Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_184/2013 KI-generiert

Prosecutor's Challenge to Settlement Hearing Rendered Moot by Participation and Agreement; Appeal Dismissed with Cost Award for Contradictory Conduct

Geschäftsnummer 1B_184/2013
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a criminal procedure in which the prosecution appealed against a decision from the Appeals Court of Basel-Stadt regarding a scheduled conciliation hearing. The prosecution argued that there was no legal basis for such a hearing in the ongoing case against the defendant. Despite this, a conciliation agreement was reached on the date of the hearing, which later became legally binding. Consequently, the Federal Tribunal found that the appeal was no longer necessary and ruled that no costs would be incurred in the ongoing proceedings, while also ordering the State of Basel-Stadt to compensate the defendant for legal expenses already incurred.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 72 BZP, Art. 71 BGG, Art. 108 BGG; Prosecutor's Challenge to Settlement Hearing Rendered Moot by Participation and Agreement; Appeal Dismissed with Cost Award for Contradictory Conduct: The prosecution argued that there was no legal basis for such a hearing in the ongoing case against the defendant. Despite this, a conciliation agreement was reached on the date of the hearing, which later became legally binding. Consequently, the Federal Tribunal found that the appeal was no longer necessary and ruled that no costs would be incurred in the ongoing proceedings, while also ordering the State of Basel-Stadt to compensate the defendant for legal expenses already incurred.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafverfahren Parteianhörung Untersuchungshaft- und Ermittlungskosten Schiedsgerichtsbarkeit Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft anfechtbarer Zwischenentscheid Streitiges Verfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

Implicitly applied as the decision to dismiss the appeal as moot is a procedural disposition which often involves invoking Art. 108 LTF rules concerning cost allocation in such cases, although the specific order refers to Art. 72 BZP and Art. 71 BGG for cost decision.

Art. 71 BGG

Cited as the procedural basis for deciding on the costs when the appeal became moot.

Art. 72 BZP

Cited in conjunction with Art. 71 LTF to decide on the costs of the appeal as the case became moot.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_184/2013

Verfügung vom 16. Juli 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt ,

Beschwerdeführerin,

gegen

X.________,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Advokat Dr. Stefan Suter.

Gegenstand

Strafverfahren,

Beschwerde gegen die Verfügungen vom 23. bzw. 30. April 2013 des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt.

In Erwägung,

dass das Appellationsgericht Basel-Stadt in der gegen X.________ laufenden Strafuntersuchung im Rahmen des vor ihm hängigen Beschwerdeverfahrens gemäss Verfügung vom 23. bzw. 30. April 2013 für den 21. Mai 2013 eine Vergleichsverhandlung angesetzt und es abgelehnt hat, die Staatsanwaltschaft von der Teilnahme daran zu dispensieren;

dass die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gegen diese Verfügungen mit Eingabe vom 14. Mai 2013 Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht erhoben hat mit dem Hauptbegehren, der Zwischenentscheid betreffend Vergleichsverhandlung sei ersatzlos zu streichen, da im genannten Beschwerdeverfahren mangels gesetzlicher Grundlage kein Raum für eine Vergleichsverhandlung bestehe;

dass sie indes am 21. Mai 2013 einen Vergleich abgeschlossen haben, der in der Folge in Rechtskraft erwachsen ist;

dass damit das bundesgerichtliche Verfahren gegenstandslos geworden ist;

dass gemäss Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG über die Kostenfolgen mit summarischer Begründung zu entscheiden ist;

dass danach die Kosten im Regelfall derjenigen Partei aufzuerlegen sind, die sich bei der Beurteilung des Rechtsstreites materiell im Unrecht befunden hätte;

dass die Staatsanwaltschaft sich nach erfolgter Beschwerde ans Bundesgericht am 21. Mai 2013 trotz von ihr bestrittener gesetzlicher Grundlage dennoch in Vergleichsverhandlungen eingelassen und sogar einen Vergleich unterzeichnet hat, der rechtskräftig geworden ist;

dass es sich in Anbetracht dieses widersprüchlichen Verhaltens rechtfertigt, dem Beschwerdegegner den im bundesgerichtlichen Verfahren bereits getätigten Vernehmlassungsaufwand durch den Kanton Basel-Stadt ersetzen zu lassen (gemäss Kostennote vom 1. Juli 2013), während bei den gegebenen Verhältnissen für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind;

wird verfügt:

1. Die Beschwerde im Verfahren 1B_184/2013 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Kanton Basel-Stadt hat dem Beschwerdegegner eine Parteientschädigung von Fr. 1'851.70 zu bezahlen.

4. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Juli 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp