Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_188/2020 KI-generiert

Refusal of Jurisdiction in Case of Abusive Resubmission of Adjudicated Matter

Geschäftsnummer 1B_188/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant filed an appeal against a decision by the Obergericht of the Canton of Zug, which had failed to entertain his complaint regarding perceived legal denial and delay by the cantonal authorities. The complaint was based on allegedly unresolved reports from 2013 and 2014 that were already addressed in a previous concluded case (BS 2017 22). The complainant's appeal was considered by the court as an abuse of the legal process. Consequently, he requested the Federal Tribunal to overturn what he described as the "fabrication" of the Obergericht's decision dated March 18, 2020, raising issues of unresolved cases and delays. The Federal Tribunal was tasked with reviewing this appeal, but no substantive engagement with its merits was undertaken, as the complainant did not address the established procedural requirements or counter the earlier rulings' finality.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 3 LTF, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 LTF; Refusal of Jurisdiction in Case of Abusive Resubmission of Adjudicated Matter: The complaint was based on allegedly unresolved reports from 2013 and 2014 that were already addressed in a previous concluded case (BS 2017 22). The complainant's appeal was considered by the court as an abuse of the legal process. Consequently, he requested the Federal Tribunal to overturn what he described as the "fabrication" of the Obergericht's decision dated March 18, 2020, raising issues of unresolved cases and delays. The Federal Tribunal was tasked with reviewing this appeal, but no substantive engagement with its merits was undertaken, as the complainant did not address the established procedural requirements or counter the earlier rulings' finality.

Schlagwörter

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Strafverfahren Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung sachliche Unzuständigkeit Eröffnung des Entscheids Rüge verfassungsmässiger Rechte E-Justice Antrag auf Zulassung der Zwangsvollstreckung - Zuständigkeit Wandelungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 3 LTF

Used as the basis for the decision not to enter upon the appeal (implicitly, as the reasoning states the appeal doesn't meet requirements, leading to non-entry, and a final order is issued).

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 LTF

Cited in the dispositive stating that no costs shall be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_188/2020

Urteil vom 24. April 2020

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, III. Abteilung.

Gegenstand

Strafverfahren; Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, vom 18. März 2020 (BS 2020 22).

Erwägungen:

1. Das Obergericht des Kantons Zug ist am 18. März 2020 auf eine Beschwerde von A.________ wegen Rechtsverweigerung und -verzögerung nicht eingetreten. Zur Begründung führte es an, dieser beziehe sich offenkundig auf (angeblich unbearbeitete) Anzeigen aus den Jahren 2013 und 2014, welche bereits Gegenstand des abgeschlossenen Verfahrens BS 2017 22 gewesen seien. Die neuerliche Beschwerde sei daher missbräuchlich.

Mit Beschwerde vom 16. April 2020 beantragt A.________ sinngemäss, den Beschluss bzw. "die Lügengeschichte" des Obergerichts vom 18. März 2020 aufzuheben.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer setzt sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht sachlich auseinander und legt nicht dar, dass seine Vorbringen entgegen der Auffassung des Obergerichts noch nicht rechtskräftig beurteilt wurden. Darauf ist nicht einzutreten.

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Bundesgericht selber habe über seine Beschwerde vom 18. Februar 2019 gegen einen Beschluss des Kantonsgerichts Luzern vom 25. Januar 2019 noch nicht entschieden, so ist er auf das Antwortschreiben des Bundesgerichts vom 22. Februar 2019 zu verweisen, welchem nichts hinzuzufügen ist.

Von einer Kostenauflage kann ausnahmsweise abgesehen werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, III. Abteilung, und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. April 2020

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi