtigt, er habe am 16. Mai 2013 seine Ehefrau getötet;

dass die Polizei X.________ gleichentags festnahm und das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau am 19. Mai 2013 die Untersuchungshaft für die Dauer eines Monats, d.h. bis Sonntag, 16. Juni 2013, anordnete;

dass die Staatsanwaltschaft dagegen beim Obergericht des Kantons Aargau Beschwerde erhob mit dem Antrag, die Dauer der Untersuchungshaft sei auf drei Monate, d.h. bis zum 16. August 2013, festzusetzen;

dass das Obergericht (Beschwerdekammer in Strafsachen) darauf am 4. Juni 2013 nicht eintrat mit der Begründung, die Staatsanwaltschaft habe kein aktuelles praktisches Rechtsschutzinteresse;

dass die Staatsanwaltschaft Beschwerde in Strafsachen führt - welche beim Bundesgericht am 13. Juni 2013 eingegangen ist - und beantragt, der Entscheid des Obergerichts sei aufzuheben und die Sache an dieses zum (gemeint: materiellen) Entscheid zurückzuweisen;

dass nicht näher geprüft zu werden braucht, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann, da sie ohnehin unbehelflich ist;

dass in einem Fall wie hier die Staatsanwaltschaft, welche die vom Zwangsmassnahmengericht angeordnete Haftdauer als zu kurz erachtet, die Möglichkeit hat, bei diesem nach Art. 227 StPO ein Haftverlängerungsgesuch zu stellen;

dass, solange das Zwangsmassnahmengericht die Haftverlängerung nicht abgelehnt hat, die Staatsanwaltschaft keinen endgültigen Rechtsnachteil erleidet;

dass die Vorinstanz ein aktuelles praktisches Rechtsschutzinteresse daher ohne Bundesrechtsverletzung verneinen dufte und die Beschwerde somit abzuweisen ist;

dass die Beschwerde an die Vorinstanz in der Sache als Haftverlängerungsgesuch angesehen werden kann;

dass dieses an das Zwangsmassnahmengericht zur Behandlung unter Wahrung des rechtlichen Gehörs des Beschuldigten zu überweisen ist, wobei es gemäss Art. 227 Abs. 4 StPO unverzüglich, d.h. vor Ablauf der angeordneten Haftdauer am 16. Juni 2013, über die provisorische Fortdauer der Haft zu befinden haben wird;

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Gerichtskosten zu erheben sind ( Art. 66 Abs. 4 BGG );

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Sache wird dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau überwiesen, damit dieses über die Verlängerung der Haft und unverzüglich über deren provisorische Fortdauer entscheide.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Zwangsmassnahmengericht und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Juni 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Härri