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1B_181/2009 KI-generiert

Retroactive extension of pretrial security detention after remand for insufficient reasoning—no violation of prohibition of retroactivity or ne bis in idem.

Geschäftsnummer 1B_181/2009
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the appellant’s appeal and rejected their request for free legal aid, upholding the lower court’s retroactive extension of pretrial security detention until 24 June 2009; the appellant had challenged the detention extension order of 22 June 2009, which was issued after the Supreme Court had annulled a prior extension for insufficient reasoning, arguing violations of the prohibition on retroactivity and the ne bis in idem principle. The Court found no violation of these principles, as the new decision merely complied with the remand order to issue a properly reasoned ruling under Art. 112(1)(b) BGG, and the appeal lacked sufficient justification under Art. 42(2) BGG; consequently, court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Legislator-Regeste

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Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG; Retroactive extension of pretrial security detention after remand for insufficient reasoning—no violation of prohibition of retroactivity or ne bis in idem: The Court found no violation of these principles, as the new decision merely complied with the remand order to issue a properly reasoned ruling under Art. 112(1)(b) BGG, and the appeal lacked sufficient justification under Art. 42(2) BGG; consequently, court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Schlagwörter

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Haftverlängerung Verlängerung der Untersuchungshaft Grundsatz "ne bis in idem" Obhut Rechte der inhaftierten Person Dauerverfügung Sammelverwahrung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG

Basis for rejecting the request for free legal aid due to the appeal's lack of prospects of success.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Basis for imposing court costs on the appellant, who lost the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_181/2009

Urteil vom 2. Juli 2009

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Féraud, Präsident,

Bundesrichter Fonjallaz, Eusebio,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft, Bahnhofplatz 3A, 4410 Liestal.

Gegenstand

Haftverlängerung,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Juni 2009

des Strafgerichts Basel-Landschaft, Präsidentin.

In Erwägung,

dass die Präsidentin des Strafgerichts Basel-Landschaft mit Verfügung vom 27. Mai 2009 die am 27. März 2009 gegen X.________ verlängerte Sicherheitshaft um weitere 4 Wochen, d.h. bis 24. Juni 2009, verlängert hat;

dass das Bundesgericht mit Urteil vom 9. Juni 2009 (Verfahren 1B_157/2009) die Verfügung der Präsidentin des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 27. Mai 2009 aufgehoben und die Sache zum neuen Entscheid an diese zurückgewiesen hat, damit diese einen Entscheid treffe, der den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG genügt;

dass die Präsidentin des Strafgerichts Basel-Landschaft mit Verfügung vom 22. Juni 2009 die am 27. März 2009 verlängerte Sicherheitshaft "rückwirkend per 27. Mai 2009 bis 24. Juni 2009 verlängert" hat;

dass X.________ gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 24. Juni 2009 Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht eingereicht und eine Verletzung des Rückwirkungsverbots und des Grundsatzes ne bis in idem geltend gemacht hat;

dass die Präsidentin des Strafgerichts Basel-Landschaft mit Verfügung vom 22. Juni 2009 in Nachachtung des bundesgerichtlichen Urteils nochmals über die in der aufgehobenen Verfügung vom 27. Mai 2009 verlängerte Sicherheitshaft befunden hat;

dass nicht ersichtlich ist, inwiefern sie dabei das Rückwirkungsverbot oder den Grundsatz ne bis in idem verletzt haben sollte;

dass die Beschwerde, soweit sie überhaupt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG zu genügen vermag, als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist;

dass angesichts der Aussichtslosigkeit des Verfahrens dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht zu entsprechen ist ( Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG );

dass die Gerichtskosten dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft und dem Strafgericht Basel-Landschaft, Präsidentin, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Juli 2009

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli